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15. Spieltag

04.12.2011 | 15:30 Uhr

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  • Hamburger SV
  • 2 : 0
    1 : 0
  • 1. FC Nürnberg

06.12.2011 - 10:32 Uhr


"Das ist kein Pech!"

Daniel Didavi absolvierte bisher 13 Bundesligaspiele für Stuttgart und Nürnberg

Gegen den HSV hatte sein Team ein Chancenplus, scheiterte aber zu häufig im Abschluss. Seit dieser Saison ist Didavi vom VfB Stuttgart an den FCN ausgeliehen

Für deutsche Junioren-Auswahlteams lief Didavi (M.) acht Mal auf und erzielte ein Tor (bei der U 21)

Hamburg - Das Lob kam von allen Seiten. Wieder einmal hat der 1. FC Nürnberg auswärts eine mehr als ordentliche Partie abgeliefert, aber wieder einmal musste der "Club" die Heimreise ohne Zählbares antreten.
Der Grund dafür ist hausgemacht: die Abschlussschwäche war nach der 0:2-Pleite in Hamburg das dominante Thema auf Seiten des FCN. "Das ist momentan wirklich der Hauptgrund für unsere Misere. Und das hat dann auch nichts mehr mit Pech zu tun. Dass wir die vielen, vielen Tormöglichkeiten leichtfertig vergeben, das liegt ganz alleine an uns. Das muss besser werden", fordert Mittelfeldspieler Daniel Didavi im bundesliga.de-Interview.

Der Leihspieler vom VfB Stuttgart hat aber auch die Lösung für das Problem, analysiert die Tabellensituation des FCN und blickt nach vorne auf die Partie gegen Hoffenheim.

bundesliga.de: Herr Didavi, wieder einmal war Nürnberg mindestens ebenbürtig, aber wieder einmal hat es auswärts nicht zu einem Punktgewinn gereicht. Können Sie das viele Lob da eigentlich noch hören?

Daniel Didavi: Nein, das ist das Allerschlimmste. Wir hätten dieses Spiel niemals verlieren dürfen. Wir waren gegen den HSV die bessere Mannschaft und hatten die klareren Chancen. Die Gegentore dürfen uns einfach nicht passieren.

bundesliga.de: Nach dem Sieg am vergangenen Spieltag war der "Club" eigentlich gut drauf.

Didavi: Es hat glaube ich jeder gesehen, dass wir durch den Erfolg gegen Kaiserslautern jede Menge Selbstvertrauen getankt haben. Wir waren ja auch gegen den HSV am Drücker. Und wenn wir das Tor machen und in Führung gehen, dann gewinnen wir die Partie auch.

bundesliga.de: Aber Nürnberg hat das Tor nicht gemacht. Woran liegt das?

Didavi: Das ist momentan wirklich der Hauptgrund für unsere Misere. Und das hat dann auch nichts mehr mit Pech zu tun. Dass wir die vielen, vielen Tormöglichkeiten leichtfertig vergeben, das liegt ganz alleine an uns. Das muss besser werden.

bundesliga.de: Wie kann Coach Dieter Hecking dieses Manko beheben?

Didavi: Wir können einfach nur weiter hart an uns arbeiten und weiter dafür trainieren. Und irgendwann werden wir sicherlich auch wieder für unsere Mühen belohnt.

bundesliga.de: Fünf Auswärtsniederlagen in Folge musste der FCN zuletzt in der Abstiegssaison 2007/08 einstecken. Wie schätzen Sie die Lage in der Bundesliga ein?

Didavi: Wir stecken im Kampf gegen den Abstieg, da reicht ein Blick auf die Tabelle. Vergleichende Statistiken sind aber fehl am Platz. Wir dürfen jetzt nur auf uns und nach vorne schauen. Aus den nächsten beiden Partien bis zur Winterpause sollten wir mindestens einen Sieg holen.

bundesliga.de: Sind die angeschlagenen Hoffenheimer da eher ein dankenswerter Gegner oder eher ein unangenehmer Gast?

Didavi: In unserer Situation gibt es keine einfachen oder schwierigen Gegner. Wir wollen das Spiel gegen Hoffenheim gewinnen. Und wenn wir die Leistung abrufen wie in Hamburg, dann ist das auch möglich - wenn wir denn unsere Chancen konsequenter nutzen.

bundesliga.de: Während es für das Team gerade nicht so gut läuft, sind Sie weiter im Aufwind. Wie bewerten Sie Ihre Leistungen der vergangenen Wochen?

Didavi: Ich habe es ja gesagt: Ich brauche nach meiner Verletzung einfach Einsätze, um auf 100 Prozent zu kommen. Ich fühle mich von Spiel zu Spiel besser. Und das macht sich auf dem Platz dann auch bemerkbar. Aber ehrlich gesagt ist mir meine eigene Leistung nach so einem Spiel völlig egal.

Das Gespräch führte Michael Reis

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