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Spieltag & Spielplan

24. Spieltag

04.03.2012 | 15:30 Uhr

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  • 1. FC Nürnberg
  • 1 : 0
    0 : 0
  • Borussia M'gladbach

05.03.2012 - 12:29 Uhr


Viel Ballbesitz, wenig Durchschlagskraft

Verflixt nochmal: Lucien Favres Gladbacher waren gegen den FCN zwar optisch überlegen, klare Chancen sprangen für die "Fohlen" trotzdem nur selten heraus

Wenn die Borussia (hier mit Igor de Camargo, l.) offensiv aktiv wurde, war bei "Club"-Keeper Raphael Schäfer Endstation

Mike Hanke (l., gegen Dominic Maroh) kennt den Grund für die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive: "Der entscheidende Ball in den Strafraum kam nicht."

Kommende Woche wollen die "Fohlen" um Kapitän Filip Daems (r., mit Hanke) gegen den SC Freiburg die Niederlage in Nürnberg wieder gutmachen

Nürnberg - Borussia Mönchengladbach hat die Gelegenheit verpasst, den Patzer der Bayern zu nutzen und auf den 2. Tabellenplatz vorzurücken. Beim 1. FC Nürnberg verloren die "Fohlen" unglücklich mit 0:1 durch ein Tor in der 87. Minute.
Gladbachs Stürmer Mike Hanke wusste, warum es nicht geklappt hat mit dem erhofften Punktgewinn in Nürnberg: "Der entscheidende Ball in den Strafraum kam nicht. Da haben wir nicht konzentriert genug gespielt. Und dann läufst du auch noch in einen Konter."

"0:0 wäre in Ordnung gewesen"

Verdient war der Nürnberger 1:0-Sieg durch ein Tor von Albert Bunjaku (87.) dabei nicht unbedingt, wie auch Gladbachs Coach Lucien Favre betonte: "Ein 0:0 wäre hier in Ordnung gewesen, mehr allerdings auch nicht." Das wiederum stimmte ebenfalls, der 1. FC Nürnberg zeigte schließlich vor allem taktisch eine prima Leistung und konnte gegen Ende der Partie noch zulegen.

Die Borussia bleibt hingegen auf Platz 3, versäumte es aber durch die Niederlage, Bayern München zu überholen und bei einem Sieg dem Namensvetter aus Dortmund bis auf fünf Punkte nah zu kommen.

"Wir haben so viel Ballbesitz gehabt wie selten zuvor, seit ich hier Trainer bin", sagte Favre, "aber die Durchschlagskraft hat heute gefehlt." So war es: Marco Reus (4.) und Igor de Camargo (6.) prüften "Club"-Keeper Raphael Schäfer schon in der Anfangsphase mit Distanzschüssen. Das war's allerdings zunächst mit guten Gladbacher Tormöglichkeiten. Was nach Ansicht von Favre vor allem daran lag, dass "wir zu wenig Bewegung in unseren Aktionen hatten. Wir haben da nicht gut gespielt."

Favres Lob für den "Club"

Das fand auch Marco Reus, der vor allem über den linken Flügel immer wieder das Spiel anzukurbeln versuchte: "Wir haben uns schwer getan. Die Nürnberger haben uns meist erst hinter der Mittellinie angegriffen."

In der Schlussviertelstunde nahm das Spiel der Gastgeber dann allerdings Fahrt auf, plötzlich schien der "Club" einem Tor näher als die Borussia. Und dann passierte es: Nach einem unnötigen Ballverlust von Juan Arango trieb Philipp Wollscheid den Ball nach vorne, der flinke Alexander Esswein setzte sich im Strafraum durch, und der kurz zuvor eingewechselte Albert Bunjaku staubte ab - ausgerechnet der Spieler, der nach langer Verletzungspause zum ersten Mal seit fast zwei Jahren wieder traf (87.)

"Ich bedaure sehr, dass wir ein paar Minuten vor Schluss dieses Tor nicht verhindern konnten", ärgerte sich Favre, der allerdings auch nicht vergaß, dem Gegner den verdienten Tribut zu zollen: "Nürnberg ist in der Rückrunde eine ganz andere Mannschaft als in der Vorrunde. Sie sind sehr stabil, sehr gut organisiert und eminent laufstark."

"Waren nicht effektiv"

Eine erfreuliche Nachricht gab es allerdings auch aus Gladbacher Sicht. Trotz der Niederlage hielt eine fast unglaubliche Serie. Borussia Mönchengladbach hat in den 42 Begegnungen unter Favre bislang überhaupt nur zwei Mal mehr als ein Gegentor bekommen. Und da waren es jeweils auch nur zwei. In Nürnberg reichte hingegen der eine Treffer zur Niederlage.

"Wir waren nicht effektiv", ärgerte sich Innenverteidiger Martin Stranzl deshalb über die verlorenen Punkte. "Wir haben vor allem nach der Pause zu wenig Torchancen herausgespielt, dazu kamen unnötige Ballverluste." Am kommenden Samstag trifft die Borussia im heimischen Borussia-Park auf den SC Freiburg.

Aus Nürnberg berichtet Christoph Ruf

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