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22. Spieltag

19.02.2012 | 17:30 Uhr

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  • Hannover 96
  • 4 : 2
    2 : 0
  • VfB Stuttgart

21.02.2012 - 14:55 Uhr


"Ohne Standards gut, mit Standards schlecht"

Shinji Okazaki schaffte gegen Hannover 96 nur noch den Treffer zum 2:4-Endstand aus Sicht der Schwaben

Für die Stuttgarter war es bereits die zehnte Saisonniederlage

Martin Harnik erhöhte sein Torekonto in der laufenden Saison auf elf Treffer

Hannover - "Wir hatten uns nach dem 5:0 gegen Berlin für heute so viel vorgenommen...", war nicht nur Christian Gentner nach dem 2:4 seines VfB Stuttgart bei Hannover 96 enttäuscht. Mit einem Sieg in diesem "Sechs-Punkte-Spiel" wären die Schwaben bis auf zwei Punkte an die Niedersachsen auf Europa-League-Rang sieben herangekommen - nun sind es acht Punkte.
Dran geglaubt hatten die Stuttgarter nach nur fünf Punkten aus acht Spielen vor dem Auftritt bei den in der Saison vor eigenem Publikum ungeschlagenen Hannoveranern anscheinend eh nicht.

"Europa kein Thema"

"Von unserer Seite war Europa kein Thema", sagte Fredi Bobic auf Nachfrage von bundesliga.de. Der Sportdirektor ging dabei konform mit dem Trainer. "Europa hatte ich schon vorher nicht kommuniziert", antwortete Bruno Labbadia auf dieselbe Frage.

Enttäuscht waren beide weniger über die Niederlage, denn "wir haben Moral gezeigt", konnte Bobic der Partie auch einen positiven Aspekt abgewinnen. Und Labbadia lobte, dass "die Mannschaft sich nicht aufgegeben hat". Das "Wie" aber stieß den Verantwortlichen sauer auf.

"Das gehört zum Fußball-ABC"

Drei Tore kassierten die Süddeutschen nach Standards, insgesamt musste Sven Ulreich den Ball in dieser Saison schon acht Mal nach einem Eckstoß aus dem Netz holen - so häufig wie kein anderer Keeper der Liga.

"Wir haben vier-, fünfmal nur zugeschaut, sind nicht richtig zum Ball gegangen. Dreimal war der Ball drin", ärgerte sich Bobic über einen Rückfall in vergangen geglaubte Zeiten. Die Schwäche bei Eckstößen sei bekannt gewesen. "Aber in den letzten beiden Spielen haben wir das richtig gut gemacht."

Das war in der AWD Arena nicht der Fall. Da könne man auch von außen nicht eingreifen. "Das müssen die Jungs auf dem Platz machen. Das muss man nicht mehr trainieren. Das sind Basics. Das gehört zum Fußball-ABC", war der Sportdirektor sauer.

VfB-Schwäche war Hannover bekannt

"Wir haben bei den Video-Analysen die Spieler darauf hingewiesen, dass die Stuttgarter bei Eckstößen Raumdeckung spielen.Das wollten wir ausnutzen", gab 96-Trainer Mirko Slomka zu, auf "Fehler" gesetzt zu haben.

"Die Enttäuschung ist riesengroß, dass wir so einfach ein Spiel weggegeben haben", war dann auch Slomkas Gegenüber Labbadia niedergeschlagen. Und der VfB-Coach fühlte sich von seinen Spielern im Stich gelassen.

"Die Pfosten sollten besetzt sein. Die Spieler haben sich rauslocken lassen", antwortete der 46-Jährige auf die Frage nach dem taktischen Vorteil, bei Eckstößen keinen Spieler an die Pfosten zu stellen. Das 2:0 durch Hannovers Neuzugang Mame Biram Diouf mit seinem ersten Treffer in der Bundesliga hätte verhindert werden können.

"Müssen das Spiel schnell abhaken"

Entsprechend sah Labbadia "ein Spiel, das für einen Trainer schwer zu erklären ist. Ohne Standards gut, mit Standards schlecht. Wir haben zwar gezeigt, dass wir den Schwung aus dem Hertha-Spiel mitnehmen wollten, haben dann aber nach Standards die Situationen nicht gut gelöst."

"Wir müssen das Spiel schnell abhaken", gab Labbadia die Marschroute für die Woche vor dem Derby gegen den SC Freiburg vor. Vielleicht sollte der Coach mit den Spielern doch noch einmal das Fußball-ABC durchgehen.

Jürgen Blöhs

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