Historie
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15.11.2012 18:22:47
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Die besten Torjäger der neunziger Jahre
Torsten Gütschow wurde 1991 zum letzten Fußballer des Jahres der DDR gewählt
Drei Mal in Folge wurde Torsten Gütschow in den letzten Jahren der DDR-Oberliga Torschützenkönig. Er war ein typischer Mittelstürmer, der für Dynamo Dresden 116 Tore in der DDR-Oberliga sowie der Bundesliga erzielte. Für bundesliga.de schaut er auf die stärksten Vertreter seiner Zunft aus den Neunziger Jahren.
1. Ulf Kirsten: Mit Ulf habe ich vor der Wende noch viele Jahre in Dresden zusammengespielt. Er war ein absoluter Ausnahmestürmer, wie es nur ganz wenige gibt. Er hat seine Qualität sowohl in der DDR-Oberliga als auch in der Bundesliga nachgewiesen und ist nicht umsonst mit 150 Bundesliga-Toren der erfolgreichste Stürmer der Neunziger.
2. Stéphane Chapuisat: Ich war schon von Kindesbeinen an heimlicher BVB-Fan, da sie genau wie Dynamo in gelb-schwarz antraten. Stéphane hatte einen unglaublich guten linken Fuß und ich habe immer versucht, mir etwas von ihm abzuschauen. Von seiner Abgezocktheit kann sich jeder Angreifer eine Scheibe abschneiden.
3. Stefan Kuntz: Stefan und ich waren 1991 beide zum Fußballer des Jahres gewählt worden. Er in der BRD, ich in der DDR. Am 1. Spieltag der ersten gemeinsamen Saison spielte Kaiserslautern bei uns in Dresden und wir bekamen gemeinsam unsere Trophäen. Neben seinen außergewöhnlichen sportlichen Fähigkeiten ist er auch ein toller Kerl. Der Kontakt zu ihm ist seit diesem Tag nicht mehr abgerissen.
4. Anthony Yeboah: Tony war ein unglaublich schneller Stürmer. Wenn es gegen Frankfurt ging, mussten wir uns schon vorher den Kopf zerbrechen, wie wir ihn stoppen konnten. Meistens hat das nicht geklappt. Für einen Abwehrspieler war es grausam, gegen ihn spielen zu müssen.
5. Toni Polster: Toni war für mich immer ein Vorbild, denn ähnlich wie ich verfügte er nicht über die ganz große Schnelligkeit. Dafür hatte er ein unglaublich gutes Näschen für Situationen. Er brauchte nicht viele Chancen. Mir hat er immer sehr gut gefallen.
6. Fredi Bobic: Fredi ist ein geborener Stürmer. Ab und an habe ich bei Alt-Herrenspielen mit ihm gespielt und er macht immer noch seine Tore. Diesen Torinstinkt verlierst du nicht, auch wenn er mittlerweile natürlich etwas langsamer geworden ist.
7. Giovane Elber: Giovane war nicht nur ein Torjäger, sondern auch ein überragender Fußballer. Er konnte durch seine individuelle Qualität Tore aus dem Nichts kreieren. Dabei hat er selten blind draufgehalten, sondern lieber kontrolliert abgeschlossen.
8. Bruno Labbadia: Ein außergewöhnlich guter Strafraumspieler, der auf seinen vielen Stationen immer seine Tore gemacht hat. Auch er war nicht der große Sprinter, war aber sehr handlungsschnell und konnte sich gut behaupten.
9. Olaf Marschall: Olaf war mein Nachfolger bei Dynamo. Sein Kopfballspiel war überragend und seine größte Stärke. Er konnte in der Luft zum Abschluss kommen oder für seine Mitspieler ablegen, was ihn zu einer wertvollen Anspielstation machte.
10. Wynton Rufer: Wynton war sicherlich einer der abgezocktesten Stürmer der Bundesliga-Geschichte. Seine läuferischen Fähigkeiten waren limitiert, aber in der Zone 30 Meter vor dem Tor war er brandgefährlich. Er war einer der Ersten, der beim Elfmeter den Torwart ausguckte. Das sah immer sehr lässig aus beim Neuseeländer, aber er war sehr sicher vom Punkt.
Torsten Gütschow debütierte 1980 für Dynamo Dresden in der DDR-Oberliga und absolvierte bis 1991 208 Spiele für die Sachsen in der höchsten ostdeutschen Spielklasse. Er erzielte dabei 104 Treffer. Mit Dynamo qualifizierte er sich für die erste gesamtdeutsche Bundesliga-Saison 1991/92 und bestritt in anderthalb Jahren 39 Bundesliga-Spiele (zwölf Tore) für Dynamo. In der Winterpause 1992/93 wechselte der Torjäger zu Galatasaray Istanbul. Bereits zur nächsten Saison ging er zum FC Carl Zeiss Jena. Bis 1996 stand er 76 Mal in der 2. Bundesliga für Jena, Hannover 96 und den Chemnitzer FC auf dem Platz. Er war dabei 31 Mal erfolgreich. Anschließend wechselte er noch einmal für drei Spielzeiten zu Dynamo Dresden, für die er in 82 Regionalliga-Spielen (33 Tore) am Ball war. Gütschow wurde mit Dynamo 1989 und 1990 DDR-Meister und gewann viermal den FDGB-Pokal. Außerdem wurde er von 1989 bis 1991 drei Mal in Folge Torschützenkönig der DDR-Oberliga und 1991 letzter Fußballer des Jahres der DDR. Trotz seiner guten Quote kam er nur auf drei Länderspiele (zwei Tore) für die DDR.
