Historie
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09.02.2012 17:25:32
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Die Top-Teufel der Neunziger

1998 wurde Martin Wagner (l.) mit Kaiserslautern deutscher Meister. Hier haut er mit Ciriaco Sforza auf die Pauke
Martin Wagner spielte von 1992 bis 2000 für den 1. FC Kaiserslautern. Er machte mit den Pfälzern in dieser Zeit Höhen und Tiefen durch: 1996 gewann er eine Woche nach dem Bundesliga-Abstieg mit den "Roten Teufeln" den DFB-Pokal. Im Endspiel erzielte er das goldene Tor. 1997 stieg Lautern direkt wieder auf und wurde 1998, als erster und einziger Aufsteiger überhaupt, deutscher Meister.


Martin Wagner absolvierte in Bundesliga und 2. Bundesliga 200 Spiele für den FCK. Er erzielte dabei beachtliche 30 Tore. Für bundesliga.de nennt er die zehn besten Teufel der neunziger Jahre.


1. Martin Wagner: Ich war acht Jahre im Verein und habe alle Erfolge und Misserfolge miterlebt. Ich hatte in Kaiserlautern eine tolle Zeit, gerade auch wegen den fantastischen Fans im Rücken.

2. Gerry Ehrmann: Gerry leistet bis heute großartige Arbeit für den Verein und ist ein Spitzenrepräsentant für Kaiserslautern. Er war fünf Jahre lang mein Zimmergenosse und immer ein Vorbild an Einstellung und Professionalität.

3. Stefan Kuntz: Stefan hat den Verein als Aufsichtsratsvorsitzender vor dem K.O. gerettet und den FCK wieder in die Bundesliga geführt. Als Aktiver war er einer der besten Stürmer der Bundesliga. Bei ihm stand immer der Teamgedanke im Vordergrund.

4. Miroslav Kadlec: Miroslav war der beste ausländische Spieler, mit dem ich während meiner Karriere zusammengespielt habe. Er spielte einen klasse Libero und war auch als Kollege ein super Typ.

5. Andreas Brehme: Andi war nicht nur bei Kaiserslautern, sondern auch in der Nationalmannschaft mein Mitspieler. Ein toller Charakter, mit dem man nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz jede Menge Spaß haben konnte.

6. Ciriaco Sforza: Ciri war ein klasse Einkauf und ein absoluter Glücksgriff für den Verein. Auf dem Feld konnte ihn nichts aus dem Takt bringen, er spielte wie ein Schweizer Uhrwerk.

7. Ratinho: Ratinho war unsere brasilianische Zaubermaus mit europäischer Einstellung. Diese Kombination machte ihn für uns zu einem ganz wichtigen Spieler.

8. Olaf Marschall: "Olaf Marschall Fußballgott", wie er von den Fans gerufen wurde, war beeindruckend treffsicher. Er ließ sich nie aus der Ruhe bringen und war sehr professionell. Seine Leistungen nötigten mir höchsten Respekt ab.

9. Marian Hristov: Marian war ein ganz ruhiger Zeitgenosse, der lieber seine Taten auf dem Feld sprechen ließ. Er war eine ganz wichtige Säule in unserer Meistermannschaft von 1998.

10. Michael Schjönberg: Michael war einer der Lieblingsspieler von Otto Rehhagel und das auch zu Recht. Auf dem Feld verkörperte er "Danish Dynamite", neben dem Platz hatte er eine stark ausgeprägte soziale Ader und hatte für jeden seiner Mitspieler ein offenes Ohr.

Martin Wagner arbeitet als Spielerberater und hat seine eigene Agentur namens "MaWa Consult" gegründet. Als Spieler bestritt Wagner zwischen 1988 und 2001 insgesamt 271 Bundesliga-Spiele (37 Tore) sowie 31 Begegnungen in der 2. Bundesliga (sieben Tore) für den 1. FC Nürnberg, den 1. FC Kaiserslautern und den VfL Wolfsburg. Mit dem FCK wurde er 1998 Deutscher Meister, 1994 Vizemeister und gewann 1996 den DFB-Pokal. 1997 schaffte er zudem mit den "Roten Teufeln" den Aufstieg in die Bundesliga. Außerdem machte Wagner sechs Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und nahm an der Weltmeisterschaft 1994 in den USA teil.


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