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4. Spieltag

27.08.2011 | 18:30 Uhr

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  • Bayer 04 Leverkusen
  • 0 : 0
    0 : 0
  • Borussia Dortmund

28.08.2011 - 21:07 Uhr


"Näher am Sieg"

Glückwunsch: Neven Subotic (r.) bestritt am 4. Spieltag gegen Bayer Leverkusen sein 100. Bundesligaspiel im Trikot von Borussia Dortmund

Er hängte sich ordentlich rein: Subotic hatte im Spiel 94 Ballkontakte und gab 78 Pässe ab - Spitzenwert unter den BVB-Verteidigern

Dass das vermeintliche Tor von Mats Hummels nicht anerkannt wurde, bedauert er umso mehr

Leverkusen - Es war eine turbulente Partie zwischen dem BVB und Bayer Leverkusen - eine unterhaltsame Nullnummer im Duell Vizemeister gegen Meister.
Im Gespräch mit bundesliga.de lässt Dortmunds Neven Subotic das Spiel Revue passieren und spricht über kompakte Defensivleistungen und Reife auf dem Platz.

bundesliga.de: Neven Subotic, wie muss man dieses Spiel einordnen: Hat der BVB einen Zähler gewonnen oder zwei Punkte verloren?

Neven Subotic: Das ist schwierig zu sagen, weil das Spiel nicht so eindeutig verlaufen ist. Ich denke allerdings, wenn eine Mannschaft näher am Sieg war, dann waren wir das. Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir noch einmal richtig aufgedreht, sind häufig in den Leverkusener Strafraum gekommen und haben uns gute Chancen herausgespielt. Wir haben nur leider kein Tor geschossen - eigentlich ja schon, aber es wurde aberkannt. Allerdings muss man auch sagen, dass es in der ersten Halbzeit noch nicht so souverän aussah auf unserer Seite. Unterm Strich ist der Punkt in Ordnung, aber süßer hätte ein Sieg geschmeckt.

bundesliga.de: In der ersten Halbzeit hätte Leverkusen durchaus in Führung gehen können. Was war da los in der BVB-Abwehr?

Subotic: Natürlich hatte Bayer auch Chancen, aber insgesamt haben wir wenig zugelassen. Leverkusen ist wirklich eine starke Mannschaft mit schnellen Außenspielern. Über weite Strecken des Spiels haben wir das gut gelöst, aber es war ganz schwer zu verteidigen. Leverkusen hat ein sehr gutes Timing, die Stürmer spielen geschickt und entgehen oft um wenige Zentimeter dem Abseits. Darum ist zum Beispiel auch Schürrle durchgekommen und allein auf unser Tor zugelaufen.

bundesliga.de: In diesem Zusammenhang dürfen Sie sich einmal mehr bei Ihrem Torhüter Roman Weidenfeller bedanken.

Subotic: (lacht) Das ist ja sein Job! Nein, im Ernst, Roman weiß, dass wir das sehr an ihm schätzen, einen so starken Rückhalt zu haben. Wenn wir doch mal einen Ball durchlassen, dann ist er da. Darauf können wir uns verlassen.

bundesliga.de: Der BVB hat sich lange Zeit schwer getan, eigene Chancen herauszuspielen. War das dem starken Gegner geschuldet oder waren es eigene Probleme?

Subotic: Das lag zum Teil sicher am guten Defensivverhalten der Leverkusener, die es uns lange Zeit schwer gemacht haben. Sie sind viel gelaufen, haben gegrätscht und sich vor keinem Zweikampf gescheut. Wir kamen auch in der ersten Halbzeit bis 20, 30 Meter vor das gegnerische Tor, aber da stand Leverkusen dann sehr kompakt. Da gab es kaum Lücken für uns.

bundesliga.de: Hat Ihnen der Mangel an eigenen Torchancen Sorgen gemacht?

Subotic: Ich habe mir keine Sorgen gemacht, weil ein Spiel selten in den ersten Minuten entschieden wird. Natürlich ist es gerade für einen Verteidiger leichter zu spielen, wenn die eigene Mannschaft sofort in Führung geht. Aber wir sind ja nicht bei "Wünsch Dir was"! Du musst einfach dran bleiben und auf die Lücke oder den Fehler des Gegners warten. Dann musst du kaltschnäuzig sein. Und wir waren ganz nah dran. Zwei, drei Mal wäre der Ball in der zweiten Halbzeit fast im Tor gewesen. Aber am Ende hat Leverkusens Keeper dann auch fantastisch gehalten.

bundesliga.de: Die Maßgabe vor dem Spiel war, selbst vor allem sicher und kompakt zu stehen. Hat darunter anfangs das Offensivspiel gelitten?

Subotic: Das glaube ich nicht! Wenn wir kompakt stehen und früh verteidigen, dann entstehen für uns auch Räume in der Offensive. In der ersten Halbzeit haben wir das schon nicht schlecht gemacht, aber in der zweiten Hälfte sah es zweifelsohne noch besser aus. Da waren wir offensiv stärker, weil wir defensiv noch kompakter standen. Und wir haben die Überzahl gut genutzt und noch konsequenter unsere Chancen gesucht. Wir sind ruhig geblieben, haben schnell gespielt und sind mehrmals gut vor das Leverkusener Tor gekommen. Wir waren in dieser Phase am Drücker und auch ganz nah am Torerfolg.

bundesliga.de: Der BVB hat jetzt sieben Punkte auf dem Konto - eine zufriedenstellende Zwischenbilanz?

Subotic: Es kann immer besser sein, aber schlecht ist das keinesfalls. Wir haben zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon eine gewisse Reife gezeigt. Man hat bei uns schon in den ersten Spielen gesehen, dass wir an die letzte Saison anknüpfen können. Wir sind keine komplett andere Mannschaft, sondern gehen unseren Weg weiter. Man hat auch in Leverkusen in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir das Spiel kontrollieren können. Wir haben gezeigt, dass wir die Qualität haben und auch die nötige Ruhe und Konzentration. Das sind alles wichtige Charakteristika für die Zukunft, auf die wir aufbauen können.

Das Gespräch führte Dietmar Nolte

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