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Spieltag & Spielplan

20. Spieltag

03.02.2012 | 20:30 Uhr

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  • 1. FC Nürnberg
  • 0 : 2
    0 : 0
  • Borussia Dortmund

Bundesliga

03.02.2012 - 22:24 Uhr


BVB übernimmt die Spitze

Platz an der Sonne bei eisigen Temperaturen: Lucas Barrios (2.v.l.) und sein BVB klettern zumindest vorübergehend an die Spitze

Bei eisigen Temperaturen entwickelt sich zwischen dem 1. FC Nürnberg und Borussia Dortmund von Beginn an eine muntere Partie

Der BVB hat mehr Spielanteile, aber der FCN hält dagegen und kommt auch zu Chancen. Hier gehen Robert Lewandowski (l.) und Almog Cohen ins Luftduell

Sven Bender (r., hier gegen Tomas Pekhart) muss im ersten Durchgang verletzt vom Feld

In den letzten Minuten vor der Pause steht mehrmals "Club"-Keeper Raphael Schäfer (M.) im Mittelpunkt

Kurz nach Wiederanpfiff ist Sebastian Kehl (l.) zur Stelle und trifft zur Führung für den Meister

Die Gäste feiern den zweiten Saisontreffer ihres Kapitäns

Nürnberg - Dank Kapitän Sebastian Kehl und Edelreservist Lucas Barrios hat Borussia Dortmund in der Nürnberger Kältekammer zumindest vorübergehend Platz 1 in der Bundesliga übernommen.
Bei "gefühlten" Temperaturen von fast 20 Grad unter Null schossen Kehl (48.) und der zuletzt so unzufriedene Barrios (82.) mit seinem ersten Saisontor den Deutschen Meister beim 1. FC Nürnberg zu einem 2:0 (0:0)-Sieg.

Sorgen um Sven Bender

Während Dortmund seine Serie mit dem dritten "Dreier" im dritten Spiel der Rückrunde auf 14 Spiele (36 Punkte) ohne Niederlage ausbaute, verlor der 1. FCN nach dem Auftakterfolg gegen Hertha BSC zum zweiten Mal nacheinander. Für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp hatte der sechste Auswärtssieg im elften Spiel jedoch auch eine dunkle Seite: Mittelfeldspieler Sven Bender musste wegen einer Verletzung am linken Knöchel - Verdacht auf Bänderriss - ausgewechselt werden (22.).

Vor 45.572 Zuschauern im easyCredit-Stadion verdiente sich der BVB den Sieg nach verschlafener Anfangsphase mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Den Nürnbergern gelang es als erster Mannschaft in der Rückrunde, die Borussia ernsthaft zu fordern. Nach starkem Beginn baute das Team von Trainer Dieter Hecking aber extrem ab, in der zweiten Halbzeit gelang ihm fast nichts mehr.

Mit kluger Raumaufteilung und bissiger Zweikampfführung setzte der "Club" den Gästen zunächst derart zu, dass Dortmund einige Zeit nur reagierte. Der Lohn für Nürnberg waren gute Tormöglichkeiten. Die beste vereitelte Shinji Kagawa, der einen Kopfball von Timmy Simons auf der Linie klärte (12.).

Lewandowski scheitert an Schäfer

Tomas Pekhart, die einzige "Club"-Spitze, tauchte gleich mehrfach gefährlich vor dem BVB-Tor auf. Ein Mal scheiterte er aus spitzem Winkel an Roman Weidenfeller, dann schoss er freistehend aus drei Metern über das Gehäuse (18./19.). Trainer Dieter Hecking tobte ob des Chancenwuchers schimpfend durch die Coachingzone.

Kurz darauf ärgerte sich auch sein Kollege Klopp - und zwar so richtig. Bei einem Zweikampf mit Daniel Didavi knickte Bender derart unglücklich um, dass er sich eine Bänderverletzung im linken Knöchel zuzog. Nach Mario Götze ist Bender schon der zweite prominente Ausfall im Dortmunder Mittelfeld. Für ihn kam der 19 Jahre alte Moritz Leitner - und bald fand der BVB besser ins Spiel.

Angetrieben vom starken Kagawa erspielten sich die Gäste zahlreiche Chancen. Robert Lewandowski scheiterte nach klugen Pässen von Sebastian Kehl und Kagawa zwei Mal an Torhüter Raphael Schäfer (21./34.), Kagawa selbst hatte Pech mit einem Außenrist-Versuch, als Schäfer den Ball noch eben so abfangen konnte (36.).

Nürnberg hat keine Antwort parat

Die Dortmunder Drangperiode wurde allerdings erst nach dem Seitenwechsel belohnt - da jedoch gleich beim ersten Angriff. Leitner setzte Lukas Piszczek auf der linken Seite ein, dessen klugen Rückpass Kehl aus acht Metern überlegt einschob. Das Tor des Spielführers wirkte auf Dortmund befreiend, konnten die Borussen das Spiel doch jetzt mit den gewohnten Ballstaffetten kontrollieren.

Nach einer knappen Stunde versuchte Hecking, seine zögerliche Mannschaft mit einem Doppelwechsel wieder aufzuwecken, als er Alexander Esswein für Christian Eigler und Timothy Chandler für Almog Cohen brachte. Auch Angreifer Albert Bunjaku kam noch für Verteidiger Dominic Maroh.

Doch Dortmund bestimmte das Geschehen weiter, ohne dabei von den Nürnbergern ernsthaft in Bedrängnis gebracht zu werden. In der Schlussphase machte dann der für Lewandowski eingewechselte Barrios den Deckel drauf.

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