Historie
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01.05.2012 16:48:37
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Topleistung im WM-Finale
Keine Angst vor großen Namen! Carsten Ramelow (l.) überzeugt im WM-Finale gegen Brasilien. Hier stoppt er Rivaldo
"Eines meiner besten Spiele habe ich in der sportlich bedeutendsten Partie meiner Karriere abgeliefert: dem WM-Finale 2002 gegen Brasilien. Die Zeit nach der verkorksten Europameisterschaft 2000 war nicht leicht und wir qualifizierten uns erst in den Playoffs für das Turnier in Japan und Südkorea.
Selten ist von einer deutschen Mannschaft im Vorfeld eines Turniers so wenig erwartet worden. Uns wurde nicht viel zugetraut. Für die Mannschaft war das ein enormer Ansporn, es allen zu zeigen. Es wird immer viel über Teamgeist im Fußball gesprochen, aber wie wir in der Vorbereitung und im Verlauf des Turniers zusammengewachsen sind, war fast schon einmalig. Da stimmte einfach alles. Von den Betreuern über das Trainerteam bis hin zur Mannschaft. Wir waren eine Einheit. Nur deshalb konnten wir es auch bis ins Finale schaffen. Über Leidenschaft und Siegeswillen. Fußballerisch geglänzt haben wir eher selten.
Im Finale standen wir dann Ronaldo, Rivaldo und Co. gegenüber und waren der klare Außenseiter. Zumal Michael Ballack gelbgesperrt fehlte. Innerhalb der Mannschaft war das kein großes Thema. Für ihn rückte Jens Jeremies in die Startelf und wir waren uns sicher, er würde es genauso gut machen.
Das Trainerteam hatte uns gut eingestellt und wir kontrollierten über weite Strecken die Partie. Ich spielte im Zentrum einer Dreierkette und wir ließen die großartigen Offensivkünstler der Brasilianer kaum ins Spiel kommen. Am Ende hieß es 0:2 - Ronaldo hatte zwei Mal zugeschlagen.
Nach dem Spiel war die Enttäuschung natürlich riesengroß, denn wir waren so nah dran. Für uns Leverkusener Nationalspieler war es der vierte zweite Platz in diesem Sommer. Wir wurden Zweiter in der Bundesliga und verloren das DFB-Pokalendspiel sowie das Champions League Finale. Im Nachhinein bin ich enorm stolz auf das, was wir in diesem Jahr geleistet haben. Nur eben nicht kurz nach dem Spiel.
Es dauerte noch ein paar Wochen, diese Enttäuschung zu verarbeiten. Geholfen hat sicherlich unser Empfang in Frankfurt. Vor der WM war die Stimmung uns gegenüber reserviert. Wie sehr wir mit unseren Leistungen die Begeisterung in Deutschland geweckt hatten, war uns gar nicht bewusst. Dafür waren wir einfach zu weit weg. Es war ein tolles Erlebnis, als wir trotz unserer Finalniederlage von tausenden jubelnden Fans in Frankfurt empfangen wurden. Wir hatten zwar keinen Titel geholt, aber unser gutes Abschneiden wurde von den Anhängern honoriert.
Auch wenn uns das Glück zum Titel gefehlt hat: Mit unserem zweiten Platz und meiner Leistung im Finale bin ich heute noch sehr zufrieden."
Carsten Ramelow absolvierte zwischen 1992 und 2008 333 Bundesliga-Spiele (22 Tore) für Bayer Leverkusen sowie 80 Partien der 2. Bundesliga (5 Tore) für Hertha BSC. Er wurde vier Mal Vize-Meister, zwei Mal Vize-Pokalsieger und stand 2002 im Finale der Champions League. Für die deutsche Nationalmannschaft stand der defensive Mittelfeldspieler 46 Mal auf dem Platz (3 Tore). 2002 wurde er Vize-Weltmeister.
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Das Trainerteam hatte uns gut eingestellt und wir kontrollierten über weite Strecken die Partie. Ich spielte im Zentrum einer Dreierkette und wir ließen die großartigen Offensivkünstler der Brasilianer kaum ins Spiel kommen. Am Ende hieß es 0:2 - Ronaldo hatte zwei Mal zugeschlagen.
Nach dem Spiel war die Enttäuschung natürlich riesengroß, denn wir waren so nah dran. Für uns Leverkusener Nationalspieler war es der vierte zweite Platz in diesem Sommer. Wir wurden Zweiter in der Bundesliga und verloren das DFB-Pokalendspiel sowie das Champions League Finale. Im Nachhinein bin ich enorm stolz auf das, was wir in diesem Jahr geleistet haben. Nur eben nicht kurz nach dem Spiel.
Es dauerte noch ein paar Wochen, diese Enttäuschung zu verarbeiten. Geholfen hat sicherlich unser Empfang in Frankfurt. Vor der WM war die Stimmung uns gegenüber reserviert. Wie sehr wir mit unseren Leistungen die Begeisterung in Deutschland geweckt hatten, war uns gar nicht bewusst. Dafür waren wir einfach zu weit weg. Es war ein tolles Erlebnis, als wir trotz unserer Finalniederlage von tausenden jubelnden Fans in Frankfurt empfangen wurden. Wir hatten zwar keinen Titel geholt, aber unser gutes Abschneiden wurde von den Anhängern honoriert.
Auch wenn uns das Glück zum Titel gefehlt hat: Mit unserem zweiten Platz und meiner Leistung im Finale bin ich heute noch sehr zufrieden."
Carsten Ramelow absolvierte zwischen 1992 und 2008 333 Bundesliga-Spiele (22 Tore) für Bayer Leverkusen sowie 80 Partien der 2. Bundesliga (5 Tore) für Hertha BSC. Er wurde vier Mal Vize-Meister, zwei Mal Vize-Pokalsieger und stand 2002 im Finale der Champions League. Für die deutsche Nationalmannschaft stand der defensive Mittelfeldspieler 46 Mal auf dem Platz (3 Tore). 2002 wurde er Vize-Weltmeister.
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