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21.06.2012 11:39:52
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"Meine zehn besten Gegenspieler"

Klaus Fischer ist mit 268 Bundesliga-Toren nach Gerd Müller der erfolgreichste Torjäger der Bundesliga-Historie
München - Klaus Fischer ist ein wahres Urgestein der Bundesliga, denn der Stürmer spielte 20 Jahre lang in der höchten deutschen Spielklasse.


Bei bundesliga.de nennt Fischer die zehn Spieler, die ihm während seiner Karriere das Tore schießen besonders schwer gemacht haben.

1. Karl-Heinz Förster (Stuttgart): Karl-Heinz war ein kompletter Manndecker und hatte praktisch keine Schwachstellen. Wie die meisten Verteidiger meiner Zeit spielte er hart, war dabei aber durchaus fair. Um gegen ihn zu treffen, musste man schon sehr viel tun. 81 Mal lief er für Deutschland auf, wurde 1980 Europameister, sowie 1982 und 1986 Vize-Weltmeister.

2. Ludwig Müller (Nürnberg, Gladbach, Hertha): "Luggi" war zweifellos ein ganz harter Brocken. Da er acht Jahre älter als ich ist, war er schon ein abgezockter Hund, als ich als Jungspund in der Bundesliga anfing. Er hat immer genau im richtigen Moment zugetreten. Aufgrund großer Konkurrenz kam er allerdings "nur" auf sechs Länderspiele.

3. Hans-Georg Schwarzenbeck (Bayern): "Katsche" und ich kannten uns schon aus meiner Anfangszeit bei 1860 München und leisteten auch gleichzeitig unseren Dienst bei der Bundeswehr. Nicht umsonst absolvierte er 44 Länderspiele und wurde Welt- und Europameister. Ein klasse Vorstopper, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellte. Übrigens habe ich später erfahren, dass der damalige Bayern-Trainer Branko Zebec Schwarzenbeck verboten hatte, während der Spiele mit mir zu reden.

4. Peter Kaack (Braunschweig): Peter war unheimlich kopfball- und zweikampfstark und eine wichtige Stütze einer zeitweise sehr starken Braunschweiger Mannschaft. Er war immer mal wieder auf dem Sprung in die Nationalmannschaft, für die er schlussendlich aber ohne Einsatz blieb.

5. Uwe Kliemann (Oberhausen, Frankfurt, Hertha): Uwe, der wegen seiner Größe von den Fans "Funkturm" genannt wurde, war in der Luft praktisch nicht zu bezwingen. Darüber hinaus war er nicht gerade langsam und wenn man dachte, man sei an ihm vorbei, kam er meistens noch irgendwie mit seinen langen Gräten dazwischen. Er machte 1975 ein Länderspiel für Deutschland.

6. Jürgen Kurbjuhn (Hamburg): Lang und schlaksig gebaut kam Jürgen nicht gerade über das Spielerische. Dafür hatte er beim HSV seine Mitspieler. Aber er war zuverlässig und ohne größere Schwächen. Diese Qualitäten brachten ihn bis in die Nationalmannschaft, für die er 1962 an der WM in Chile - allerdings ohne Einsatz - teilnahm. Insgesamt kam er auf fünf Länderspiele.

7. Ernst Diehl (Kaiserslautern): Der Ernst war ein richtig harter Hund und hat gerade auf dem heimischen Betzenberg immer richtig Gas gegeben. Auf dem Weg ins Stadion wusste man da schon, dass einem ein ordentlicher Kampf bevorstand. Man war wirklich froh, wenn man den Betzenberg wieder gesund und bestenfalls mit Punkten wieder verlassen konnte. Für die Nationalmannschaft spielte er nie, machte aber für Lautern 325 Bundesliga-Spiele.

8. Mauro Bellugi (Italien): Gegen Bellugi musste ich nur ein Mal spielen, aber er brachte sich mir besonders in Erinnerung: Beim Zwischenrundenspiel der WM 1978 in Argentinien gegen Italien schlug er mir seinen Ellenbogen mit voller Wucht ins Gesicht. Die nächsten Tage musste ich das Essen aus der Schnabeltasse zu mir nehmen. In der Serie A bearbeitete er seine Gegenspieler unter anderem für Inter Mailand und Bologna.

9. Detlef Pirsig (Duisburg): Detlef lief immer ohne Schienbeinschoner auf, was allerdings nicht bedeutete, dass man auf seine eigenen auch verzichten konnte. Im Gegenteil: Detlef war sicher einer der härtesten Verteidiger der Bundesliga und als Gegenspieler ein ganz schwerer Brocken. In Duisburg war er eine Institution und bestritt 337 Bundesliga-Spiele für den MSV.

10. Paul Steiner (Mannheim, Duisburg, Köln). Paul begann seine Karriere in der Bundesliga beim MSV Duisburg. Er war noch jung, als ich die ersten Male gegen ihn spielte, aber es war zu erkennen, dass er über sehr gute Anlagen verfügte. Er kam, genau wie ich, 1981 zum 1. FC Köln, wo er sich noch weiterentwickelte. Obwohl er nur ein Länderspiel absolvierte, wurde er 1990, wenn auch ohne Einsatz, Weltmeister.


Klaus Fischer bestritt zwischen 1968 und 1988 für 1860 München, Schalke 04, den 1. FC Köln, sowie den Vfl Bochum insgesamt 535 Bundesliga-Spiele, in denen er 268 Tore erzielte. Er ist damit hinter Gerd Müller der erfolgreichste Torjäger der Bundesliga-Geschichte. 1972 (Schalke 04) und 1983 (1. FC Köln) gewann er den DFB-Pokal. 1972, 1977 (jeweils Schalke 04) und 1982 (1. FC Köln) wurde er Vize-Meister. 1976 sicherte er sich mit 29 Saisontoren die Torjägerkrone. Für die deutsche Nationalmannschaft war der Meister der Fallrückzieher 45 Mal im Einsatz (32 Tore) und wurde 1982 Vize-Weltmeister. 1977 erzielte er im Länderspiel gegen die Schweiz das "Tor des Jahrhunderts", natürlich per Fallrückzieher.

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