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19. Spieltag

29.01.2012 | 17:30 Uhr

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  • VfB Stuttgart
  • 0 : 3
    0 : 1
  • Borussia M'gladbach

30.01.2012 - 14:31 Uhr


Im Stile eines Spitzenteams

Marco Reus erzielte gegen Stuttgart sein zwölftes Saisontor

Lucien Favre bestritt als Aktiver 24 Länderspiele für die Schweiz

Marc-Andre ter Stegen hielt in dieser Saison 84 Prozent der Schüsse auf sein Tor - ein Klick aufs Bild führt zum Spielerprofil

Stuttgart - Überzeugender kann ein Sieg kaum sein: Die Gladbacher spielten bei ihrem Sieg in Stuttgart Fußball zum Niederknien. Schnell, trickreich, perfekt organisiert - Trainer Lucien Favre hat aus seiner Mannschaft ein Spitzenteam geformt.
Die Bayern, die Dortmunder und auch die Schalker werden am Sonntagabend ihre Augen in den Süden der Republik gerichtet haben. Und was sie dort sahen, dürfte ihnen nicht gefallen haben: Mit 3:0 fertigten bärenstarke Gladbacher den VfB Stuttgart ab und bewiesen, dass sie im Konzert der Großen der Bundesliga ein Wörtchen mitreden können.

Mit Favres System zum Erfolg

Marco Reus und Co. zeigten in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena Fußball wie aus dem Lehrbuch. Wie schon in den letzten Wochen präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Lucien Favre als harmonisches Gebilde, in dem ein Rad ins andere greift.

Am besten habe ihm gefallen, wie man "zusammen" den Erfolg bewerkstelligt habe, sagte Gladbachs Manager Max Eberl im Anschluss an die Partie.

Stark in allen Mannschaftsteilen

Das "System Favre" griff auch in Stuttgart: kompakt und stabil in der Defensive mit einem sicheren Marc-Andre ter Stegen im Tor, davor mit Havard Nordtveit und Roman Neustädter eine starke "Doppelsechs" und mit einem Offensiv-Quartett, das auch von den VfB-Verteidigern kaum zu halten war - Mike Hanke, Juan Arango, Patrick Hermann und der überragende Reus verstanden sich wieder einmal blind.

"Wir haben heute sehr gut gespielt und sind kompakt gestanden", erklärte Abwehrchef Dante, der Stuttgarts Neuzugang Vedad Ibisevic nicht zur Entfaltung kommen ließ. Und wenn Dante den Ball einmal geklärt hatte, ging bei den Gladbachern die Post ab. Schnell, direkt und technisch sauber fuhren die Borussen vom Niederrhein ihre Konter, um bei Ballverlust sofort die Räume eng zu machen. Zwölf Gegentreffer in 19 Spielen sprechen eine klare Sprache, die Borussen stellen die beste Abwehr der Bundesliga.

Immer schön bescheiden bleiben

Noch wichtiger scheint zu sein, dass es Favre schafft, den Druck von seinen Spielern zu nehmen. "Wir denken von Spiel zu Spiel", lautet das Motto. Die Protagonisten bleiben auf dem Boden, von Höhenflug und überbordender Euphorie keine Spur. "Wir dürfen jetzt nicht zu sehr auf die Tabelle schauen, sondern müssen von Spiel zu Spiel denken und weiter konzentriert bleiben", machte Dante in Stuttgart unmissverständlich klar. Auch seine Kollegen verdrehten beim Wort "Meisterschaft" nur müde die Augen.

Dabei ist es den Gladbachern zuzutrauen, in diesem Jahr Großes zu erreichen. Großen Anteil daran hat der Trainer. Favre ist gewiefter Taktiker, akribischer Arbeiter, aber auch Freund der Spieler. Er hat es geschafft, aus jungen Talenten wie Herrmann, ter Stegen und Reus etablierte Akteure zu machen, die eine Parte ganz alleine entscheiden können. Aber es sind nicht nur die Jungen, die Gladbach glänzen lassen. Die "Alten", wie Mike Hanke oder Martin Stranzl, sind unverzichtbar geworden. Erfahrung gepaart mit Spirit - Favres Mixtur geht derzeit auf.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer

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