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13. Spieltag

20.11.2011 | 15:30 Uhr

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  • VfB Stuttgart
  • 2 : 1
    1 : 0
  • FC Augsburg

23.11.2011 - 10:59 Uhr


Matchwinner Harnik: Mr. Unverzichtbar beim VfB

Komm' in meine Arme: Stuttgarts Khalid Boulharouz bedankt sich bei Doppeltorschütze Martin Harnik (r.)

Die beiden Torschützen im Duell: Sowohl Harnik (l.) als auch Augsburgs Tobias Werner hatten getroffen. Mit dem Unterschied...

...dass Harnik gleich zwei Mal einnetzte. Seine Saisontreffer fünf und sechs und für Stuttgart drei Punkte

Stuttgart - Am Ende hatte der Matchwinner des VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg sogar noch Historisches parat. "So ein schönes Tor nach einem Solo habe ich lange nicht mehr erzielt", meinte Martin Harnik nach der Partie gegenüber bundesliga.de und kam ins Grübeln. Dann wusste er Bescheid: "Das war in meinem ersten Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg - und wissen Sie was: Auch damals hieß mein Gegenspieler Dominik Reinhardt."
Was sich für einen Anhänger des VfB wie eine lustige Anekdote liest, hat für den Augsburger Linksverteidiger einen ganz bitteren Beigeschmack. Gleich an beiden Stuttgarter Toren war Reinhardt maßgeblich beteiligt, beim ersten Harnik-Treffer legte er den Ball unglücklich vor, beim zweiten ließ er sich vom Österreicher ordentlich verladen.

Anspruch Führungsspieler

Die Gründe für die erneute Augsburger Niederlage allerdings nur bei Reinhardt zu suchen, wäre ungerecht. Denn Harnik erwischte beim Stuttgarter Sieg über den FCA einen echten Sahnetag. Bereits in der ersten Halbzeit, in der die Schwaben nach den Worten von Sportdirektor Fredi Bobic die "schlechteste Saisonleistung" ablieferten, war Harnik noch eine der positiven Erscheinungen. Sein Treffer kurz vor dem Pausenpfiff löste beim VfB die Fesseln, in den zweiten 45 Minuten steigerten sich die Schwaben immens.

"Seit ich in Stuttgart spiele, habe ich den Anspruch, ein Führungsspieler zu sein", erklärte der Flügelspieler. In der Tat ist der österreichische Nationalspieler nicht zuletzt aufgrund seiner guten Leistungen in dieser Spielzeit zu einem Meinungsführer beim VfB herangewachsen. Sechs Treffer hat der 24-Jährige in dieser Saison bislang erzielt und ist aus der Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia nicht mehr wegzudenken.

"Den Schalter umgelegt"

Dabei überzeugt Harnik zuletzt nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des grünen Rasens mit klaren Worten und stichhaltigen Analysen. So auch nach der Partie gegen die Augsburger, die nach der knappen 1:2-Niederlage im Schwabenland weiter auf dem letzten Tabellenrang stehen. "In der ersten Halbzeit hat uns Augsburg gut zugestellt und wir hatten kaum Anspielstationen", sagte er. "Es war wichtig, dass wir dann in der zweiten Hälfte nach dem Ausgleich nochmal den Schalter umgelegt haben, denn wir haben in dieser Saison schon zu oft Punkte liegen gelassen."

Tatsächlich waren die drei Punkte für den VfB enorm wichtig. Nach drei sieglosen Spielen in Folge standen die Schwaben in der Tabelle am Scheideweg. Nach oben oder nach unten, war vor Augsburg die große Frage. Nun hat der VfB 21 Punkte auf der Habenseite, ein Polster, das die Stuttgarter immerhin auf den Platz 6 gehievt hat. Am kommenden Sonntag wartet dann in Bremen das nächste Highlight, bei dem Harnik, dann gegen seinen Ex-Club, wieder wirbeln soll.

Stammplatz gesichert

Denn klar ist: Labbadia setzt auf seinen schnellen Außenstürmer. Hatte sich der VfB-Coach gegen Augsburg mit der Hereinnahme von Ibrahim Traore für eine personelle Überraschung entschieden, steht Harnik bei allen denkbaren Taktik-Varianten seines Übungsleiters außer Frage. Es sind die Explosivität, die immense Laufstäre und der kühle Abschluss vor dem gegnerischen Tor, die den 24-Jährigen derzeit so unverzichtbar machen.

Groß feiern wollte der Doppeltorschütze seinen glanzvollen Auftritt allerdings nicht, wie er bundesliga.de bestätigte: "Ich werde mich jetzt ganz gemütlich zu Hause auf meine Couch legen und relaxen", meinte der Matchwinner mit einem schelmischen Lächeln. "Vielleicht verwöhnt mich meine Freundin ja noch ein wenig". Verdient hätte er sich das nach einem solchen nahezu perfekten Arbeitstag.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer

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