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30.08.2012 19:03:10
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Vollstrecker im Strafraum

Bernd Klotz (l.) erzielte in 106 Bundesliga-Spielen für den BVB 27 Tore. Insgesamt war er 59 Mal in der Bundesliga erfolgreich
250 Mal lief Bernd Klotz zwischen 1978 und 1990 in der Bundesliga auf. Der physisch starke Mittelstürmer erzielte dabei 59 Tore. Seine größten Stärken besaß er innerhalb des Sechzehners.


Bei bundesliga.de nennt der gebürtige Pforzheimer, der heute in Köln lebt, seine Top 10 der besten Strafraumspieler der achtziger Jahre.

1. Manfred Burgsmüller: Mit "Manni" habe ich in Dortmund einige Zeit zusammen gespielt und ihn immer bewundert. Er war kein richtiger Mittelstürmer, sondern verteilte auch häufig im Mittelfeld die Bälle. Durch sein gutes Spielverständnis hat er auch viele Tore vorbereitet. Im Strafraum lauerte er auf seinen Moment und stand einfach immer goldrichtig. Das war absoluter Wahnsinn!

2. Karl-Heinz Rummenigge: "Kalle" war ebenfalls kein reiner Strafraumspieler, sondern war insgesamt kaum aufzuhalten. Er war schnell, dribbelstark und hatte einen guten Schuss. Er ist häufig von halblinks nach innen gezogen und hat dann mit rechts abgeschlossen - auch von außerhalb des Sechzehners.

3. Rudi Völler: Rudi war ein mitspielender Stürmer ohne Schwächen. In den Achtzigern schoss er für Bremen 97 Tore in 137 Bundesliga-Spielen. Zuvor hatte er für 1860 München in der 2. Bundesliga 37 Saisontore geschossen. Diese Torquote spricht für sich.

4. Karlheinz Riedle: Völlers Nachfolger bei Werder Bremen folgt ihm auch in meiner Top 10. "Kalle" schaffte direkt in seinem ersten Bremer Jahr, was Rudi verwehrt geblieben war: Er wurde mit Werder Deutscher Meister. Er war ein beweglicher Mittelstürmer mit einem fantastischen Kopfballspiel. Wie Völler wurde auch Riedle 1990 Weltmeister.

5. Jürgen Klinsmann: Der dritte Weltmeister in meiner Rangliste. Jürgen war unglaublich schnell und kam deshalb gerne aus der Tiefe oder wich auf die Außen aus. Wenn er einmal in Fahrt war, konnte ihm kaum ein Abwehrspieler folgen. Er war ein toller Individualist, der weniger als Vorbereiter in Erscheinung trat.

6. Fritz Walter: Fritz war ein Vollstrecker. Er bewegte sich nicht so viel, sondern hielt immer seine Position in der Spitze. Im Strafraum war er aber kurz und trocken, ein wenig wie Gerd Müller. Seine Tore waren sicher nicht die schönsten, aber er war unglaublich effektiv. In Mannheim und Stuttgart hat er immer seine Tore gemacht.

7. Horst Hrubesch: Horst war ein bulliger Mittelstürmer, der in der Luft kaum zu verteidigen war. Mit seiner Physis hielt er sich die Gegenspieler vom Leib. Aber trotz seiner Größe besaß er auch ein feines Füßchen. Hrubesch hatte großen Anteil an den beiden Hamburger Meisterschaften zu Beginn der achtziger Jahre.

8. Klaus Allofs: Von seiner Spielweise eher etwas unauffälliger war er nichtsdestotrotz sehr erfolgreich. Er war technisch stark, kaum vom Ball zu trennen und einen ganz starken linken Fuß. Mit links schoss er auch vornehmlich seine Tore - egal ob innerhalb oder außerhalb des Sechzehners.

9. Klaus Fischer: Klaus wäre in einem anderen Zeitraum weiter vorne gelandet. Da er aber in den Achtzigern "nur" 67 seiner insgesamt 268 Bundesliga-Tore erzielte, steht er auf Rang 9. Im Strafraum beherrschte er das ganze Spektrum: Abschluss mit rechts, links, dem Kopf und natürlich per Fallrückzieher. Meistens war der Ball anschließend im Tor. Er profitierte sehr vom damaligen Spielsystem mit zwei Außenstürmern.

10. Dieter Müller: Dieter hatte den perfekten Körperbau für einen Mittelstürmer. Er war groß und robust, hatte seine Stärken dennoch nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden. Er war immer heiß auf Tore, unabhängig vom Spielstand. Ähnlich wie Klaus Fischer erzielte er den Großteil seiner Treffer aber bereits in den Siebzigern.

Bernd Klotz (Geb. 08.09.1958) ist heute Finanzberater bei der Wüstenrot AG. Als Spieler absolvierte der Mittelstürmer 250 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Waldhof Mannheim und Fortuna Düsseldorf. Er erzielte dabei 59 Tore. Außerdem lief er 36 Mal für Fortuna Düsseldorf und Fortuna Köln in der 2. Bundesliga auf (6 Tore). Mit dem VfB Stuttgart gewann er 1975 die deutsche A-Jugendmeisterschaft. 1979 wurde er mit den Profis der Schwaben Vizemeister. Mit Fortuna Köln schaffte er 1989 den Aufstieg in die Bundesliga.


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