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7. Spieltag

24.09.2011 | 15:30 Uhr

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  • FC Schalke 04
  • 4 : 2
    1 : 1
  • Sport-Club Freiburg

25.09.2011 - 21:19 Uhr


"Der Erfolg gehört Ralf Rangnick"

Die Schalke-Fans waren mit den Gedanken beim erkrankten Ralf Rangnick...

... und wünschten ihm mit zahlreichen Plakaten und Bannern gute Besserung

Auf dem Platz läuft es erst gar nicht rund: Papiss Cisse (r.) bringt die Freiburger früh in Führung

Aber in der 34. Minute ist der Bann gebrochen: Nach toller Vorarbeit von Raul markiert Jefferson Farfan (M.) den 1:1-Ausgleich und Schalke nimmt Fahrt auf

Schalkes Superstar Raul macht mit seinem Treffer zum 4:1 den Sack zu (75.). Am Ende heißt es 4:2 für die "Knappen"...

... und Schalkes Sportdirektor Horst Heldt ist sichtlich erleichtert

München - Ob Ralf Rangnick den 4:2-Sieg des FC Schalke 04 live im Fernsehen verfolgt hat, ist nicht bekannt. "Er wollte sich das Spiel auf jeden Fall anschauen und uns beide Daumen drücken", sagt Schalkes Sportdirektor Horst Heldt. Dass Rangnick auf Schalke gute Arbeit geleistet hat und bei den Fans ein hohes Standing hatte, wurde rund um die Partie gegen den SC Freiburg deutlich.
Immer wieder skandierten die Fans in der Nordkurve den Namen des Ex-Trainers. Und der Rest des Stadions stimmte mit ein. Zudem wünschten die S04-Anhänger Rangnick mittels zahlreicher Plakate und Banner gute Besserung.

"Ich hoffe, dass es ihm schon bald besser geht"

Die Spieler auf dem Rasen widmeten den Sieg ihrem Förderer. "Der Erfolg gehört Ralf Rangnick", betonte Ralf Fährmann, der ebenso wie seine Mitspieler am vergangenen Donnerstag von der Nachricht, dass der Fußball-Lehrer sein Amt wegen eines Erschöpfungssyndroms niederlegt, sehr getroffen wurde.

Lewis Holtby wünscht sich, dass Rangnick sich schnell erholt. "Ich hoffe, dass es ihm schon bald besser geht", sagte der deutsche Nationalspieler, der stolz auf sein Team war: "Nach den schwierigen Stunden zuletzt haben wir eine fantastische Reaktion gezeigt. Ein großer Dank gilt den Fans. Sie haben uns phänomenal unterstützt."

Kein Schnellschuss in der Trainerfrage

Doch nach dem Sieg gegen den SC Freiburg rückte die Frage nach dem Nachfolger Rangnicks in den Vordergrund. "Wir sind in Not geraten", sagte Heldt nach der Partie. Für die Suche nach einem Fußballlehrer, der Rangnicks Konzept des offensiven Fußballs mit jungen Spielern fortsetzen soll, setzte sich Heldt gleich mehrere Fristen.

"Wenn wir bis Dienstag keinen neuen Trainer haben, wird Seppo Eichkorn am Donnerstag wieder auf der Bank sitzen", erklärte er mit Blick auf das Europa-League-Spiel gegen Maccabi Haifa und ergänzte: "Und wenn wir bis Freitag keinen haben, dann auch am Sonntag in Hamburg."

Die Zeit, in der der langjährige Co-Trainer Eichkorn Chef bleibt, könnte also bis zur Länderspielpause reichen. "Wir brauchen keinen Schnellschuss", sagte Heldt und verwies auf den Erfolg ohne Chefcoach, der zwar mühsam, aber besonders wertvoll war: "Wir sind nicht führungslos, das haben wir gesehen. Trainerteam und Mannschaft haben es gut hinbekommen."

Eichkorn hat "keine Ambitionen, als Cheftrainer zu arbeiten"

Allerdings ist Interimscoach Eichkorn keine Dauerlösung. Der 55-Jährige, seit 1987 bis auf drei Intermezzi und ein paar einzelne Spiele immer Co-Trainer, stellt keine Ansprüche. "Ich habe keine Ambitionen, als Cheftrainer zu arbeiten", sagte er und fügte schmunzelnd an: "Das habe ich in meiner Jugend hinter mir."

Wie sehr Rangnicks plötzlicher Rücktritt alle auf Schalke schockiert hatte, war gegen Freiburg lange deutlich zu spüren. Eine Stunde lang kämpfte die Mannschaft mit ihren Nerven, leistete sich kleine und große Fehler wie den Patzer von Torhüter Ralf Fährmann vor dem 0:1 durch Demba Papiss Cisse (3.), mühte sich trotz des Ausgleichs durch Jefferson Farfan nach genialer Vorarbeit von Raul (34.) lange vergeblich um Ruhe, Ordnung und Spielkultur. Einen "Tanz auf der Rasierklinge" nannte es Eichkorn.

Spät, aber nicht zu spät spielte sie dann doch noch so, wie es sich Rangnick vorgestellt hatte: schnell, passsicher, überraschend - und erfolgreich. Klaas-Jan Huntelaar per Kopf mit seinem 13. Pflichtspieltor der Saison (62.), Lewis Holtby im Nachschuss (67.) und der überragende Raul nach einem Kabinettstückchen seines Landsmannes Jose Manuel Jurado (75.) krönten diesen spektakulären Sturmlauf. Dass der Ex-Schalker Erik Jendrisek noch verkürzte (83.), störte niemanden mehr.

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