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09.12.2010 21:42:45
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"Meine zehn besten Kicker aus Afrika"

Winfried Schäfer gewann mit Kamerun die Afrika-Meisterschaft
Als Spieler stand er mehr als 400 Mal auf dem Rasen in der Bundesliga. Aber auch als Trainer machte sich Winfried Schäfer einen Namen. Unter anderem trainierte er den KSC sehr erfolgreich. Später zog es ihn nach Afrika.


2002 gewann er mit Kamerun die Afrika-Meisterschaft und erreichte nur ein Jahr später das Finale des Confederations Cup. Bei bundesliga.de nennt der "weiße Löwe" seine zehn besten Afrikaner, die je in der Bundesliga gespielt haben:

1. Rigobert Song (Köln): Rigo war mein Kapitän in der Nationalmannschaft von Kamerun. Ein harter, aber fairer und souveräner Abwehrspieler. Und ein echtes Vorbild für die jungen Spieler. Immerhin spielte er bei drei Weltmeisterschaften.

2. Abédi Pelé (1860 München): Pelé war ein unheimlich starker Mittelfeldspieler, ein echter "Zehner". Und er hat einen sensationellen Charakter. Noch heute hilft er jungen Spielern in Afrika.

3. Anthony Yeboah (Saarbrücken, Frankfurt, HSV): Tony gehörte sicherlich zu den absoluten Spitzenstürmern in der Bundesliga. Er hätte aus seinem Talent aber noch mehr machen können. Leider war er immer wieder verletzt.

4. Augustine "Jay Jay" Okocha (Frankfurt): Okocha war ein überragender Dribbler, aber kein Mannschaftsspieler. Am einen Tag spielte er alle schwindelig, dann sah man ihn über Wochen nicht mehr. Das hat ihm zum ganz Großen gefehlt.

5. Demba Ba (Hoffenheim): Ba hat in seiner ersten Saison in der Bundesliga wirklich überzeugt, gezeigt, dass er ein hervorragender Stürmer ist. Jetzt muss er sich über Jahre beweisen.

6. Timothee Atouba (HSV): Für mich ist Atouba einer der begnadetsten Linksverteidiger der Welt. Beim Confederations Cup 2003 war er besser als jeder Brasilianer. Aber er braucht einen Trainer, der ihn führt und dem er vertraut.

7. Hany Ramzy (Bremen, Kaiserslautern): Ein unheimlich solider Abwehrspieler, der jahrelang seine Klasse in der Bundesliga und der ägyptischen Nationalelf unter Beweis gestellt hat. Er hat vielen Ägyptern den Weg nach Europa bereitet.

8. Samuel Kuffour (Bayern): Wer so lange bei den Bayern auf Topniveau spielt, muss ein Guter sein. Sammy war in den 90er und frühen 2000er Jahren mit seinem starken Defensivverhalten ein sehr wichtiger Spieler für die Bayern.

9. Obafemi Martins (Wolfsburg): Obafemi war schon bei Inter Mailand ein überragender Stürmer. Er ist im Grenzgebiet zwischen Kamerun und Nigeria aufgewachsen. Deshalb wollte ich ihn in die Nationalelf Kameruns holen. Leider entschied er sich für Nigeria.

10. Otto Addo (Hannover, Dortmund, Mainz, HSV): Otto war ein technisch sehr starker Spieler, ein wahres Laufwunder im Mittelfeld. Und er ist ein richtig sympathischer Junge. Leider war er sehr häufig verletzt.

Winfried Schäfer bestritt zwischen 1968 und 1985 insgesamt 403 Bundesliga-Spiele, erzielte 46 Tore, für Borussia Mönchengladbach, Kickers Offenbach und Karlsruher SC. Er wurde mit Gladbach Deutscher Meister und UEFA-Cup-Sieger. Mit Offenbach gewann er den DFB-Pokal. Seit 1986 ist Schäfer Trainer, war beim KSC, VfB Stuttgart und TeBe Berlin, anschließend war er drei Jahre Nationaltrainer Kameruns, seit 2004 ist er in den Emiraten Vereinstrainer. Mit Karlsruhe schaffte er 1987 den Aufstieg in die Bundesliga, führte den Club 1996 ins Finale des DFB-Pokals. Mit Kamerun wurde er 2002 Afrika-Meister und erreichte 2003 das Finale des Confederations-Cups.


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