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5. Spieltag

10.09.2011 | 15:30 Uhr

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  • 1. FSV Mainz 05
  • 0 : 4
    0 : 2
  • TSG 1899 Hoffenheim

13.09.2011 - 08:59 Uhr


Er schießt auch Tore

Ryan Babel schnürte gegen den 1. FSV Mainz 05 einen Doppelpack

Drei Siege aus den ersten fünf Spielen: 1899-Trainer Holger Stanislawski kann mit dem Saisonstart zufrieden sein

Hoffenheims Kapitän Andreas Beck (r.) legte gegen Mainz 10,73 Kilometer zurück

Mainz - Durch den 4:0-Auswärtserfolg beim 1. FSV Mainz 05 gewinnt 1899 Hoffenheim drei Punkte und das Zutrauen, dass diese Saison besser werden könnte als die vergangene. Besonders die Leistungssteigerung des zweifachen Torschützen Ryan Babel gibt Hoffnung.
Trotz des klaren Sieges war Trainer Holger Stanislawski "nicht wirklich zufrieden. Wir machen noch zu viele Fehler beim Passspiel und beim Umschalten von Angriff auf Abwehr", mäkelte der Trainer.

"Können noch besser spielen"

Immerhin gelang seiner Mannschaft zum ersten Mal ein Sieg gegen Mainz, seitdem dort der Trainer Thomas Tuchel heißt. "Damit wäre auch diese Serie beendet", freute sich Stanislawski. Natürlich war der Trainer "froh über das Ergebnis", aber seine Spieler könnten "noch besser spielen", fand Stanislawski. Das gelte auch für Ryan Babel, der in der Offensive eine ganz starke Leistung brachte. "Aber Ryan kann noch viel zielgerichteter sein Talent auf den Platz bringen", meinte der 1899-Trainer.

Das klingt wie eine Drohung nach der starken Leistung Babels in Mainz. Beim 2:0 kurz vor dem Halbzeitpfiff übernahm der Niederländer die Verantwortung und verwandelte einen Foulelfmeter. Beim 3:0 (74.) spielte er seine ganze Klasse aus und schloss einen Konter toll ab. "Man hat heute seine Klasse gesehen", freute sich Hoffenheims Manager Ernst Tanner. Beim FC Liverpool kam Babel nicht über den Status eines Alternativspielers hinaus, in Hoffenheim sollte es für den in Amsterdam geborenen Profi ein Neuanfang werden.

Babel ist angekommen

Doch das erste halbe Jahr nach seinem Wechsel im Januar dieses Jahres schien nur entstandene Vorurteile zu bestätigen: Babel sei nicht gierig genug, den letzten Schritt zum Klassespieler zu machen und vor dem Tor nicht effizient. "Es war doch nicht zu erwarten, dass er nach drei, vier Jahren, in denen er in Liverpool nicht voll im Rhythmus war, hier sofort einschlägt", sagte 1899-Manager Ernst Tanner, der Babel als Nachfolger für Demba Ba aus Liverpool geholt hatte. Die Erwartungen waren hoch an den eher feinfühligen Babel, der ja schon mit 16 Jahren in der ersten Mannschaft von Ajax Amsterdam debütierte und bislang nicht als Torjäger aufgefallen ist, weder in Amsterdam, noch in Liverpool, noch in Hoffenheim. "Ich bin auch zufrieden, wenn ich Tore vorbereite und die Mannschaft gewinnt", erklärte Babel.

Doch Stanislawski ist in diesen Sommer angetreten, um aus dieser Hoffenheimer Mannschaft und speziell aus Babel das Optimum herauszuholen. Babel sagt: "Der Trainer gibt uns viel Selbstvertrauen. Er weiß, was er will und wir wissen, was er will." Stanislawski lässt den vier offensiven Spielern die Freiheit des Positionswechsels. Diese variable Spielweise kommt dem schnellen, technisch hochbegabten Babel zugute.

Kaiser überzeugt als Salihovic-Ersatz

Zuletzt verzichtete Hollands Nationaltrainer Bert van Marwijk auf den Hochtalentierten. Nun hat sich Ryan Babel noch einmal viel vorgenommen - auch die Rückkehr in die holländische Nationalmannschaft, für die der WM-Teilnehmer 2006 bislang schon 40 Mal auflief.

Positiv war auch die Leistung von Dominik Kaiser, der für Sejad Salihovic in der Startelf debütierte. "Er hat das klasse gemacht", lobte Stanislawski den 22-Jährigen und kündigte an: "Wir werden künftig mehr Spielern aus der U 19 und U 23 bei uns die Chance geben, sich zu zeigen."

Tobias Schächter

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