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9. Spieltag

16.10.2011 | 17:30 Uhr

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  • 1. FC Köln
  • 2 : 0
    1 : 0
  • Hannover 96

Bundesliga

16.10.2011 - 19:27 Uhr


"Poldi" schießt 96 ab

Mato Jajalo (l.) kämpft mit Hannovers Karim Haggui. Köln gegen Hannover ist zunächst ein Spiel auf Augenhöhe...

Bis Nationalspieler Lukas Podolski (r.) mit diesem herrlichen Freistoß für die Kölner Führung sorgt

Für Podolski (3.v.r.) war es bereits das fünfte Saisontor

Das freut natürlich seinen Coach Stale Solbakken. 1:0 ist auch der Pausenstand

Nach der Pause kämpfen die Teams (hier Christian Eichner, l., und Mohammed Abdellaoue) weiter mit Haken und Ösen - doch die Kölner bleiben in Führung

Karim Haggui (l.) und 96 versuchen bis zum Schluss, den Ausgleich herzustellen. Doch es ist wieder Podolski, der in der 86. Minute für die Entscheidung sorgt - 2:0 ist der Endstand

Köln - Lukas Podolski hat Hannover 96 vor dem Spitzenspiel der Niedersachsen gegen Tabellenführer Bayern München den Sprung auf den 2. Tabellenplatz verwehrt.
Zum Abschluss des 9. Spieltages der Bundesliga verloren die Niedersachsen nach zwei tollen Treffern des Nationalspielers verdient mit 0:2 (0: 1) beim 1. FC Köln. Anstatt als Zweiter empfängt 96, das der Überraschungs-Saison aus dem Vorjahr den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte hatte folgen lassen, die Bayern am nächsten Sonntag als Tabellensiebter.

Podolski der "Held des Abends"

Die Kölner verbesserten sich durch den vierten Saisonsieg auf Rang 10 und haben bereits sechs Punkte Abstand auf den Relegationsplatz. Podolski, dessen Einsatz wegen Bandscheibenproblemen lange Zeit fraglich warm wurde zum Held des Abends. Zunächst war der gebürtige Pole mit einem sehenswerten Freistoß in der 24. Minute zum 1:0 erfolgreich, dann traf er in der 86. Minute nach einer tollen Einzelleistung zum Endstand. Für Podolski waren es bereits die Saisontreffer fünf und sechs im achten Einsatz.

Die Leistung der Gäste im ersten Durchgang war eines Aspiranten auf Rang 2 nicht würdig. Die Niedersachsen spielten so, als würde sie die Aussicht auf einen echten Gipfel gegen die Bayern eher lähmen statt zu beflügeln und hatten in der ersten Halbzeit kaum eine nennenswerte Offensivaktion.

Köln kommt gut ins Spiel

Die aktivere Mannschaft in den Anfangsminuten stellten die Kölner, die nach dem peinlichen 0:3 bei Hertha BSC auch ohne den verletzten Milivoje Novakovic um Wiedergutmachung bemüht waren. Ohne wirklich zu glänzen, überzeugte die "Geißbock"-Elf durch ihre Ordnung und ihren Einsatz. Den 96ern fehlten ohne den verletzten Ex-Nationalspieler Jan Schlaudraff im Spiel nach vorne die zündenden Ideen gegen die trotz einiger Ausfälle wie Kapitän Geromel zunächst sehr sattelfeste Kölner Abwehr. Defensiv stand aber auch Hannover gut, die Kölner fanden kaum einmal den Weg in den Strafraum.

Der Führungstreffer resultierte bezeichnenderweise aus einem Freistoß aus rund 22 Metern: Podolski ließ dabei dem gebürtigen Kölner Ron-Robert Zieler im 96-Tor mit einem sehenswerten Schlenzer keine Abwehrchance. Danach kam Hannover zumindest zu ersten Gelegenheiten durch Mohammed Abdellaoue (32.) und Emanuel Pogatetz (33.), dessen Kopfball FC-Keeper Michael Rensing mit einer Hand übers Tor lenkte.

Hektische Partie im zweiten Durchgang

Nach dem Wechsel wurde die Partie zunehmend hektischer. Mit einem Lattenschuss von Sergio Pinto hatte 96 die bis dahin beste Gelegenheit (50.), dann mussten die Kölner einen Schock verkraften. Der erst zur Pause für den ebenfalls angeschlagenen Miso Brecko ins Spiel gekommene Andrezinho verdrehte sich das Knie und musste vom Platz getragen werden. Der Brasilianer hat sich offenbar eine Innenbandverletzung zugezogen und muss sich am Montag einer Kernspin-Untersuchung unterziehen. Der gelernte Innen- und Linksverteidiger Tomoaki Makino musste fortan bei Köln rechts verteidigen.

96 schlug aber auch daraus lange kein Kapital, im Gegenteil: Adil Chihi besaß die große Gelegenheit zum 2:0, köpfte aber aus kurzer Distanz an die Latte (63.). Dem vermeintlichen Ausgleich durch Pinto verweigerte Drees wegen Abseits die Anerkennung (70.). Didier Ya Konan hatte im Abseits gestanden und nach Ansicht des Unparteiischen damit Rensing irritiert.

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