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2. Stéphane Chapuisat: Ich war schon von Kindesbeinen an heimlicher BVB-Fan, da sie genau wie Dynamo in gelb-schwarz antraten. Stéphane hatte einen unglaublich guten linken Fuß und ich habe immer versucht, mir etwas von ihm abzuschauen. Von seiner Abgezocktheit kann sich jeder Angreifer eine Scheibe abschneiden.
3. Stefan Kuntz: Stefan und ich waren 1991 beide zum Fußballer des Jahres gewählt worden. Er in der BRD, ich in der DDR. Am 1. Spieltag der ersten gemeinsamen Saison spielte Kaiserslautern bei uns in Dresden und wir bekamen gemeinsam unsere Trophäen. Neben seinen außergewöhnlichen sportlichen Fähigkeiten ist er auch ein toller Kerl. Der Kontakt zu ihm ist seit diesem Tag nicht mehr abgerissen.
4. Anthony Yeboah: Tony war ein unglaublich schneller Stürmer. Wenn es gegen Frankfurt ging, mussten wir uns schon vorher den Kopf zerbrechen, wie wir ihn stoppen konnten. Meistens hat das nicht geklappt. Für einen Abwehrspieler war es grausam, gegen ihn spielen zu müssen.
5. Toni Polster: Toni war für mich immer ein Vorbild, denn ähnlich wie ich verfügte er nicht über die ganz große Schnelligkeit. Dafür hatte er ein unglaublich gutes Näschen für Situationen. Er brauchte nicht viele Chancen. Mir hat er immer sehr gut gefallen.
6. Fredi Bobic: Fredi ist ein geborener Stürmer. Ab und an habe ich bei Alt-Herrenspielen mit ihm gespielt und er macht immer noch seine Tore. Diesen Torinstinkt verlierst du nicht, auch wenn er mittlerweile natürlich etwas langsamer geworden ist.
7. Giovane Elber: Giovane war nicht nur ein Torjäger, sondern auch ein überragender Fußballer. Er konnte durch seine individuelle Qualität Tore aus dem Nichts kreieren. Dabei hat er selten blind draufgehalten, sondern lieber kontrolliert abgeschlossen.
8. Bruno Labbadia: Ein außergewöhnlich guter Strafraumspieler, der auf seinen vielen Stationen immer seine Tore gemacht hat. Auch er war nicht der große Sprinter, war aber sehr handlungsschnell und konnte sich gut behaupten.
9. Olaf Marschall: Olaf war mein Nachfolger bei Dynamo. Sein Kopfballspiel war überragend und seine größte Stärke. Er konnte in der Luft zum Abschluss kommen oder für seine Mitspieler ablegen, was ihn zu einer wertvollen Anspielstation machte.
10. Wynton Rufer: Wynton war sicherlich einer der abgezocktesten Stürmer der Bundesliga-Geschichte. Seine läuferischen Fähigkeiten waren limitiert, aber in der Zone 30 Meter vor dem Tor war er brandgefährlich. Er war einer der Ersten, der beim Elfmeter den Torwart ausguckte. Das sah immer sehr lässig aus beim Neuseeländer, aber er war sehr sicher vom Punkt.
Torsten Gütschow debütierte 1980 für Dynamo Dresden in der DDR-Oberliga und absolvierte bis 1991 208 Spiele für die Sachsen in der höchsten ostdeutschen Spielklasse. Er erzielte dabei 104 Treffer. Mit Dynamo qualifizierte er sich für die erste gesamtdeutsche Bundesliga-Saison 1991/92 und bestritt in anderthalb Jahren 39 Bundesliga-Spiele (zwölf Tore) für Dynamo. In der Winterpause 1992/93 wechselte der Torjäger zu Galatasaray Istanbul. Bereits zur nächsten Saison ging er zum FC Carl Zeiss Jena. Bis 1996 stand er 76 Mal in der 2. Bundesliga für Jena, Hannover 96 und den Chemnitzer FC auf dem Platz. Er war dabei 31 Mal erfolgreich. Anschließend wechselte er noch einmal für drei Spielzeiten zu Dynamo Dresden, für die er in 82 Regionalliga-Spielen (33 Tore) am Ball war. Gütschow wurde mit Dynamo 1989 und 1990 DDR-Meister und gewann viermal den FDGB-Pokal. Außerdem wurde er von 1989 bis 1991 drei Mal in Folge Torschützenkönig der DDR-Oberliga und 1991 letzter Fußballer des Jahres der DDR. Trotz seiner guten Quote kam er nur auf drei Länderspiele (zwei Tore) für die DDR.
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