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Spieltag & Spielplan

14. Spieltag

26.11.2011 | 15:30 Uhr

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  • Hertha BSC
  • 3 : 3
    2 : 1
  • Bayer 04 Leverkusen

27.11.2011 - 21:04 Uhr


Der verhinderte Matchwinner

Eren Derdiyok (l., Klick aufs Bild zum Spielerprofil) erzielt in Berlin erstmals in seiner Bundesliga-Karriere...

...drei Treffer in einem Spiel. Dennoch ist er nach dem Abpfiff bedient

Denn für ihn (M.), Michael Ballack (r.) und ihre Leverkusener Kollegen reicht es bei Hertha BSC nur zu einem 3:3

Berlin - Vier Tore in drei Tagen, doch Eren Derdiyok war nach einer für ihn fast perfekten Woche trotzdem bedient. Wortlos verzog sich der Schweizer Nationalspieler nach seinem "Dreierpack" beim 3:3 von Bayer Leverkusen bei Hertha BSC in die Kabine. Zu tief saß offenbar der Frust über den vergebenen Sieg.
Dabei darf er sich persönlich als einer der Gewinner der letzten Woche beim "Werksclub" sehen. Beim so wichtigen Champions-League-Sieg gegen den FC Chelsea und der damit verbundenen vorzeitigen Qualifikation für das Achtelfinale traf er nur wenige Minuten nach seiner Einwechselung zum 1:1-Ausgleich. 2:1 stand es am Ende - und Bayer steht unter den besten 16 Teams Europas.

Zweiter Startelfeinsatz der Saison

Die Begegnung in der Hauptstadt am Samstag war dann erst sein zweites Spiel in dieser Saison über 90 Minuten. Zuletzt stand er beim 0:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 die komplette Spielzeit auf dem Rasen. Am ersten Spieltag.

Trainer Robin Dutt hatte in der Folge lange Stefan Kießling den Vorzug als Keilspitze bei Bayer 04 gegeben. Ein Zustand, der dem ehrgeizigen Derdiyok nicht gefallen konnte. Jetzt ließ er seinen Worten Taten folgen und hat nach seinen Saisontoren drei bis fünf im direkten Duell mit Kießling (drei Tore) zumindest zahlenmäßig die Nase vorne. "Dass Eren drei Tore gemacht hat, spricht für ihn", zeigte sich Dutt durchaus beeindruckt, trotzdem wäre dem Trainer ein Sieg lieber gewesen, um die gute Woche perfekt abzuschließen.

Lieber spektakulär als einfach

Wobei Derdiyok gegen Hertha ja alles versucht hat, um das Spiel für Bayer zu drehen. Bei seinem Fallrückzieher-Traumtor gegen den VfL Wolfsburg hatte Bayer-Sportchef Rudi Völler noch süffisant erklärt: "Das sind die Tore, die Eren macht - nicht die einfachen, sondern nur die Traumtore." Am Samstag in Berlin zeigte er sein gesamtes Repertoire: Zwei Mal ließ er Thomas Kraft im Eins-gegen-eins keine Chance. Beim 2:2 lupfte er den Ball mit der Hacke spektakulär über den Hertha-Keeper hinweg.

Wenn Derdiyok künftig noch häufiger Spektakel und Kaltschnäuzigkeit auf einen Nenner bringt, wird in Leverkusen kein Weg mehr an ihm vorbeiführen - auch wenn die Woche nur fast perfekt war.

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