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14. Spieltag

25.11.2011 | 20:30 Uhr

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  • 1. FC Köln
  • 0 : 3
    0 : 2
  • Borussia M'gladbach

29.11.2011 - 23:20 Uhr


FC vor wegweisenden Wochen

Lukas Podolski möchte aus den letzten vier Partien der Hinrunde noch mindestens vier Punkte holen

Michael Rensing kassierte schon 29 Treffer. Köln hat damit die zweitschlechteste Abwehr der Bundesliga

Stale Solbakken verlor mit dem FC die letzten beiden Partien (2:6 Tore)

Köln - Der 1. FC Köln bleibt in dieser Saison ein Verein der Extreme. Enge Spiele gibt es kaum mit Kölner Beteiligung, entweder glatte Siege oder herbe Niederlagen. Im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach enttäuschten die "Geißböcke" wieder einmal auf ganzer Linie und verloren verdient und chancenlos mit 0:3.
Für die Domstädter war es bereits die fünfte Niederlage in dieser Saison mit mindestens drei Toren Differenz. Nur ein einziges Mal kam der FC nach einem 0:1-Rückstand noch einmal zurück ins Spiel und zu einem Punktgewinn, beim 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern am 3. Spieltag. Ansonsten fiel die Mannschaft brutal auseinander. Gegen Wolfsburg (0:3) und Nürnberg (1:2), in Berlin (0:3) und Dortmund (0:5) und nun gegen die "Fohlen" (0:3).

Nach Rückstand folgt Einbruch

"Man kann einmal in Rückstand geraten, muss dann aber ganz normal weiterspielen", sagt FC-Keeper Michael Rensing verärgert. "Aber bei uns lief gar nichts mehr zusammen. Das große Problem war wieder, dass wir nach dem 0:1 einbrechen und auf gut deutsch gesagt keine Eier in der Hose haben. Wir bringen nichts mehr zusammen, uns fehlt die psychische und mentale Stärke und auch an die Qualität."

Der Torhüter, der selbst beim zweiten Gegentor, einem Freistoßtreffer von Juan Arango, nicht allzu gut aussah, rätselt über die Formschwankungen seines Vereins. "Wir können jeden schlagen, bekommen aber auch auswärts und jetzt auch zuhause regelmäßig einen auf den Deckel", hat Rensing genervt erkannt. "Das geht einfach nicht. Was gibt es denn Schöneres und Geileres als ein Derby? Das sollte Motivation genug sein. So zu verlieren, ist bitter. Wir müssen uns mal wieder bei den Fans entschuldigen."

Kölner mit großen Verletzungssorgen

Immerhin ehrt die Kölner die schonungslose Selbstkritik. Sie suchten nicht nach Ausreden und Entschuldigungen. Obwohl es auch Erklärungen für die Niederlage gibt. Denn ein Blick auf die Mannschaftsaufstellungen des Derbys genügt, um das Kölner Dilemma zu erkennen.

Trainer Stale Solbakken musste sein allerletztes Aufgebot gegen die vor Selbstvertrauen strotzende und eingespielte Borussia aufbieten. Auf der Bank der Kölner saßen nur noch die Feldspieler Pezzoni, Roshi, Makino, Freis sowie die Talente Weiser und Uth. Dem Norweger fehlt mit den verletzten bzw. gesperrten Spielern Jemal, Sereno, Petit, Chihi, Lanig und Novakovic praktisch eine halbe Mannschaft.

"Wir haben viele verletzte Spieler, die erst zurückkommen. Wir haben schon mit sechs Innen- und fünf Außenverteidigern gespielt. Das sind zu viele Änderungen in der Abwehr und der Viererkette", versucht Solbakken die Probleme zu erklären. "Wir haben aber auch gesehen, dass wir sehr gut defensiv über einen längeren Zeitraum spielen können. Aber wir haben zu viele Gegentore in diesem halben Jahr bekommen."

"Wollen 20-Punkte-Marke erreichen"

In den verbleibenden vier Spielen bis zur Winterpause geht es für den dreimaligen Deutschen Meister erst einmal um Schadensbegrenzung. "Wir wollen in der Hinrunde die 20-Punkte-Marke erreichen. Und dann wollen wir in der Rückrunde anders spielen", hofft FC-Torjäer Lukas Podolski.

"Es wird sehr schwierig bis Weihnachten", schätzt Stale Solbakken die Situation realistisch ein: "Wir haben zwei ganz schwere Auswärtsspiele in Stuttgart und München und zwei Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten aus Freiburg und Mainz. Diese vier Partien werden wegweisend."

In der vergangenen Saison holte der FC gegen diese vier Gegner zehn Punkte. In Stuttgart und München sind die Kölner seit Jahren ungeschlagen. "Wir sollten nicht zu sehr auf die Tabelle gucken", schlägt Kölns Vizekapitän Sascha Riether vor. "Wir müssen wieder zur alten Stärke zurückfinden und gewisse Dinge auf dem Platz wieder richtig machen. Dann können wir eine gute Rolle spielen. Das haben wir auch schon gezeigt." Und mehr als zwei Niederlagen hintereinander gab es für die Kölner in dieser Saison auch noch nicht. Ob es dabei bleibt?

Aus Köln berichtet Tobias Gonscherowski

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