Historie
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26.07.2012 15:13:31
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Das Vereinswappen im Herzen

301 Mal lief Lars Ricken für Borussia Dortmund in der Bundesliga auf und schoss 49 Tore. Zwei davon gegen Schalke 04
Köln - Fast 20 Jahre spielte Lars Ricken für Borussia Dortmund. 1990 wechselte er als 14-jähriges Talent von Eintracht Dortmund zum großen BVB und blieb dem Verein bis zum Ende seiner Karriere 2009 immer treu. Vereinswechsel? Fehlanzeige!


Bei bundesliga.de nennt der 16-fache Nationalspieler seine Top 10 der Spieler, die in der Bundsliga ebenfalls nur für einen Club spielten.

1. Michael Zorc (463 Bundesliga-Spiele, Borussia Dortmund): Michael ist einer der Spieler, denen ich als Fan von der Südtribüne immer zugejubelt habe. Er hatte als Spieler und heute als sportlicher Leiter sehr großen Anteil an den großen Erfolgen des BVB. Nie vergessen werde ich seinen lebenswichtigen Elfmeter in der Relegation 1986 gegen Fortuna Köln. Wer weiß, wie die Klubgeschichte bei einem Abstieg verlaufen wäre.

2. Günter Kutowski (288 Bundesliga-Spiele, Borussia Dortmund): Mit "Kutte" habe ich noch zusammengespielt. Ein knallharter Innenverteidiger, der in meiner Elf der besten Dortmunder aller Zeiten einen Stammplatz hätte. Im Training musste ich oft gegen ihn ran und das war für einen Offensivspieler kein Vergnügen. Noch heute treffen wir uns regelmäßig, denn wir besuchen dasselbe Fitnesstudio.

3. Hannes Löhr (381 Bundesliga-Spiele, 1. FC Köln): Hannes Löhr habe ich als Spieler nicht mehr erlebt, dafür aber als Trainer in der U21-Nationalmannschaft. Er ist ein feiner Kerl und hat mir in der ersten schwierigen Phase meiner Karriere sehr geholfen. Er hat mir den Spaß am Fußball zurückgebracht, nachdem ich für die WM 1998 nicht nominiert worden war.

4. Klaus Augenthaler (404 Bundesliga-Spiele, FC Bayern München): Obwohl Klaus bei Bayern München spielte, habe ich ihm immer gerne zugesehen. Seine Präsenz und Technik waren für einen Defensivspieler überragend. Er war der personifizierte Siegeswille. Ein Beispiel dafür: Beim Abschiedsspiel von Julio Cesar hat er mich so hart von den Beinen geholt, dass ich dachte, ich könnte nie wieder aufstehen. Dann hat er mir die Hand gereicht und sich entschuldigt.

5. Dieter Eilts (390 Bundesliga-Spiele, Werder Bremen): Gegen Dieter habe ich in meiner Karriere viele Spiele bestritten. Ein sehr unangenehmer Gegenspieler, bei dem man schon einmal die eine oder andere Blessur davontrug. So hart es auch sportlich zur Sache ging, menschlich ist Dieter ein sehr angenehmer Zeitgenosse.

6. Wolfgang Weber (356 Bundesliga-Spiele, 1. FC Köln): Wolfgang Weber war mein Stützpunkttrainer in Duisburg, der mir viele wichtige Tipps gegeben hat. Insbesondere meine Schusstechnik hat er entscheidend mitgeprägt. Legendär, wie er als Spieler 1965 gegen Liverpool trotz gebrochenen Wadenbeins durchspielte, da man damals noch nicht auswechseln durfte.

7. Manfred Kaltz (581 Bundesliga-Spiele, Hamburger SV): Manni war eines der großen Idole meiner Kindheit. Wenn ich mit meinen Freunden gekickt habe, war ich häufig Manni Kaltz. Seine Flanken haben die Bundesliga geprägt. Wenn ich später im Training scharfe Hereingaben geübt habe, wollte ich es immer so machen wie er.

8. Bastian Schweinsteiger (271 Bundesliga-Spiele, FC Bayern München, Stand: 26.07.2012): Bastian ist der einzige noch aktive Spieler in meiner Top 10, aber er ist schon jetzt ein absolutes Aushängeschild des FC Bayern München. Für jeden Verein ist es wichtig, Spieler aus der eigenen Jugend an die Profis heranzuführen. Dadurch wird die Identifizierung der Fans mit der Mannschaft enorm gefördert.

9. Berti Vogts (419 Bundesliga-Spiele, Borussia Mönchengladbach): Als Spieler kenne ich Berti Vogts nur aus Erzählungen. Bis heute gilt er als Prototyp des knallharten "Wadenbeißers". Unter ihm als Bundestrainer machte ich 1997 gegen Armenien mein erstes Länderspiel. Ich wurde zur Pause beim Stande von 0:0 eingewechselt. Mit einem Schuss traf ich leider nur das Lattenkreuz. Schlussendlich gewannen wir klar mit 4:0.

10. Felix Magath (306 Bundesliga-Spiele, Hamburger SV): Als Trainer ist Felix Magath in Deutschland herumgekommen, aber als Spieler spielte er in der Bundesliga, auch wenn er seine Profikarriere in Saarbrücken begann, nur für den HSV. Er ist untrennbar mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte verbunden: 1983 erzielte er im Finale des Europapokals der Landesmeister das goldene Tor gegen Juventus Turin.

Lars Ricken ist seit 2008 Nachwuchskoordinator bei Borussia Dortmund. Als Spieler bestritt der gebürtige Dortmunder zwischen 1994 und 2007 301 Bundesliga-Spiele für den BVB und erzielte dabei 49 Tore. Mit der Borussia wurde er 1995, 1996 und 2002 deutscher Meister. Außerdem gewann er 1997 die Champions League sowie den Weltpokal. Sein Tor zum 3:1-Endstand gegen Juventus Turin im Champions League Finale Sekunden nach seiner Einwechslung wurde zum "Tor des Jahres 1997" und "BVB-Tor des Jahrhunderts" gewählt. Ricken durchlief alle Jugendnationalmannschaften des DFB und wurde mit der U16 1992 Europameister. Für die A-Nationalmannschaft lief er insgesamt 16 Mal auf (1 Tor).


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