Historie
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20.12.2012 18:25:27
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Die Besten in königsblau

Ingo Anderbrügge (r.) war Teil der legendären Schalker "Eurofighter", die 1997 den UEFA-Cup gewannen
216 Mal spielte Ingo Anderbrügge in der Bundesliga für den FC Schalke 04. Darüber hinaus absolvierte er in seinen 12 Jahren in Gelsenkirchen 100 Partien in der 2. Bundesliga für die "Knappen". Auch wenn seine Profikarriere in Dortmund begann, ist er ein königsblaues Urgestein. Für bundesliga.de nennt er die 10 größten Schalker der Bundesliga-Historie.


1. Klaus Fichtel: "Tanne" hat 19 Spielzeiten das königsblaue Trikot getragen und ist mit 477 Bundesligaspielen für Schalke der Rekordspieler des Vereins. Das sagt eigentlich schon alles aus. Bis ins hohe Fußballeralter hat er in der Bundesliga immer seinen Mann gestanden.

2. Olaf Thon: Olaf ist einfach zum Fußballer geboren. Er konnte alles und hat für den Verein sehr viel erreicht und bewegt. Mit etwas mehr Beständigkeit hätte er sicher noch deutlich mehr als 52 Länderspiele bestritten.

3. Klaus Fischer: Klaus schließt das Schalker Top-Trio ab. Fichtel, Thon und Fischer stehen für mich noch ein Stück über den anderen Schalker Größen. Der Meister der Fallrückzieher hätte auch auf eins oder zwei stehen können. Hier fiel mir die Auswahl schwer. Seine Torquote spricht für sich - mit 182 Bundesliga-Toren der mit Abstand beste Torjäger der Schalker.

4. Jiri Nemec: Ich habe einige Jahre mit Jiri zusammenspielen dürfen und er war in dieser Zeit immer einer meiner Lieblingsspieler. Ein bescheidener und ruhiger Arbeiter, dessen Bedeutung für die Mannschaft immer unterschätzt wurde. Ein überragender Sechser, dessen einziges Manko war, dass er im Abschluss so gefährlich war wie ich mit dem rechten Fuß.

5. Jens Lehmann: Jens wurde ganz früh Profi und war lange die Nummer 2 hinter Holger Gehrke. Er war sehr ehrgeizig und hat ständig Zusatzschichten geschoben, um sich zu verbessern. Darüber hinaus ist er ein sehr sympathischer Zeitgenosse. Der Jens aus den Medien liefert da ein verfälschtes Bild. Mit seinen Paraden war er maßgeblich beteiligt am UEFA-Cup Sieg 1997.

6. Stan Libuda: Libuda habe ich selbst leider nie spielen sehen, trotzdem darf er in dieser Rangliste nicht fehlen. Noch heute lassen sich viele Schalker Fans Nostalgietrikots mit seinem Namen beflocken. "An Gott kommt keiner vorbei - außer Libuda", diesen Spruch kannte früher jedes Kind. Seine Dribbelkunst ist legendär.

7. Helmut Kremers: Ich habe Helmut als Manager und Präsident auf Schalke erlebt und kenne deswegen die Bedeutung, die er und sein Bruder für den Verein haben. Aufgrund seiner Karriere habe ich ihn knapp vor seinem Zwillingsbruder Erwin positioniert. Helmut war als Schalker Teil der Weltmeistermannschaft von 1974, auch wenn er bei der WM ohne Einsatz blieb.

8. Erwin Kremers: Wie in der sportlichen Karriere folgt Erwin auch in der Top10 seinem Bruder auf dem Fuße. Bei Schalke sportlich unangetastet holte er 1972 den Europameistertitel. Kombiniert sind die Zwillinge also Welt- und Europameister.

9. Ebbe Sand: Mit Ebbe zusammen zu spielen war die reine Freude. Ein überragender Torjäger und dabei noch ein sehr feiner Kerl. Er hatte großen Anteil an Schalkes Meisterschaft der Herzen 2001.

10. Mike Büskens: Mike ist nicht das allergrößte Techniktalent in die Wiege gelegt worden, aber er hat das durch enorme Leidenschaft und ein großes Kämpferherz mehr als wettgemacht. Ein super Kollege, der aufgrund seiner Spielweise bei den Fans zu Recht sehr beliebt war.

Ingo Anderbrügge betreibt heute die Fußballschule "Fußballfabrik". Als Spieler machte der Linksfuß zwischen 1984 und 2005 insgesamt 292 Bundesliga-Spiele (53 Tore) sowie 100 Begegnungen in der 2. Bundesliga (36 Tore) und fünf in der Regionalliga für Borussia Dortmund, FC Schalke 04 und Sportfreunde Siegen. Mit Schalke gewann er 1997 den UEFA-Cup, außerdem schaffte er mit den "Knappen" 1991 den Aufstieg in die Bundesliga und 1996 Platz drei.


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