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18. Spieltag

20.01.2012 | 20:30 Uhr

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  • Borussia M'gladbach
  • 3 : 1
    2 : 0
  • FC Bayern München

21.01.2012 - 20:01 Uhr


"Druck haben wir immer"

Ratlosigkeit beim FC Bayern: Toni Kroos zwischen seinen Teamkollegen Thomas Müller (l.) und Mario Gomez

Kroos (im Zweikampf mit Marco Reus) hat sich in der laufenden Saison zum Stammspieler beim FC Bayern gemausert

Die Entscheidung: Patrick Herrmann umkurvt Manuel Neuer und schiebt zum 3:0 ein

Mönchengladbach - Fehlstart für den FC Bayern. Der Herbstmeister verlor nach einer schlechten Vorstellung im Spitzenspiel bei Borussia Mönchengladbach verdient mit 1:3. Damit sind die "Fohlen" bis auf einen Punkt an den Tabellenführer herangekommen, Schalke und Dortmund können sogar noch gleichziehen.
Aber weniger die Niederlage gibt den Bayern zu denken, als vielmehr die Art und Weise, wie sich die Münchener die Gegentore fingen. Im Interview bezieht Bayern-Star Toni Kroos Stellung.

Frage: Toni Kroos, die Bayern haben zum Rückrundenauftakt 1:3 in Mönchengladbach verloren. Was waren die Ursachen für die Niederlage?

Toni Kroos: Wir haben uns etwas anders vorgenommen. Wir wollten natürlich vermeiden, direkt in Rückstand zu geraten, auch wenn das sicher einmal passieren kann. Wir haben teilweise gar nicht so schlecht kombiniert und hatten gute Ballpassagen. Aber wir hatten nicht die Durchschlagskraft. Die Abschlüsse waren nicht gerade brandgefährlich. Aber wenn man nach Ballverlusten solche Gegentore bekommt, ist es schwer zu gewinnen. Die Stärke der Mönchengladbacher ist das Umschalten. Wenn man das weiß, muss man Ballverluste vermeiden.

Frage: Wie haben Sie sich auf Ihrer Position auf der linken Seite gefühlt?

Kroos: Ich kenne die Position. Natürlich hat man da nicht so viele Ballkontakte wie im Zentrum. Trotzdem hatten wir wie gesagt teilweise ganz gute Kombinationen. Es war gar nicht so schlecht. Uns haben die einfachen Ballverluste und dass wir danach schlecht verteidigt haben, das Genick gebrochen.

Frage: Alle haben vom tollen Trainingslager geschwärmt. Davon spricht nun niemand mehr?

Kroos: Das Wichtigste war, dass wir fit sind und sich niemand verletzt hat. Aber es ist es immer schon so gewesen, dass man da sein muss, wenn die Bundesliga wieder los geht. Wenn das nicht der Fall ist, dann zählt eine gute Vorbereitung gar nichts.

Frage: Hat sich die Mannschaft zu sicher gefühlt?

Kroos: Nein, warum?

Frage: Weil vorher alles so gut gelaufen ist.

Kroos: Wir haben gegen schlechtere Gegner gespielt, die wir schlagen mussten. Wie weit man tatsächlich ist, sieht man erst nach einem Pflichtspiel.

Frage: Was sagen Sie zu Manuel Neuer erneuten Fauxpax vor dem 0:1? Wie geht man damit um.

Kroos: Das passiert jedem einmal. Er ist stark genug, um das wegzustecken. Er hat auch nach seinem kleinen Patzer im Hinspiel eine glänzende Hinrunde gespielt. Ich denke, dass es auch in der Rückrunde wieder so sein wird.

Frage: Muss man die Borussia jetzt im Titelkampf auf der Rechnung haben? Wird es ein Vierkampf um die Meisterschaft?

Kroos: Man hat gesehen, dass sie eine gute Mannschaft haben, die gerade zuhause einen guten Fußball spielt und schnell umschaltet. Ob sie ein Titelkandidat sind, weiß ich nicht.

Frage: In der Hinrunde sind die Bayern nach der Auftaktniederlage gegen die Borussia durchgestartet. Ein gutes Omen?

Kroos: Schön wäre es.

Frage: Was spricht dafür?

Kroos: Wir werden das Spiel analysieren und uns davon nicht aus der Bahn werfen lassen. Wir sind nach wie vor Erster und werden versuchen, die Tabellenführung zu verteidigen. Wir werden nächste Woche eine Reaktion zeigen und unser Heimspiel gewinnen.

Frage: Ist der Druck jetzt durch die Niederlage wieder größer geworden?

Kroos: Wenn der FC Bayern verliert, ist der Druck immer gleich da. Unsere Aufgabe ist, die Tabellenführung zu verteidigen, egal ob wir drei oder sechs Punkte Vorsprung. Den Druck haben wir immer.

Frage: Gegen die Borussia hat der FC Bayern bereits seine fünfte Saisonniederlage in 18 Spielen kassiert. Stimmt Sie das nicht bedenklich?

Kroos: Noch einmal: Wenn wir am Ende mit zehn Niederlagen Erster werden, ist mir das auch egal.

Aufgezeichnet von Tobias Gonscherowski

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