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Spieltag & Spielplan

16. Spieltag

11.12.2010 | 15:30 Uhr

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  • FC Bayern München
  • 3 : 0
    1 : 0
  • FC St. Pauli

Bundesliga

11.12.2010 - 17:20 Uhr


Perfekter Tag für die Bayern

Thomas Müller, der im Sturmzentrum agiert, probiert's artistisch mit einem Seitfallzieher, Moritz Volz kann nur zuschauen

In der 16. Minute schlägt dann Hamit Altintop (r.) eiskalt zu und wuchtet die Kugel in den rechten Winkel

Bastian Schweinsteiger (r.) gratuliert dem Türken zu seinem hammerharten ersten Saisontor

Wegen eines Fouls gegen Müller muss Thomas Kessler vom Feld, den anschließenden Elfer verwandelt Philipp Lahm

Den Schlusspunkt zum 3:0 setzt Ribery (l.) nach einem sehenswerten Sololauf

München - Die Fans von Bayern München hatten am Samstag gleich doppelten Grund zur Freude. Zum einen erfüllte der deutsche Rekordmeister im letzten Heimspiel des Jahres mit einem 3:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli die Vorgabe von Trainer Louis van Gaal, der bis zur Winterpause nur noch Siege gefordert hatte. Nach dem Abpfiff gab Nationalspieler Bastian Schweinsteiger dann vor den jubelnden Anhängern bekannt, dass er seinen Vertrag vorzeitig bis um vier Jahre bis 2016 verlängert hat.
"Mein Herz schlägt rot", rief Schweinsteiger den Zuschauern zu und: "Hoch lebe Bayern!" Der Mittelfeldspieler, dessen Kontrakt 2012 ausgelaufen wäre und der von mehreren europäischen Topclubs umworben war, hält mit seinem Club durch den fünften Heimerfolg in Serie Kontakt zu den Champions-League-Plätzen 2 und 3.

Traumtor von Altintop

Hamit Altintop erzielte mit einem sehenswerten Weitschuss in der 16. Minute die Führung für die Münchner. Philipp Lahm gelang per Foulelfmeter in der 72. Minute das 2:0. Vorausgegangen war ein Foul von Pauli-Keeper Thomas Kessler an Thomas Müller. Kessler sah dafür wegen Notbremse die Rote Karte (68.). Franck Ribery gelang dann in der 79. Minute sein erster Bundesligatreffer in dieser Saison. Kessler-Ersatz Mathias Hain war zuvor vom Franzosen, der unter der Woche schon in der Champions League beim 3:0 gegen Basel zwei Mal getroffen hatte, herrlich ausgespielt worden.

Der Sieg gegen St. Pauli war für die Bayern eine Saisonpremiere. Bisher konnten sie nach einem Erfolg in der Champions League in der Bundesliga nicht nachlegen. St. Pauli bleibt nach der sechsten Niederlage aus den vergangenen acht Spielen im Tabellenkeller.

St. Pauli beginnt stark

Die Gäste begannen äußerst aggressiv und ließen so die Münchner zunächst nicht zur Entfaltung kommen. Das Team von Trainer Holger Stanislawski hatte nach drei Minuten sogar die große Chance, in Führung zu gehen. Fin Bartels schoss aber freistehend über das Tor.

Nach gut zehn Minuten übernahmen aber die Bayern wie gewohnt die Initiative und drängten St. Pauli immer stärker zurück. Altintop belohnte dann auch schnell die Bemühungen der Gastgeber. Der Türke erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, lief ungehindert nach vorne und traf aus gut 22 Metern mit einem satten Rechtsschuss in den Winkel.

Das Tor gab den Münchnern noch mehr Sicherheit, St. Pauli wurde vor der Pause nur noch sporadisch gefährlich - so etwa in der 37. Minute, als Marius Ebbers verzog. Zuvor hatte Schweinsteiger bei einem Kopfball das 2:0 (23.) verpasst. In der 44. Minute rettete Kessler gegen Toni Kroos.

Contento rettet auf der Linie

Nach dem Wechsel hatten die Bayern dann aber erst einmal großes Glück, nicht den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Ebbers brachte das Kunststück fertig, zwei Meter vor dem Tor freistehend den auf der Linie postierten Diego Contento anzuschießen.

Für die Bayern war es offensichtlich ein Warnschuss zur rechten Zeit. In der Folgezeit dominierten sie wieder weitgehend die Partie und hatten durch Thomas Müller zwei gute Chancen. Zunächst traf der WM-Torschützenkönig nur den Außenpfosten (52.), dann parierte Kessler (55.). Müller agierte diesmal als einzige Spitze, da Torjäger Mario Gomez wegen eines Infekts passen musste.

Trotz der Münchner Überlegenheit hatte auch St. Pauli, das sich nie aufgab, noch die ein oder andere Gelegenheit. Eine hatte erneut Ebbers, der nach einer guten Stunde knapp verzog. Zudem hätte Bartels in Unterzahl fast den Anschluss erzielt, Anatoli Timoschtsch rettete aber auf der Linie.

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