Historie
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27.10.2011 16:56:34
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"Meine zehn besten Werks-Kicker"

Klaus Toppmöller (l.) erlebte mit Bayer Leverkusen eine außergewöhnliche Saison 2001/02
Die Saison 2001/02 wird für Klaus Toppmöller immer eine unvergessliche Spielzeit bleiben. Der Trainer führte Bayer Leverkusen sensationell zu Platz 2 in der Meisterschaft, ins Finale des DFB-Pokals und zudem sogar noch ins Endspiel der Champions League.


In seiner Zeit auf der Leverkusener Trainerbank trainierte Toppmöller jede Menge nationale und internationale Stars. Einige von ihnen finden logischerweise auch in Toppmöllers Top10 der besten Leverkusener aller Zeiten Beachtung. Dabei sind Toppmöller zehn Spieler nicht genug...

1. Rüdiger Vollborn: Rüdiger ist bei Bayer eine absolute Legende, hat 401 Bundesligaspiele für den Club gemacht. Auch heute ist er als Torwarttrainer noch eine Institution in Leverkusen.

2. Jorginho: Der Brasilianer war der überragende Rechtsverteidiger seiner Zeit. Als Nationalspieler wurde er 1994 mit Brasilien Weltmeister. Ein Vorbild für alle Mitspieler.

3. Lucio: Ein Kraftpaket, das mit seiner immensen Power Spiele beherrschen kann. In der Defensive überragend, und mit seinen Sturmläufen sorgt Lucio auch immer für enorm viel Gefahr. Nicht umsonst hat er mit Inter Mailand das "Triple" gewonnen.

4. Jens Nowotny: Jens war der Dirigent bei Bayer 04. Er hat das Spiel von hinten aufgebaut, dabei in der Abwehr für absolute Sicherheit gesorgt und Ruhe auf die Mitspieler ausgestrahlt.

5. Diego Placente: Diego war technisch wirklich vom allerfeinsten. In unserer Supersaison 2001/02 gehörte er auf der linken Seite zum Besten, was in Europa herumlief.

6. Michael Ballack: Michael ist taktisch einfach überragend geschult, dazu noch enorm ballsicher. Ich finde, er sollte immer in der eher offensiven Rolle spielen, die er damals bei mir einnahm - damals machte er 15 Bundesliga-Tore in einer Saison. Schön, dass er wieder in die Bundesliga zu Bayer zurückgekehrt ist.

7. Emerson: Wie Ballack taktisch perfekt und am Ball überragend. Er hat immer die defensivere Rolle im zentralen Mittelfeld eingenommen.

8. Bernd Schneider: Der "weiße Brasilianer", ein Techniker, ein Zauberer. Als Fußballer war "Schnix" einfach überragend - als Mensch ist er es ebenso.

9. Zé Roberto: Zé ist sicherlich einer der besten Spieler, die ich jemals trainieren durfte. Kampfstark, technisch beschlagen und immer das Auge für den Mitspieler.

10a. Ulf Kirsten: Ulf bestach durch seine unglaubliche Power und seinen enormen Biss. Er warf immer alles in die Waagschale, gab nie auf. Und machte die Tore durch seinen eisernen Willen.

10b. Dimitar Berbatow: Auch wenn ich mehr als zehn Spieler in meiner Liste habe. Dimitar darf einfach nicht fehlen. Er war schon zu meiner Zeit ein Riesentalent, für mich war er damals in seinem Alter einer der Besten der Welt. Leider kam ihm häufig sein Phlegma in den Weg, ihm musste ich ständig in den Hintern treten.

Klaus Toppmöller bestritt zwischen 1972 und 1987 insgesamt 204 Bundesliga-Spiele, in denen er 108 Tore erzielte, sowie 31 Begegnungen der 2. Bundesliga für 1. FC Kaiserslautern und FSV Salmrohr. Mit dem FCK wurde er zwei Mal Bundesliga-Dritter und erreichte 1976 das DFB-Pokalfinale. Außerdem machte er drei Länderspiele (ein Tor) für die deutsche Nationalmannschaft. Seit 1986 ist er als Trainer im Profifußball aktiv, trainierte unter anderem Eintracht Frankfurt, den VfL Bochum, Bayer 04 Leverkusen und den Hamburger SV in der Bundesliga, war zudem Nationaltrainer Georgiens. Mit Leverkusen wurde er 2002 Vize-Meister, erreichte das Finale des DFB-Pokals sowie der Champions League. Mit dem VfL Bochum gelang ihm 1996 der Aufstieg in die Bundesliga.


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