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8. Spieltag

30.09.2011 | 20:30 Uhr

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  • 1. FC Kaiserslautern
  • 0 : 2
    0 : 0
  • VfB Stuttgart

02.10.2011 - 21:01 Uhr


Wiedergutmachung gelungen

Khalid Boulahrouz (M. mit Cacau) war erstmals in der Bundesliga in einem Spiel an zwei Treffern beteiligt - er traf nach sechsteinhalb Jahren wieder und schlug erstmals eine Flanke, die zu einem Tor führte

Bruno Labbadias Stuttgarter haben nach acht Spieltagen 13 Punkte auf dem Konto - in der kompletten Hinrunde 2010/11 hatten die Schwaben nur zwölf Punkte gesammelt

Pavel Pogrebnyak (l.) ackerte bei seinem Startelfdebüt dieser Saison für zwei, der Russe lief von allen Spielern am meisten (12,6 Kilometer)

Kaiserslautern - Für das Selbstvertrauen des VfB Stuttgart kam das 2:0 beim 1. FC Kaiserslautern genau zum richtigen Zeitpunkt. "Der Sieg war gut und wichtig, gerade nach der Heimniederlage vergangene Woche gegen den HSV", meinte VfB-Trainer Bruno Labbadia.
Doch die Stuttgarter spielten nicht souverän, dazu gewährten sie den Pfälzern zu viele Torchancen, die diese allerdings nicht nutzen konnten. Und bei den eigenen Treffern profitierten sie zwei Mal davon, dass Lauterns Linksverteidiger Leon Jessen den Ball entweder in der Vorbereitung oder im Abschluss abgefälscht hatte.

Effiziente Schwaben

Doch im Gegensatz zum Gegner nutzen die Schwaben ihre Chancen, Cacau traf in der 52. Minute, Khalid Boulahrouz nach 69 Minuten. Beide Torschützen beendeten lange Torflauten, Stürmer Cacau traf erstmals nach 516 Minuten wieder, Verteidiger Boulahrouz erstmals seit sechs Jahren. Mehr Chancen kreierten die Stuttgarter aber trotz der Umstellung auf ein System mit zwei Stürmern nicht.

Pavel Pogrebnyak ackerte an der Seite von Cacau im Sturmzentrum. "Wir hatten das Gefühl, dass wir Pavel mal reinwerfen müssen. Er hatte angedeutet, dass er was bewegen kann mit seiner Wucht. Alles in allem hat er das taktisch gut gemacht", erklärte VfB-Trainer Bruno Labbadia, der die "Effektivität" seiner Mannschaft bei diesem Flutlichtspiel auf dem gefürchteten Betzenberg lobte.

"Leichte Siege gibt es nicht für uns"

Nach acht Spieltagen steht der VfB mit 13 Punkten ganz gut da. Ein klares Saisonziel wollen sie in Stuttgart aber nicht ausgeben. "Das Ziel ist, in jedem Spiel eine Mannschaft auf den Platz zu bringen, die alles gibt", sagt Labbadia. Auch in Kaiserslautern hat sich gezeigt, dass die Mannschaft an ihre Leistungsgrenze gehen muss, um erfolgreich zu sein.

"Leichte Siege gibt es nicht für uns", meinte Labbadia, der aber umgekehrt auch feststellte: "Wenn wir an unsere Grenzen gehen, sind wir auch nur schwer zu schlagen." Mit dieser Einstellung hat der VfB in der letzten Rückrunde immerhin 30 und nun 13 Zähler geholt. Doch richtig stabil wirkt die Mannschaft noch immer nicht, auch deshalb sagt Labbadia: "Der Grad zwischen Erfolg und Misserfolg ist bei uns sehr eng. Bei anderen Mannschaften ist er größer."

"Das müssen wir schnell wieder abstellen"

Der Trainer war froh, dass nach dem Negativerlebnis gegen den HSV, seine Spieler nun mit einem positiven Erlebnis in die zweiwöchige Länderspielpause geht: "Wir haben diese drei Punkte gebraucht", sagte Labbadia. Verwundert zeigte sich der Trainer, dass seine Mannschaft so viele Torchancen für den Gegner zugelassen hat: "Das ist ungewöhnlich für uns."

Offensivspieler Martin Harnik erklärte dazu: "Das müssen wir schnell wieder abstellen." Dem Österreicher machte die erstmalige Umstellung von einem System mit einem auf ein System mit zwei Stürmern nichts aus. "Ich spiele in beiden Systemen Rechtsaußen, von daher war alles nicht so neu für mich", sagte Harnik. Die Wiedergutmachung nach der HSV-Pleite ist dem VfB in der Pfalz also gelungen. Für die Stabilität und die Konstanz der Mannschaft wäre nun ein Sieg im kommenden Derby gegen 1899 Hoffenheim ein weiterer Fortschritt.

Tobias Schächter

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