Historie
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01.12.2011 16:32:15
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Oldies but Goldies

Die Enttäuschung noch ins Gesicht geschrieben: Klaus Fichtel (m.) und Kollegen beim Spiel um Platz drei bei der WM 1970
Als Klaus Fichtel am 21.05.1988 zum letzten Mal in der Bundesliga auf dem Feld stand, war der Abwehrspieler genau 43 Jahre und 184 Tage alt und damit der älteste Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Für bundesliga.de hat "Tanne" die besten Ü35-Feldspieler der Bundesliga-Historie zusammengestellt.


1. Lothar Matthäus: 150 Länderspiele und fünf WM-Teilnahmen sprechen für sich. Wer mit 39 Jahren noch Nationalspieler ist, der muss über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Für mich ist Lothar die klare Nummer eins der Ü35-Akteure.

2. Manfred Kaltz: Manni hat das Offensivspiel der Außenverteidiger geprägt wie kein Zweiter. Seine "Bananen"-Flanken waren legendär. In seiner vorletzten Spielzeit 1988/1989 verpasste er auch mit 36 Jahren keine einzige Minute - so wertvoll war er für den HSV.

3. Klaus Fischer: Mit Klaus habe ich jahrelang auf Schalke zusammengespielt und er war in seiner besten Zeit einer der gefährlichsten Stürmer der Welt. Er war ein kompletter Spieler, der keine Schwächen hatte. Das Tore schießen hat er auch im Alter nicht verlernt und erzielte mit 35 noch 16 Saisontore für den VfL Bochum. In der folgenden Spielzeit brachte er es immerhin noch auf acht Treffer.

4. Bernard Dietz: "Ennatz" war immer ein feiner Kerl und Fußballer, der eigentlich nie Foul spielte. Als Kind des Ruhrgebietes stieg er bis zum Kapitän der Nationalmannschaft auf und war noch mit 38 Jahren Stammspieler bei Schalke 04.

5. Thomas Häßler: "Icke" war ein toller Spielmacher, der, trotz seiner vier Jahre im Ausland, der Bundesliga in 400 Begegnungen seinen Stempel aufdrückte. Seine Freistöße und Pässe waren mit 36 immer noch genauso präzise wie mit 25.

6. Manfred Burgsmüller: Manni war der Inbegriff des schlitzohrigen Stürmers und blühte im Alter geradezu auf. Mit 38 Jahren hatte er mit 26 Einsätzen und sechs Toren seinen Anteil an der Bremer Meisterschaft von 1988. 34 Bundesliga-Tore hat er nach seinem 35 Geburtstag erzielt - mehr als jeder andere Spieler der Bundesliga-Historie.

7. Siggi Held: In meiner Laufbahn habe ich sowohl häufig mit als auch gegen Siggi gespielt. In der Bundesliga waren wir Kontrahenten - in der Nationalelf Kollegen. Er war ein lauffreudiger Angreifer, für den die Mannschaft immer im Vordergrund stand. Leider ist er in seiner letzten Saison mit Bayer Uerdingen abgestiegen. Da hätte er einen würdigeren Abschied verdient.

8. Sami Hyypiä: Sami hat eine große Karriere hingelegt und hatte seine beste Zeit sicherlich beim FC Liverpool. Umso größeren Respekt verdienen seine Leistungen im fortgeschrittenen Alter für Bayer Leverkusen, denn der Finne hatte großen Anteil daran, dass Bayer sich wieder an der Bundesliga-Spitze etabliert hat.

9. Krassimir Balakov: Der Bulgare zog auch mit 37 Jahren noch die Fäden im Stuttgarter Mittelfeld. Er hatte einen begnadeten linken Fuß, mit dem er sowohl den tödlichen Pass spielte, als auch selber torgefährlich war.

10. Stefan Reuter: Stefan war ein schneller und geradliniger Verteidiger, an dem es kaum ein Vorbeikommen gab. Durch seine Schnelligkeit hatte er auch in der Offensive seine Qualitäten. Er war auch mit 36 noch unverzichtbar für den BVB.


Klaus Fichtel bestritt zwischen 1965 und 1988 552 Bundesliga-Spiele für den FC Schalke 04 und Werder Bremen (14 Tore). Darüber hinaus absolvierte er 42 Spiele für Werder in der 2. Bundesliga. Von 1968 bis 1971 war Fichtel 23 Mal für die deutsche Nationalmannschaft am Ball (1 Tor) und nahm an der Weltmeisterschaft 1970 teil.


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