Historie
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24.11.2011 17:03:33
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"Das sind echte Fußballtempel"

Thomas Helmer (r.) stoppt im EM-Halbfinale im Wembley Stadion 1996 Paul Gascoigne
Großartige Stadien gibt es überall auf der Welt. Vor allem Fußballstadien. Thomas Helmer hat jede Menge davon gesehen. Der Mann ist als Spieler von Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund, Bayern München, Hertha BSC Berlin und dem FC Sunderland rumgekommen.


Für bundesliga.de kramt er kurz in seinen Erinnerungen und nennt die seiner Meinung nach zehn besten Stadien:

1. Signal Iduna Park, Dortmund: Das Westfalenstadion, so hieß es damals noch, war für sechs Jahre meine Heimat. Mit den 20.000 Fans auf der Südtribüne - der gelben Wand - im Rücken, bist Du bei jedem Spiel top motiviert. Eine solche Stimmung, solche Gänsehaut, solche Gefühle habe ich nie mehr wo anders erlebt.

2. Wembley Stadion, London: Ich meine natürlich das alte, das legendäre Wembley. Dieses Stadion ist einfach für jeden Fußballer kult. Und es ist auch der Ort meines größten, sportlichen Triumphes: 1996 wurde ich hier mit Deutschland Europameister.

3. Nou Camp, Barcelona: Wenn ich an Nou Camp denke, habe ich immer dieses Bild vor Augen: Ich komme aus den Katakomben ins Stadion und sehe keinen Himmel - so hoch sind die Tribünen. Und dort ist der beste Rasen, auf dem ich je gespielt habe.

4. Anfield Road, Liverpool: Anfield ist so etwas wie die Mutter aller Stadien. Die Hymne "You´ll never walk alone" ist der größte Fangesang der Welt. Ich hatte zum Ende meiner Karriere das Angebot nach Liverpool zu wechseln. Ich hätte es wohl tun sollen.

5. Estadio Bernabéu, Madrid: Dieses Stadion fehlt mir leider in meiner Sammlung, ich habe nie dort gespielt. Dabei muss man in diesem Fußball-Tempel eigentlich mal gespielt haben.

6. Stade de France, Paris: Dieses Stadion verbinde ich vor allem mit der Stadt Paris, wo Teile der Familie meiner Frau Yasmina heute noch wohnen. Bei der WM 1998 durfte ich dort leider nicht spielen. Dazu hätten wir ins Finale kommen müssen.

7. Old Trafford, Manchester: Das "Theatre of Dreams" war unsere Heimat bei der EURO 1996. Alle drei Vorrundenspiele und das Viertelfinale gegen Kroatien haben wir dort gespielt. Danach holten wir uns in zwei Spielen in Wembley den Titel.

8. Millerntor-Stadion, Hamburg: Das wahrscheinlich ungewöhnlichste Stadion im deutschen Profifußball. Da musstest du, um in die Umkleidekabine zu kommen, durch die Vereinskneipe gehen. Aber die Stimmung war immer sensationell.

9. Celtic Park, Glasgow: Ich habe im UEFA-Cup mal dort gespielt und war beeindruckt von dieser unglaublichen Begeisterung. Die Fans feuern ihr Team auch dann noch an, wenn es verliert. Und sie klatschen sogar dem Gegner Applaus, wenn er gut spielt.

10. Olympiastadion, Stockholm: Hier habe ich mein erstes Länderspiel gemacht: 1990, gleich nach dem WM-Triumph setzte mich Bundestrainer Berti Vogts bei unserm 3:1-Sieg erstmals ein. Deshalb hat dieses Stadion einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

Thomas Helmer bestritt als Abwehrspieler zwischen 1984 bis 1999 insgesamt 390 Bundesliga-Spiele, erzielte 41 Tore, und 35 Begegnungen der 2. Bundesliga (fünf Tore) für Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund, FC Bayern München und Hertha BSC Berlin. Danach spielte er noch ein Jahr für den FC Sunderland in England. Er wurde mit Bayern dreimal Deutscher Meister und gewann mit Dortmund und Bayern je einmal den DFB-Pokal. Mit den Münchnern gewann er 1996 den Uefa-Cup und stand 1999 im Finale der Champions League. Außerdem machte er 68 Länderspiele (fünf Tore) für die Deutsche Nationalmannschaft mit der er 1996 Europameister und 1992 Vize-Europameister wurde.


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