Historie
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18.10.2012 18:12:11
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Die besten Bayern der Achtziger

Mit dem FC Bayern München feierte Norbert Nachtweih (u.R., 2. v. l.) Titel um Titel. Hier die Meisterschaft 1987
Norbert Nachtweih trug von 1982 bis 1989 202 Mal das Trikot des FC Bayern München in der Bundesliga, wurde vier Mal Deutscher Meister und zwei Mal Pokalsieger.


Für bundesliga.de nennt er die besten Münchner dieser erfolgreichen Ära.

1. Karl-Heinz Rummenigge: Kalle war ein absoluter Vollblutstürmer, der keinerlei Schwächen hatte. Er war schnell, kopfballstark und sicher im Abschluss. Wenn wir nicht mehr wussten, was wir mit dem Ball anfangen sollten, haben wir einfach ihm den Ball gegeben. Dabei kam immer etwas Vernünftiges heraus.

2. Paul Breitner: Mit Paul habe ich nur noch ein Jahr in der Saison 1982/83 zusammengespielt, als sich seine Karriere langsam dem Ende zuneigte. Dennoch war er immer noch ein toller Spieler und vor allem eine große Persönlichkeit. So lange Paul da war, war er der Chef bei den Bayern.

3. Klaus Augenthaler: Klaus ist ein bayrisches Urgestein und war immer ein absolut zuverlässiger Spieler. Ich kann mich an kein schlechtes Spiel von ihm erinnern. Er verfügte für einen Abwehrspieler über bemerkenswerte Offensivqualitäten. Darüber hinaus war Klaus jemand, der immer seine Meinung gesagt und auch einmal auf den Tisch gehauen hat, wenn er es für nötig befand.

4. Dieter Hoeneß: Über Dieters Qualitäten braucht man eigentlich nicht groß reden, die kennt jeder. Sein Kopfballspiel war überragend. Aber auch am Boden versuchte er immer, sich weiter zu entwickeln. Er war ein Top-Stürmer und gleichzeitig auch ein toller Mannschaftskamerad.

5. Lothar Matthäus: Lothar war ein Dauerläufer, der überall auf dem Platz zu finden war. Seine sportlichen Fähigkeiten waren überragend. Allerdings war er in seiner Münchner Zeit noch nicht der große Führungsspieler. Er hat sich bei Inter Mailand noch einmal weiterentwickelt - deshalb nur Platz fünf für Lothar.

6. Sören Lerby: Sören war ein klasse Fußballer, der in seinen drei Spielzeiten ein wichtiger Baustein und absoluter Gewinn für unsere Mannschaft war. Er hat immer sehr viel auf dem Platz geredet und seine Mitspieler so unterstützt.

7. Jean-Marie Pfaff: Jean-Marie war als Torwart und als Mensch Weltklasse. Er hatte es nicht ganz so leicht zu Beginn seiner Münchner Zeit, wurde aber für uns zu einem ganz wichtigen Rückhalt. In der Kabine immer für einen Spaß zu haben.

8. Wolfgang Dremmler: Ein ruhiger und zuverlässiger Spieler, der seine Aufgaben immer erfüllt hat. Spieler wie Wolfgang ermöglichen es seinen Mitspielern, gut auszusehen.

9. Hansi Pflügler: Hansi wurde sicherlich nicht das ganz große Talent mit in die Wiege gelegt, aber er war enorm ehrgeizig. Alles, was er in seiner Karriere erreicht hat, musste er sich hart erarbeiten. In seinen mehr als zehn Jahren bei den Bayern hat er sich immer durchgesetzt und zahlreiche Titel gesammelt.

10. Roland Wohlfarth: Egal, wen Uli Hoeneß auch für den Sturm verpflichtet hat, am Ende spielte immer Roland und schoss für uns die Tore. 119 Tore in 254 Bundesliga-Spielen für die Bayern sprechen eine deutliche Sprache. Neben dem Platz ein ruhiger und angenehmer Zeitgenosse. Auch deshalb bekam er nicht immer die Anerkennung, die er eigentlich verdient gehabt hätte.

Norbert Nachtweih arbeitet seit 2005 als Trainer an der "Fußballschule Eintracht Frankfurt". Darüber hinaus betreut er die C-Jugend des 2007 gegründeten "Jugend Fußball Club Frankfurt". Zuvor war er als Trainer für den SV Bernbach sowie für den FK Pirmasens tätig. Als Spieler bestritt der in Sachsen-Anhalt geborene Nachtweih 35 DDR-Oberligaspiele für den Halleschen FC Chemie, ehe er im November 1976 nach einem U-21 Länderspiel in der Türkei nach Westdeutschland floh. Er wurde daraufhin von der FIFA für 16 Monate gesperrt. Nach Ablauf der Sperre debütierte er im März 1978 für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. Er bestritt bis 1991 insgesamt 325 Bundesliga-Spiele für Eintracht Frankfurt und Bayern München. Er erzielte dabei 46 Tore. Zwischen 1989 und 1991 lief er außerdem 43 Mal für den AS Cannes in der französischen Liga auf. Bis 1996 war er dann noch in 127 Spielen der 2. Bundesliga (10 Tore) für Waldhof Mannheim am Ball. Mit Eintracht Frankfurt gewann er 1980 den UEFA- sowie 1981 den DFB-Pokal. Mit den Bayern wurde er 1985,1986,1987 und 1989 Deutscher Meister, holte 1984 und 1986 den DFB-Pokal und stand 1987 im Finale des Europapokals der Landesmeister. Für die Nationalmannschaft war er nie am Ball, da er bereits Spiele für die U21 der DDR bestritten hatte und somit für den DFB gesperrt war.


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