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Spieltag & Spielplan

16. Spieltag

05.12.2008 | 20:30 Uhr

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  • FC Bayern München
  • 2 : 1
    0 : 0
  • 1899 Hoffenheim

Bundesliga

06.12.2008 - 01:44 Uhr


Last-Minute-Münchner! Bayern siegen im Mega-Duell

Die 60. Minute: Philipp Lahm setzt die Kugel zum Ausgleich in die Maschen

Die 60. Minute: Philipp Lahm setzt die Kugel zum Ausgleich in die Maschen

Der FC Bayern München hat den kecken Herausforderer und Überraschungstabellenführer 1899 Hoffenheim erst in der Nachspielzeit in die Schranken gewiesen.
2:1 (0:0) nach Toren von Vedad Ibisevic (49.), Philipp Lahm (60.) und Luca Toni (90.+2) hieß es nach dem Kräftemessen der beiden Besten in der Tabelle am Freitagabend.

"Es war von beiden Seiten ein hart geführtes Spiel und der Sieg am Schluss ist natürlich super", sagte Bayerns Trainer Jürgen Klinsmann nach dem Erfolg der Münchener.

Herbstmeisterschaft nicht entschieden

Die "Halbzeit"-Meisterschaft bleibt dadurch offen und wird erst am 17. Spieltag entschieden. Der psychologische Vorteil liegt nun aber auf Seiten der Bayern.

"Hoffenheim war die beste Mannschaft in der Bundesliga, die gegen uns in der Allianz Arena gespielt hat", sagte Klinsmann voller Respekt. Sein Gegenüber, Ralf Rangnick, nahm das Lob an, war dennoch untröstlich: "Wir sind natürlich total enttäuscht, dass wie hier nicht einen total verdienten Punkt mitgenommen haben. Am Spiel meiner Mannschaft gibt es nichts auszusetzen."

David-gegen-Goliath-Situation

Schon lange gab es kein Bundesligaspiel mehr, das von einem solch gigantischen Hype begleitet wurde.

Die Konstellation hätte aber auch kaum reizvoller sein können: Fulminanter Aufsteiger gegen etablierten Rekordmeister, die klassische David-gegen-Goliath-Situation. Oder um es in der Comicsprache zu formulieren: das kleine gallische Dorf gegen die scheinbar übermächtige römische Legion.

"Wir wollen einen Ausgang wie im Asterix-Heft", hatte Hoffenheims Trainer Rangnick vor dem Spiel gesagt.

Offensive Ausrichtung

Und zumindest, was die Aufstellung angeht, tat Rangnick auch seinen Teil für das prophezeite Spektakel. Mit Demba Ba, Vedad Ibisevic und Chinedu Obasi schickte der Coach des Aufsteigers auch in der Allianz Arena drei Stürmer ins Rennen.

Und das konnte sich sehen lassen. Hoffenheim versteckte sich beileibe nicht. Die Gäste machten zu Beginn sogar den gefährlicheren Eindruck, wenngleich sie Michael Rensing noch nicht ernsthaft prüften.

Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich aber die zu erwartende Rollenverteilung: Favorit Bayern bekam das Spiel in den Griff, dominierte, aber ohne zwingend vor dem Tor zu werden. Einzig Luca Toni tauchte in Halbzeit eins zwei Mal vielversprechend vor Daniel Haas auf (11., 13.), brachte den Ball aber nicht im Netz unter.

Ibisevic macht sein 18. Saisontor

Hoffenheim verließ sich bis zum Ende der ersten Hälfte auf Konter - und damit auf die Schnelligkeit seiner offensiven Abteilung. Allerdings fehlte Ibisevic und Co. da noch so manches Mal der Blick für den besser postierten Mitspieler.

Das änderte sich kurz nach der Halbzeit. Flanke Tobias Weis auf Ibisevic, Annahme am Elfmeterpunkt, Drehung, Schuss, Tor. Alle Münchner Bewacher hatte er da überrumpelt. 1:0 für Hoffenheim (49.). Ibisevics 18. Saisontreffer. Ein Schock für die Münchner.

Und Hoffenheim wollte mehr, setzte nach. Lucio und Daniel van Buyten leisteten Schwerstarbeit, um noch Schlimmeres zu verhindern. "Hier regiert der FCB", brüllten die Bayern-Fans mit einer Mischung aus Trotz und Hoffnung.

Toni versetzt das Stadion in Ekstase

Und tatsächlich, die Münchner Reaktion auf dem Platz folgte. Philipp Lahm markierte den Ausgleich (60.). Es war sein klassischer Treffer: Von links nach innen gezogen und dann mit Drive in die Maschen gehauen.

Das Gute an diesem Tor: Keines von beiden Teams ließ nach. Das Ziel lautete für beide: drei Punkte. Toni köpfte die Kugel zwei Mal haarscharf am Tor vorbei (68., 73.). Der eingewechselte Sejad Salihovic (87.) scheiterte aus glänzender Position an Rensing.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf Toni dann doch noch, der Bayern-Anhang jubelte wie schon lange nicht mehr - auch ein eindrucksvolles Zeichen dafür, was sich Hoffenheim in seinem ersten halben Jahr Bundesliga-Zugehörigkeit erarbeitet hat.

Aus der Allianz Arena berichten Michael Gerhäußer und Fatih Demireli

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