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12. Spieltag

06.11.2011 | 17:30 Uhr

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  • FC Augsburg
  • 1 : 2
    0 : 2
  • FC Bayern München

Bundesliga

06.11.2011 - 19:31 Uhr


Bayern zittert sich zum Derby-Sieg

Der FC Augsburg beginnt im "Spiel des Jahres" gegen den FC Bayern zunächst bissig. Nach einer Ecke aber staubt Mario Gomez (l.) zu seinem 13. Saisontor ab (16.)

Zwölf Minuten später traf Franck Ribery (2. v. r.) per Flachschuss zum 2:0 (28.) - zur Pause hatten die Gäste das Geschehen klar im Griff

Nach dem Seitenwechsel weckte erst das Anschlusstor von Hajime Hosogai (r.) den Aufsteiger dann wieder auf (59.) - es entwickelte sich eine packende Schlussphase

Die Schwaben verlangten dem Spitzenreiter alles ab - aber es reichte einfach nicht zum Remis

Augsburg - Auch ohne Bastian Schweinsteiger bleibt der FC Bayern München in der Bundesliga das Maß aller Dinge. Im ersten Spiel nach dem Schlüsselbeinbruch des Mittelfeldmotors siegte der phasenweise zu nachlässige Rekordmeister beim Aufsteiger FC Augsburg knapp mit 2:1 (2:0).
Die Mannschaft von Jupp Heynckes baute dadurch die Tabellenführung vor Meister Borussia Dortmund wieder auf fünf Punkte aus. Anatoliy Tymoshchuk sah kurz vor Schluss (90.+3) noch die Rote Karte nach einem Foulspiel und wird ebenso wie Schweinsteiger vorerst fehlen. Die Schwaben rutschten derweil nach der dritten Heimniederlage auf den letzten Platz ab.

Im ersten schwäbisch-bayerischen Bundesliga-Derby hatten die Münchner nach Toren von Mario Gomez mit einem Abstauber per Kopf (15.) und Franck Ribery mit einem Flachschuss (28.) zunächst für klare Verhältnisse gesorgt. Hajime Hosogai machte es aber mit dem Anschlusstreffer in der 59. Minute noch einmal spannend.

Alaba ersetzt Schweinsteiger

Der Favorit wurde vom Aufsteiger eigentlich kaum einmal gefordert, brachte sich jedoch durch eine unkonzentrierte Leistung in der zweiten Hälfte selbst in Schwierigkeiten. Zu auffällig trat bis dahin die individuelle Überlegenheit der Bayern zu Tage.

Auch die neue Schaltzentrale im Mittelfeld wurde lange keinem Härtetest unterzogen. David Alaba, der für Schweinsteiger auflief, und Tymoshchuk bestimmten zwar weit weniger den Spielrhythmus als der fehlende Nationalspieler. Dennoch wurde der FCA relativ klar beherrscht.

FCA fehlen die Mittel

Augsburg stemmte sich insgesamt tapfer gegen den übermächtigen Gegner aus der Landeshauptstadt, aber die Mittel der Schwaben waren letztlich zu limitiert. Beim nach der Länderspielpause bevorstehenden Gipfel mit Borussia Dortmund wird sich die Heynckes-Elf gewiss einer größeren Herausforderung stellen müssen und ein ähnlicher Leistungsabfall wie in der zweiten Hälfte dürfte bestraft werden.

Der FCB begann das Spiel schon leicht unsortiert. Im Aufbauspiel leistete sich der Spitzenreiter manchen Fehlpass. Augsburg hielt mit großem Einsatz dagegen und konzentrierte sich zunächst auf eine gut geordnete Defensive. Die Elf von Trainer Jos Luhukay, die noch immer auf den ersten Heimsieg in der Bundesliga wartet, tastete sich über Konter nach vorne. Nach einem leichtfertigen Patzer von Tymoshchuk hatte dann Stürmer Sascha Mölders die erste gute Chance (9.).

Gomez steht goldrichtig

Die Klasse der Münchner, die in der Bundesliga das erste Mal seit Anfang März ohne Schweinsteiger antraten, offenbarte sich dann jedoch beim Führungstor. Ribery schlug einen Eckball präzise auf den Kopf von Daniel van Buyten. Der Belgier scheiterte zwar an Torhüter Mohamed Amsif, der anstelle des verletzten Stammkeepers Simon Jentzsch zu seinem Bundesliga-Debüt kam. Aber Gomez war zur Stelle und nickte per Kopf zu seinem 13. Saisontreffer ein.

In der Folge beherrschten die Bayern das Spiel deutlich, ohne aber die spielerische Dominanz der vergangenen Wochen zu zeigen. Ribery setzte sich dann halblinks im Strafraum gegen Dominik Reinhardt und Hosogai durch und schoss zu seinem sechsten Tor in dieser Spielzeit ein. Toni Kroos hätte in seinem 100. Bundesliga-Spiel schon kurz nach Wiederbeginn letzte leise Zweifel an einer Sensation beseitigen können, schoss aber daneben (48.).

Kapllani hat den Ausgleich auf dem Fuß

Augsburg bekam Oberwasser, als Hosogai überraschend der Anschluss gelang. Nach einer Ecke des starken Tobias Werner, der Rafinha vor einige Probleme stellte, köpfte Daniel Brinkmann den Ball quer zum Japaner. Hosogai zog direkt ab und auch ein Rettungsversuch von Alaba nutzte nichts mehr.

In der 83. Minute vergab dann der eingewechselte Edmond Kapllani die Riesenchance zum Ausgleich, als er freistehend an Neuer scheiterte. Der nimmermüde Einsatz der Schwaben wurde jedoch nicht mehr belohnt, Bayern zitterte sich zu den drei Punkten.

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