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15.03.2012 18:44:13
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Hamburgs Helden der Achtziger

Höhepunkt in der Nationalmannschaft: Ditmar Jakobs (l.) und sein Teamkollege Felix Magath vor dem WM-Finale 1986
Ditmar Jakobs kam 1979 vom MSV Duisburg zum Hamburger SV und absolvierte bis 1989 323 Bundesliga-Spiele für die Hanseaten. Kein anderer Spieler absolvierte in den achtziger Jahren so viele Bundesliga-Spiele für den HSV wie der Vize-Weltmeister von 1986 - 306 an der Zahl.


Bei

bundesliga.de

nennt der ehemalige Abwehrspieler die tragenden Säulen des erfolgreichsten Jahrzehnts der Hamburger Bundesliga-Historie und erklärt, warum er keinen herausheben möchte.

"Eins vorweg: In den achtziger Jahren haben viele tolle Spieler beim HSV gespielt. Meiner Meinung nach stechen acht Akteure heraus, die das Gerüst der Mannschaft bildeten, die 1982 und 1983 deutscher Meister wurde sowie 1983 den Europapokal der Landesmeister gewann. Diese Spieler hatten großen Anteil an den Erfolgen, deswegen habe ich sie alle an die erste Stelle gesetzt.

1. Jürgen Groh:

Jürgen trug den Spitznamen "Lunge" - und das zu Recht. Er war ständig unterwegs und war ein überragender Sechser.

1. Horst Hrubesch:

Über Horst muss man eigentlich kaum große Worte verlieren. Er war ein absoluter Siegertyp und ging immer vorneweg. Der perfekte Führungsspieler.

1. Manni Kaltz:

Manni war der große Schweiger. Er hat lieber seine Leistung sprechen lassen und die war sensationell. Er war im Team unangefochten.

1. Felix Magath:

Felix war wahrscheinlich der beste Spielmacher, der je beim HSV gekickt hat. Er war ein typischer Zehner mit einzigartigen Fähigkeiten.

1. Jürgen Milewski:

Jürgen war unser kleiner Zocker, unser Joker. Er stieß immer wieder in die Lücken, die ihm seine Teamkollegen rissen und war enorm torgefährlich.

1. Uli Stein:

Uli war unumstritten und für mich der beste Torwart der Hamburger Bundesliga-Geschichte. Er war vielleicht ein bisschen verrückt, aber das gehört zu einem guten Torwart dazu.

1. Thomas von Heesen:

Thomas war zunächst der Youngster im Team und entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einer großen Persönlichkeit. Ein toller Spieler, der ähnliche Qualitäten wie Felix Magath verkörperte.

1. Bernd Wehmeyer:

Bernd lief aufgezogen wie ein elektrischer Hase die linke Außenbahn auf und ab. Ernst Happel hatte den richtigen Riecher, als er ihn vom Stürmer zum Verteidiger umschulte.

9. Wolfgang Rolff:

Wolfgang kam erst nach der Meisterschaft 1982 nach Hamburg und bildete fortan mit Jürgen Groh das defensive Mittelfeld. Heutzutage hätte jeder Verein gerne eine Doppelsechs dieser Qualität in ihren Reihen.

10. Uwe Bein:

Uwe war nur zwei Spielzeiten beim HSV, überzeugte in dieser Zeit aber auf ganzer Linie. Er war ein genialer Spielmacher, der zudem äußerst torgefährlich war."

Ditmar Jakobs ist heute selbstständiger Versicherungsmakler, berät unter anderem auch zahlreiche Spieler des Hamburger SV. Nach seinem Karriereende 1989 hatte er sich zunächst an einem Rehabilitationszentrum beteiligt. Jakobs bestritt von 1971 bis 1989 insgesamt 493 Bundesligaspiele (43 Tore) und 44 Begegnungen der 2. Bundesliga (zwölf Tore) für Rot-Weiß Oberhausen, Tennis Borussia Berlin, den MSV Duisburg und Hamburger SV. Er wurde mit dem HSV zwei Mal Deutscher Meister, einmal DFB-Pokalsieger und gewann 1983 den Europapokal der Landesmeister, in dem er 1980 bereits im Endspiel gestanden hatte. Für die deutsche Nationalmannschaft machte er 20 Länderspiele (ein Tor) und wurde 1986 in Mexiko Vize-Weltmeister.


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