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Spieltag & Spielplan

13. Spieltag

20.11.2011 | 17:30 Uhr

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  • Hamburger SV
  • 2 : 0
    1 : 0
  • TSG 1899 Hoffenheim

22.11.2011 - 20:38 Uhr


"Das erste Ziel erreicht"

Marcell Jansen (M.) sorgt mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Es ist sein zweites Saisontor

Kollektiver Jubel in der HSV-Führungsriege. Thorsten Fink (r.) feiert seinen ersten Sieg als Hamburg-Trainer

Für den HSV ist es der erste Heimsieg seit dem 6:2 gegen Köln im März

Hamburg - Endlich!!! Mit dem 2:0 über 1899 Hoffenheim hat der Hamburger SV den "Heimfluch" besiegt. Seit dem 19. März hatte der Traditionsverein im eigenen Stadion nicht mehr gewonnen, zehn Spiele ohne Erfolgserlebnis.
Die Erleichterung in der Arena war bei allen Beteiligten förmlich greifbar. "Ich freue mich für die Jungs", so ein mit den Tränen kämpfender "Kult-Masseur" Hermann Rieger. Ausgelassen tanzten die Spieler nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Marco Fritz vor der Fankurve. "So ein Tag, so wunderschön wie heute", klang es von den Rängen.

Negativrekord abgewendet

Nach vier Unentschieden unter Thorsten Fink gelang nun endlich der ersehnte "Dreier". "Ich bin glücklich, dass der Negativrekord nicht mit meinem Namen in Erinnerung bleiben wird", freute sich Frank Arnesen. Der Sportdirektor spielte darauf an, dass im Falle eines weiteren sieglosen Spiels gegen Hoffenheim der "Bundesliga-Dino" die historische Serie von elf erfolglosen Heimspielen in Folge in der Zeit zwischen April 2006 und Januar 2007 eingestellt hätte.

"Wir haben die Abstiegsränge verlassen. Das erste Ziel haben wir erreicht", war Fink sichtlich erleichtert. Er habe "einfach keine Lust mehr gehabt, alle 14 Tage dasselbe zu sagen: Gut gespielt, aber nicht gewonnen. Das kann man nicht ewig machen. Das glaubt einem doch bald keiner mehr."

"Wir haben sehr gut nach hinten gearbeitet und uns belohnt für die letzten Wochen", war auch Abwehrchef Heiko Westermann nach dem ersten Spiel der Saison ohne Gegentor offensichtlich "ein Stein vom Herzen gefallen. Man darf nicht vergessen, dass wir unter Thorsten Fink noch kein Spiel gewonnen haben. Aber es war höchste Zeit, dass wir auch mal ein Spiel gewinnen."

Länderspielpause ein Segen

So sah es auch Paolo Guerrero, der seinen Club mit seinem 1:0 auf die Siegerstraße geführt hatte. "Es war wichtig, dass wir gewonnen haben. Ich fühle mich einfach super", sagte der Peruaner gegenüber bundesliga.de: "Der Trainer hat uns hervorragend auf den Gegner eingestellt. Er lässt immer offensiv spielen."

Daher habe der 27-Jährige, dem Arnesen eine "Super-Form" bescheinigte, auch keine Sorgen um seine bevorzugte Position in der Spitze, wenn der verletzte Mladen Petric ins Team zurückkehrt. "Dann spielen wir mit zwei Spitzen." Ein großer Vorteil sei die Länderspielpause gewesen, "ganz klar auch für die Psyche. Die frühen Gegentore in den letzten Partien haben wir so aus den Köpfen bekommen. Wir haben von Beginn an Druck gemacht."

"Auf diesem Sieg aufbauen"

In der Tat war bei den Hamburgern von Nervosität nichts zu spüren. "Wir wissen, was wir können", sagte Marcell Jansen bundesliga.de. "Auf diesem Sieg müssen wir aufbauen", blickte der 26-Jährige nach vorn. Wie Guerrero präsentiert sich auch Jansen, der unter Fink-Vorgänger Michael Oenning zeitweise bereits aussortiert war, seit Wochen in bestechender Form.

Sein vorentscheidender Treffer zum 2:0 war nach dem 2:2 in Leverkusen der zweite Treffer des Mittelfeldspielers in Folge. "Der Trainer vertraut mir, ich spiele", lautete die einfache Begründung dafür, dass er wieder in der Form sei, in der war, als er 36 Mal mit dem Adler auf der Brust für die Nationalmannschaft auflaufen durfte.

"In Ruhe Weihnachten feiern"

Zuversichtlich hatte sich der HSV bereits in den letzten Wochen gezeigt. "Unter Fink sehe ich von Spiel zu Spiel Fortschritte", so Arnesen. Jetzt gelte es, die Früchte der harten Arbeit der vergangenen Wochen zu ernten. Zeit, neue Ziele zu formulieren, nicht nur für den Trainer. Welche das sind, wollte Fink nicht verraten.

Auf jeden Fall aber soll es in der Tabelle "weiter nach oben gehen", gibt der 44-Jährige vor und stellt klar: "Ich habe mich in meinem Leben noch nie nach unten orientiert." Nach oben führen will auch Kapitän Westermann seine Mannschaft. "Warum sollen wir nicht auch in Hannover was reißen? Auf jeden Fall wollen wir noch ein paar Punkte einfahren und dann gemütlich Weihnachten feiern."

Aus Hamburg berichtet Jürgen Blöhs

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