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16. Spieltag

11.12.2011 | 15:30 Uhr

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  • Borussia Dortmund
  • 1 : 1
    1 : 0
  • 1. FC Kaiserslautern

13.12.2011 - 08:45 Uhr


"Die Konsequenz hat gefehlt"

Wieder nicht drin: Mats Hummels (o.) und die Dortmunder vergaben gegen Lautern zu viele Chancen

Der zwölfmalige Nationalspieler (M.) war nach Abpfiff ebenso enttäuscht wie Kollege Felipe Santana (r.)

In 104 Bundesligaspielen erzielte Hummels (M.), der früher auch als Stürmer spielte, elf Tore

Dortmund - Auf dem Platz hatte er noch geschimpft wie ein Rohrspatz, nach dem Spiel gab sich Mats Hummels deutlich entspannter - und betrieb Ursachenforschung für das unbefriedigende 1:1 des BVB gegen Kaiserslautern.
Mit 75 Prozent gewonnener Duelle war Hummels bester Zweikämpfer auf dem Rasen, doch drei Punkte für die Dortmunder wären dem Nationalspieler sichtlich lieber gewesen. Nach der Punkteteilung sprach der Innenverteidiger im Interview mit bundesliga.de über Sonntagsschüsse und schlechte Freistöße, über ein "relativ ruhiges" Stadion und das letzte Spiel der Hinrunde in Freiburg.

bundesliga.de: Mats Hummels, hat das Aus in der Champions League gegen Kaiserslautern noch nachgewirkt? Hat die Mannschaft das gedanklich noch mit in diese Partie genommen?

Mats Hummels: Nein, das war wirklich abgehakt für uns. Vielleicht hatte man zeitweise das Gefühl, dass es auf den Rängen noch etwas mitgespielt hat. Da war manchmal noch etwas Enttäuschung zu spüren. Die Fans haben zwar nach dem Ausgleich der Lauterer noch mal richtig Lärm gemacht für uns, was natürlich sehr schön war. Aber davor war es doch für Dortmunder Verhältnisse relativ ruhig im Stadion. Uns hat das direkt nicht beeinflusst, aber man hat es gemerkt.

bundesliga.de: Waren Sie etwas enttäuscht von der Stimmung? Hätten Sie sich mehr Unterstützung gewünscht?

Hummels: Nein, ich bin auf keinen Fall enttäuscht! Man kann einfach nicht in jedem Spiel so ein Feuerwerk auch auf den Rängen abbrennen. Das geht leider auf dem Rasen nicht immer. Und das geht auch auf den Rängen nicht immer. Die Fans sind von Leidenschaft getragen und wenn man in der Woche in der Champions League 45 Minuten lang ein emotionales Highlight hat, dann aber 45 Minuten so einen auf die Nase bekommt, dann dämpft das ganz einfach die Stimmung. Aber ob es herausragend laut ist oder nur normal laut - wir müssen ein besseres Spiel abliefern als das, was wir gegen Kaiserslautern gezeigt haben.

bundesliga.de: Was hat dem BVB dieses Mal gefehlt?

Hummels: Man muss zugestehen, dass wir insgesamt kein herausragendes Spiel gemacht haben. Wir waren klar überlegen und hatten die besseren Situationen, aber wir haben daraus zu wenig gemacht. Da hat manchmal die Konsequenz gefehlt. Und wir haben im Spiel nach vorne manchmal zu langsam agiert.

bundesliga.de: War es auch etwas dem fehlenden Glück geschuldet, dass der BVB nur ein Tor erzielen konnte? Chancen waren durchaus vorhanden.

Hummels: Lautern haut einen Sonntagsschuss rein, während wir allein vier Mal nur das Aluminium treffen. Vier Mal in einem Spiel - das habe ich in meiner Karriere bislang wirklich selten gesehen. Vor allem waren auch genügend Chancen dabei, bei denen der Torhüter der Lauterer nichts mehr hätte ausrichten können. Meinen Kopfball darf ich auch gerne mal rein machen, die Chance war sehr gut - aber er ist eben auch nur an den Pfosten gegangen. So läuft es manchmal. Das kommt vor, aber es war natürlich extrem bitter.

bundesliga.de: Wie groß war der eigene Drang, sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr in das Offensivspiel einzuschalten?

Hummels: Wenn es nicht so gut läuft für uns, ist dieser Drang natürlich umso größer. Wir hatten gerade in der Schlussphase noch viele Freistoßsituationen, die wir allerdings sehr schlecht ausgeführt haben. Wir hatten vier, fünf eigentlich gefährliche Freistöße im Halbfeld, die wir aber alle genau in die Arme von Lauterns Keeper Trapp geschlagen haben. Wenn man eine so kopfballstarke Mannschaft hat wie wir, dann sind das gleich eine ganze Reihe leichtfertig vergebener Chancen.

bundesliga.de: Dem BVB haben wiederum mit Subotic, Bender, Kehl oder auch Leitner einige wichtige Spieler verletzt gefehlt. Wird das auch langsam zum Problem?

Hummels: Mario Götze war auch angeschlagen und konnte nicht von Beginn an spielen. Man muss das alles kompensieren, aber irgendwann wird es auch schwierig. Wir haben im Moment das Pech, dass sehr viele Spieler ausfallen. Bislang haben wir das noch ganz gut hinbekommen. Aber wir warten natürlich darauf, dass bald wieder alle Jungs dabei sind, damit wir mehr Möglichkeiten haben.

bundesliga.de: Zum Abschluss der Hinrunde muss der BVB am Samstag in Freiburg antreten. Wären drei Punkte dort trotz des Remis gegen Kaiserslautern dann ein versöhnliches Ende der Hinrunde?

Hummels: Die drei Punkte gegen Lautern hätten wir gern mitgenommen, aber es ist so auch kein Weltuntergang. Wenn wir in Freiburg gewinnen sollten, könnte man sich mit dieser Hinrunde schon anfreunden. Vorher hätten wir wohl auch gesagt, vier Punkte aus diesen beiden letzten Spielen gegen Kaiserslautern und in Freiburg wären in Ordnung. Trotzdem ärgert es mich natürlich, dass wir nicht gewonnen haben. Das sind definitiv zwei Punkte, die am Ende im Kampf um einen guten Tabellenplatz fehlen werden.

Das Gespräch führte Dietmar Nolte

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