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17.05.2012 11:17:16
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Breisgau-Brasilianer und Hamburger Idole

Richard Golz (M.) trug lange das Hamburger Trikot, später stand er dem HSV dann mit dem SC Freiburg gegenüber
Richard Golz bestritt zwischen 1987 und 2005 453 Bundesliga-Spiele. 273 dieser Partien bestritt der gebürtige Berliner für den Hamburger SV, 180 für den SC Freiburg. Er ist der Rekordtorhüter beider Klubs. Dies ist einmalig in der Bundesliga.


Bei bundesliga.de stellt er seine Rangliste der besten Torhüter der Freiburger und Hamburger Bundesliga-Geschichte vor.

1. Heinz-Josef Koitka (HSV): Jupp war mein Lehrmeister, als ich als junger Torwart zum HSV kam. Obwohl wir Konkurrenten waren, hat er mir sehr viel beigebracht. Von seiner Ruhe und Erfahrung habe ich enorm profitiert. Auch als ich 1988 Stammtorwart wurde, blieb unser Verhältnis freundschaftlich. Ich bin ihm bis heute sehr dankbar.

2. Rudi Kargus (HSV): Rudi war in Hamburg eine Zeit lang mein Torwarttrainer. Als Torwart war er der Inbegriff des Elfmetertöters und hat mit dem HSV viele Titel geholt. Er ist ein feiner Kerl und besonderer Charakter. Es passt zu ihm, dass er jetzt Maler ist.

3. Uli Stein (HSV): Uli hat bis ins hohe Alter immer Topleistungen abgerufen. Er war ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Hamburger Zeit in den achtziger Jahren. Er ist ein Charakterkopf, der wegen seiner direkten Art öfter aneckte. Seine Einstellung war immer hochprofessionell.

4. Jörg Schmadtke (Freiburg): Jörg ist der erste Freiburger in meiner Rangliste. Er war der Torwart, mit dem der Sportclub das erste Mal in die Bundesliga aufgestiegen ist und war Teil der legendären "Breisgau-Brasilianer". Er ist bis heute in Freiburg eine Kultfigur.

5. Oliver Baumann (Freiburg): Oliver ist für mich der Inbegriff des modernen, mitspielenden Torwarts. Er hatte in den letzten beiden Jahren großen Anteil am Freiburger Erfolg und ist trotz seiner noch jungen Jahre ein sicherer Rückhalt.

6. Frank Rost (HSV): Frank kam in der Winterpause der Saison 2006/07 in einer ganz schwierigen Phase zum HSV und hatte großen Anteil daran, dass man letztendlich mit dem Abstieg nichts zu tun hatte. Er spielte viereinhalb Jahre für Hamburg und brachte immer seine Leistung.

7. Hans-Jörg Butt (HSV): Hans-Jörg war mein Konkurrent Nachfolger im Hamburger Tor. Dennoch haben wir uns immer gut verstanden. Er hat aus seiner Karriere das absolute Maximum herausgeholt und es freut mich für ihn, dass er auf seine älteren Tage beim FC Bayern noch zum Titelsammler wird.

8. Martin Pieckenhagen (HSV): Martin hat durch seine direkte und selbstbewusste Art Eindruck gemacht. Er wurde in Hamburg mit fast 30 Jahren zum Stammtorwart und hat seine Sache gut gemacht.

9. Stefan Wächter (HSV): Stefan war ein großartiges Talent. Leider musste er aufgrund von Verletzungen seine Karriere viel zu früh beenden und ist heute Sportinvalide. Er wurde in der Winterpause 2006/07 von Frank Rost als Stammtorhüter abgelöst, da man im Abstiegskampf auf die Erfahrung von Frank setzte.

10. Simon Pouplin (Freiburg): Simon schaffte 2009 mit dem Sportclub den Aufstieg in die Bundesliga und war auch eine Etage höher ein sicherer Rückhalt. Er musste wegen einer Verletzung seinen Platz im Tor an Oliver Baumann abgeben. Dieser überzeugte so sehr, dass Pouplin nur noch die Nummer zwei war.

Richard Golz ist heute Torwart- und Co-Trainer der zweiten Mannschaft des Hamburger SV. Bei den Hamburgern begann Golz auch seine Bundesliga-Karriere. Der Torwart bestritt zwischen 1987 und 2006 insgesamt 452 Bundesliga- und 40 Zweitliga-Spiele für den HSV und den SC Freiburg. Von 2006 bis 2008 war er noch Ersatztorwart bei Hannover 96, kam dort aber nicht mehr in der Bundesliga zum Einsatz. Seine beste Platzierung in der Bundesliga war Rang 4 mit dem HSV in der Saison 1988/89. Mit Freiburg stieg er zwei Mal in die Bundesliga auf und qualifizierte sich 2002 überraschend für den UEFA-Cup.


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