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Spieltag & Spielplan

11. Spieltag

29.10.2011 | 15:30 Uhr

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  • VfL Wolfsburg
  • 2 : 3
    1 : 2
  • Hertha BSC

01.11.2011 - 13:05 Uhr


Auswärts-Partien "spielen uns in die Karten"

Peter Niemeyer (2.v.r.) bejubelt mit seinen Teamkollegen die Auswärtspunkte sechs bis acht

Obwohl Niemeyer und seine Hertha-Kollegen im Gegensatz zu Wolfsburg unter der Woche im DFB-Pokal spielten, liefen die Berliner über zwei Kilometer mehr (119,6) als der VfL (117,4)

Niemeyer (r., mit Coach Markus Babbel) kam im Sommer 2010 von Werder Bremen zur Hertha

Wolfsburg - 1997 stiegen der VfL Wolfsburg und Hertha BSC gemeinsam in die Bundesliga auf. Dreizehn Jahre später mussten die Berliner den Gang zurück in die Zweitklassigkeit antreten. Aus Wolfsburg verabschiedeten sich die Hauptstädter mit einem Donnerschlag. Im Mai 2010 fegte der Absteiger den amtierenden Meister mit 5:1 vom Platz.
Das Gastspiel der "Alten Dame" in der 2. Bundesliga dauerte nur ein Jahr. Zu Saisonbeginn kam Hertha BSC zurück - und sorgte erneut für eine Überraschung in der Volkswagen Arena.

Zweite Niederlage für Magath im zwölften Spiel

Der Aufsteiger gewann am 11. Spieltag mit 3:2. Für Felix Magath war es erst die zweite Niederlage im zwölften Spiel gegen den Hauptstadt-Club. Zuletzt hatte Wolfsburgs Coach 2007 gegen die Berliner verloren - 1:2 im Olympiastadion, ebenfalls auf der Bank der "Wölfe".

Nach dem 2:3 am Samstag zollte Magath den Gästen Respekt und sprach von einem verdienten Sieg für die Berliner. Nach dem Erfolg bei Meister Dortmund, dem 2:2 beim HSV sowie dem 1:1 bei Europa-League-Starter Hannover 96 hat der Aufsteiger mit dem "Dreier" in Wolfsburg bereits acht Auswärtspunkte geholt.

"Es spielt uns in die Karten, wenn wir mit unseren schnellen Offensivspielern den Raum zum Kontern haben", beschreibt Peter Niemeyer das starke Auftreten der Berliner in der Fremde gegenüber bundesliga.de.

bundesliga.de: Herr Niemeyer, 3:2 gewonnen beim VfL Wolfsburg, der mit nur drei Gegentreffern in vier Heimspielen zuvor nach dem FC Bayern München die stärksten Defensivwerte im eigenen Stadion hatte. Wie haben Sie die Partie gesehen?

Peter Niemeyer: Ich glaube, wir haben richtig gut gespielt und hatten uns ja auch noch Chancen für weitere Tore herausgespielt. Besonders in der ersten Halbzeit haben wir es sehr gut gemacht. Nicht umsonst sind wir mit einer 2:1-Führung in die Pause gegangen.

bundesliga.de: Ein Tor, an dem sie beteiligt waren, wurde wegen Abseits' nicht gegeben. Normalerweise läuft ein Spieler, der tief im Strafraum steht, vor Ausführung des Freistoßes raus. Wenn Sie das gemacht hätten, hätte Adrian Ramos schon früher das 2:1 erzielt. Was war da los?

Niemeyer: Ich hatte das Gefühl, dass hinter mir noch jemand stand. Daher habe ich ja auch mit ihm den Treffer gefeiert.

bundesliga.de: Das war nicht der Fall.

Niemeyer: Dann war die Entscheidung des Schiedsrichters korrekt.

bundesliga.de: In der Vorwoche sprach ihr Trainer Markus Babbel noch von einem glücklichen Remis gegen Mainz, jetzt hat Wolfsburg-Coach Felix Magath einen verdienten Sieg für Hertha gesehen. Es fällt auf, dass Hertha im Olympiastadion Schwierigkeiten hat, das Spiel machen zu müssen. Sollten sie nicht am besten den Antrag stellen, immer auswärts spielen zu dürfen?

Niemeyer: (lacht) Das können wir unseren Fans nicht antun. Aber richtig ist, es spielt unserem Spiel in die Karten, wenn wir mit unseren schnellen Offensivspielern den Raum zum Kontern haben.

bundesliga.de: Nicht viele Mannschaften hätten nach dem 2.2 in der 84. Minute auf des Gegners Platz noch auf Sieg gespielt. Pierre-Michel Lasogga hat nur eine Minute nach dem Ausgleich die Hertha wieder in Führung und zum Sieg geschossen. War das geplant?

Niemeyer: Planen kann man das natürlich nicht. Aber nach einem Tor werden immer Emotionen freigesetzt. Sowohl bei der Mannschaft, die das Tor erzielt, als auch bei der, die es kassiert. Nach einem Tor sind die nächsten fünf Minuten immer gefährlich. Das haben wir verstanden.

bundesliga.de: 16 Punkte nach elf Spieltagen. Das ist für Herthas Ziel Klassenerhalt schon fast die halbe Miete...

Niemeyer: Moment. Unser Trainer hat nach dem Sieg in Dortmund gesagt, mit acht Punkten ist noch nie eine Mannschaft in der Bundesliga geblieben - das gilt auch für 16 Punkte.

bundesliga.de: Aber acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz sind doch ein beruhigendes Polster?

Niemeyer: Zwischen oben mitspielen und Abstiegskampf sind es in der Bundesliga nur Nuancen. Da ist es natürlich gut, dass wir die Punkte haben. Mitten im Abstiegskampf zu stecken und um jeden Punkt zittern zu müssen, ist bestimmt härter.

bundesliga.de: Am Mittwoch haben Sie und Ihr Team im DFB-Pokal 3:0 bei Rot-Weiss Essen gewonnen, nun das schwere Spiel gegen die Wolfsburger gespielt, die nicht von der Doppelbelastung betroffen waren. Das hat man der Mannschaft nicht angemerkt...

Niemeyer: Der Pokal ist für uns keine Doppelbelastung. Das Finale findet in Berlin statt, in unserem Stadion. Da wäre es doch schön, wenn wir dabei sind.

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs

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