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24. Spieltag

04.03.2012 | 15:30 Uhr

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  • 1. FC Nürnberg
  • 1 : 0
    0 : 0
  • Borussia M'gladbach

05.03.2012 - 11:43 Uhr


"Hau' ihn einfach rein"

Ausgelassene Freude: FCN-Stürmer Albert Bunjaku (M.) wird von seinen Mitspielern für sein Siegtor gegen Borussia Mönchengladbach mit einer Wasserdusche gefeiert

Der Schweizer (l.) traf in der Bundeliga zuletzt vor knapp zwei Jahren

Von September 2010 bis Juni 2011 plagte sich der 28-Jährige (l.) mit einem Knorpelschaden herum

Umso größer war die Erleichterung bei der Nummer 10 der "Cluberer", dass der Knoten endlich geplatzt ist

Nürnberg - Albert Bunjaku war der Matchwinner beim 1:0-Sieg des 1. FC Nürnberg gegen Borussia Mönchengladbach.
Eine Geschichte wie im Märchen: Der schweizer Nationalspieler hatte zuletzt vor zwei Jahren getroffen und war seither fast ununterbrochen verletzungsbedingt ausgefallen.

Frage: Herr Bunjaku, Glückwunsch zu einem Tag, der Ihnen sicher wie im Märchen vorkommt, oder?

Albert Bunjaku: Das Tor war für mich schon sehr wichtig nach dieser unendlich langen Zeit. Ich freue mich natürlich, dass es geklappt hat. Ich hatte aber auch Glück. Der Ball war natürlich super reingespielt von Alex Esswein. Und ich hatte das Glück, dass ich an der richtigen Stelle stand und den Ball deshalb reinhauen konnte.

Frage: Wissen Sie denn noch, wann Sie Ihr letztes Bundesligator geschossen haben?

Bunjaku: Das muss irgendwann 2010 gewesen sein.

Frage: Es war im März 2010 - also vor knapp zwei Jahren. Sie hatten schon eine ungewöhnlich lange Leidenszeit. Wird einem das in so einem Moment bewusst?

Bunjaku: Auf jeden Fall. Ein Riesendank gebührt da aber auch dem ganzen Verein, den Fans und dem Trainerteam dafür, dass sie mich nie aufgegeben haben. Ich hoffe, dass ich jetzt etwas zurückgeben konnte. Ich werde auf jeden Fall weiter hart arbeiten, damit das nicht das letzte Tor für den FCN in der Bundesliga bleibt.

Frage: Was waren denn Dieter Heckings Worte, als er Sie heute eingewechselt hat?

Bunjaku: Er hat gesagt, ich solle mich auf die Zehnerposition stellen, also zwischen Tomas Pekhart und die Sechser. Dann sagte er: "Wenn du die Chance bekommst, dann hau' ihn einfach rein."

Frage: Sie sind also nicht als zusätzliche Spitze reingekommen?

Bunjaku: Nein. Er meinte, ich solle dazwischen spielen und versuchen, die Bälle zu bekommen. Aber ich habe die Position ja auch früher schon gespielt, das war also kein Problem.

Frage: Gewissermaßen war das Tor sicher ein Empfehlungsschreiben für die restlichen Saisonspiele.

Bunjaku Nein, das glaube ich nicht. Ich muss jetzt einfach weiter hart trainieren und versuchen, mich dauerhaft aufzudrängen. Jeder will natürlich am liebsten von Anfang an spielen, auch ich.

Frage: Auf einem guten Weg scheinen Sie jedenfalls zu sein.

Bunjaku: Ja, ich denke schon. Ich mache auch zwischen den Trainingseinheiten noch eine ganze Menge und hoffe, dass sich das irgendwann auszahlt.

Frage: Nach dem Schlusspfiff haben Sie eine ordentliche Wasserdusche abbekommen, alle Ersatzspieler stürmten plötzlich auf Sie zu.

Bunjaku: Stimmt. Und das zeigt vor allem, dass wir eine wahnsinnige mannschaftliche Geschlossenheit haben, dass sich einer für den anderen mitfreut. Ist doch schön, warum sollte man so etwas nicht auch einmal machen?

Frage: Und jetzt wird gefeiert?

Bunjaku: Ich werde jetzt nach Hause gehen zu meiner Familie. Und morgen ist wieder Training. Also alles ganz normal.

Frage: Spüren Sie zusätzlichen Druck, weil Ihr Vertrag am Saisonende ausläuft?

Bunjaku: Nein, denn das war ja seit langem klar. Der Trainer hat immer gesagt, ich solle mir keinen Kopf machen und einfach immer alles geben. Schön, dass es heute geklappt hat.

Aufgezeichnet von Christoph Ruf

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