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Spieltag & Spielplan

23. Spieltag

26.02.2012 | 17:30 Uhr

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  • Borussia Dortmund
  • 3 : 1
    1 : 0
  • Hannover 96

29.02.2012 - 18:42 Uhr


Irgendwie auch erleichtert

Drei Gegentreffer musste Hannover 96 (v. l. Sergio Pinto, Emanuel Pogatetz, Jan Schlaudraff) zuletzt am 13. Spieltag bei der 4:1-Schlappe gegen den VfL Wolfsburg hinnehmen

Jan Schlaudraff (r.) richtet nach der 1:3-Niederlage bei Borussia Dortmund dennoch den Blick nach vorne

Den Ehrentreffer für Hannover erzielte kurz nach seiner Einwechslung mit einem traumhaften Distanzschuss Didier Ya Konan

Dortmund - Alles hat ein Ende - Grund zum Frust ist das im Fall von Hannover 96 nicht. Zwar kassierte die Elf beim BVB erstmals nach neun Spielen wieder eine Niederlage. "Aber das wird uns nicht umwerfen", ist Jan Schlaudraff fest überzeugt.
Mit 1:3 hatte Hannover am vergangenen Sonntag beim Deutschen Meister den Kürzeren gezogen. Und doch merkte man den Spielern danach vor allem eines an - eine gewisse Erleichterung. Zum einen war man in Dortmund nicht untergegangen, sondern hatte dem Titelverteidiger eine Halbzeit lang sogar Paroli geboten.

"Ich muss unserer Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben nicht zurückgesteckt und das Spiel bis zur letzten Minute offen gestaltet", zeigte sich Torhüter Ron-Robert Zieler mit der Leistung zufrieden.

Zeit zum Durchatmen

Zum anderen sind alle Profis froh, in diesen Tagen mal keine englische Woche absolvieren zu müssen. "Kräftemäßig hat sich der doppelte Einsatz so langsam doch bemerkbar gemacht", gab Jan Schlaudraff offen zu, "jetzt haben wir endlich mal eine ganze Woche Zeit zum Durchpusten." Auch Steven Cherundolo hatte noch in Dortmund die Parole für die nächsten Tage ausgegeben: "Jetzt gilt es vor allem, sich körperlich zu erholen." Mindestens sechs Spiele in Bundesliga und Europa League warten im März auf die "Roten".

Nur drei Tage nach dem Spiel gegen Brügge hatte auch die Partie in Dortmund noch einmal viel Kraft gekostet. Trotz Rückstandes hatte sich 96 in der zweiten Halbzeit nach dem Anschlusstreffer noch einmal aufgerafft und dagegen gehalten. "Zwischen der 50. und 85. Minute haben wir ein tolles Spiel gezeigt", meinte Schlaudraff. Und auch Mirko Slomka packte ein dickes Lob aus: "In der zweiten Halbzeit waren wir super drauf und haben leidenschaftlich gespielt!"

"Dann holen wir wieder drei Punkte"

Zugleich liegt hier aber auch das Problem. Denn bis zu diesem Moment hatte Hannover einzig Glück, dass der BVB seine zahlreichen Chancen nur unzureichend nutzte. Von planvoller und konzentrierter Gegenwehr konnte in dieser Phase kaum die Rede sein. Cherundolo monierte sogar die "billigen Gegentore", bei denen die 96-Defensive freundlich zugeschaut hatte.

Mit Blick auf die nächsten Aufgaben legt Jan Schlaudraff den Finger darum auch in die Wunde: "In Dortmund haben wir uns erst ab dem Anschlusstor getraut, Fußball zu spielen. Das müssen wir demnächst wieder von Anfang an tun." 90 Minuten lang ordentlich in die Zweikämpfe gehen, offensiv nach vorne spielen und Druck machen, fordert der Stürmer: "Und dann holen wir auch wieder drei Punkte!"

Ya Konan rückt in den Blickpunkt

Dabei helfen könnte den zuhause ungeschlagenen Niedersachsen, die am Samstag den auswärts erst einmal erfolgreichen Aufsteiger FC Augsburg erwarten, ein Spieler, der in den letzten Wochen eher im Schatten gestanden hatte. Didier Ya Konan nutzte das Spiel beim BVB, sich im wahrsten Sinne des Wortes mit seinem spektakulären Tor wieder in den Fokus zu schießen. Kurios: Seinen letzten Treffer hatte der Ivorer auch gegen Dortmund erzielt, am 18. September letzten Jahres. Danach war er seiner Topform lange hinterher gelaufen.

Jetzt aber hat Ya Konan mit seinem Tor in ganz Hannover die Hoffnung auf bessere Zeiten geweckt und sich danach auch gleich kämpferisch gezeigt: "Ich will mit Power und Mentalität zurück ins Team!" Ein Kompliment seines Managers jedenfalls hat sich der 27-Jährige schon mal verdient: "Er kam rein und war sofort da. Und er hat nicht nur den Treffer gemacht, sondern auch Akzente gesetzt", lobte Jörg Schmadtke.

Aus Dortmund berichtet Dietmar Nolte

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