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Spieltag & Spielplan

15. Spieltag

03.12.2011 | 15:30 Uhr

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  • 1. FC Kaiserslautern
  • 1 : 1
    1 : 1
  • Hertha BSC

07.12.2011 - 08:28 Uhr


"Ein Punkt ist besser als keiner"

Maik Franz (2.v.l.) bestritt diese Saison sieben Partien für Hertha

Andre Mijatovic (2.v.r.) kommt in der 38. Minute für Franz in die Partie und gewinnt zwölf seiner Zweikämpfe

Markus Babbel sieht bereits das dritte Unentschieden seiner Berliner hintereinander

Kaiserslautern - Hertha Berlin gewinnt beim 1:1 in Kaiserslautern einen glücklichen Punkt, verliert aber Innenverteidiger Maik Franz mit einem Kreuzbandriss. Ohne Einwirkung eines Gegenspielers knickte Maik Franz in der Rückwärtsbewegung plötzlich um, sofort zeigte der Defensivspieler der Berliner an, ausgewechselt werden zu müssen. Nach 37 Minuten war das Spiel im Fritz-Walter-Stadion für den 30 Jahre alten Franz beendet.
Am Sonntag dann die bittere Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie. Für Franz ist die Saison wohl gelaufen. "Das ist ganz bitter, natürlich bin ich im ersten Moment total enttäuscht gewesen. Aber ich habe mein Schicksal jetzt angenommen und hoffe, dass die Operation gut verläuft und werde dann fighten", sagte Franz in einer ersten Stellungnahme.

Berliner gehen Innenverteidiger aus

Nach längerer Zeit war das Spiel in der Pfalz das erste von Beginn an für ihn - ein Comeback mit einem traurigen Ende. Für die Berliner verschärft diese Verletzung die enge Personalsituation in der Innenverteidigung. Erstmals saß Kapitän Andre Mijatovic in Kaiserslautern auf der Bank. "Ich hatte den Eindruck, dass er vom Kopf her eine Pause braucht", erklärte Hertha-Trainer Markus Babbel die Maßnahme. Am Morgen vor dem Spiel hatte Babbel seinem Kapitän die Gründe erklärt.

Dass er wegen der schweren Verletzung von Franz wieder schnell in die Mannschaft rutschte, nahm Mijatovic professionell: "Das gehört zum Geschäft. Es war ein komisches Gefühl auf der Bank zu sitzen, aber das Thema ist erledigt." Für Franz tat es dem Hertha-Kapitän aufrichtig leid. Mit Mijatovic und Roman Hubnik, dem Innenverteidiger-Duo aus dem Aufstiegsjahr, werden die Berliner die restlichen zwei Spiele der Vorrunde wohl in der zentralen Abwehr bestreiten.

Eigentor des Jahres

Hubnik hat zuletzt etwas an Form verloren und köpfte am Samstag auf dem Betzenberg völlig unbedrängt von einem Gegenspieler den Ball nach einer Flanke des Lauterers Christian Tiffert im Stile eines Mittelstürmers ins eigene Tor. Für dieses Eigentor des Jahres hatte der Tscheche hinterher keine schlüssige Erklärung, vielleicht beeinflussten ja der Regen und ungünstige Winde seine seltsame Aktion, vermutete Hubnik.

Neben Hubnik und Mijatovic steht nur noch der vielseitige Christian Janker, 26, als Alternative in der Innenverteidigung zur Verfügung. Aufgrund des langfristigen Ausfalls von Franz denkt Hertha-Manager Michael Preetz über eine Verpflichtung eines Innenverteidigers in der Winterpause nach.

Hertha mit Punkt zufrieden

In Kaiserslautern verteidigten die Berliner in der zweiten Halbzeit mit großer Kopfballstärke das glückliche 1:1, das Rafael in der 14. Minute erzielt hatte. Es war der einzige überzeugende Angriff der Berliner. Die Hertha wartet nun seit vier Spielen auf einen Sieg. "Aber ehrlich gesagt", erklärte Mijatovic, den sein Trainer in der zweiten Halbzeit als "Turm in der Schlacht" bezeichnete, "ist ein Punkt besser als keiner."

Am Freitag gegen den FC Schalke und zum Vorrundenabschluss eine Woche später in Hoffenheim kann der Aufsteiger seinen guten 19 Punkten noch ein paar hinzufügen. Dazu müsse man aber die Balance zwischen gutem Spiel in der Defensive und der Offensive finden, sagt Andre Mijatovic. "Bisher spielen wir entweder nur hinten oder nur vorne gut", sagt der Hertha-Kapitän.

Tobias Schächter

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