Historie
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26.07.2011 12:32:17
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Sparringspartner der "Gauchos"
Falk Dörr schoss aus dieser Position das erste Bundesliga-Tor für Preußen Münster zum 1:0 gegen den HSV am 24.08.1963
"Vor der Weltmeisterschaft 1962 in Chile waren europäische Testspielgegner bei den südamerikanischen Mannschaften sehr beliebt. Diesem Umstand hatten wir es zu verdanken, dass wir im April 1962 mit Preußen Münster nach Südamerika reisten.
Wir sollten dort gegen Argentinien, Chile und Uruguay Testspiele absolvieren. Außerdem waren noch zwei Freundschaftsspiele gegen die Vereinsmannschaften Club Estudiantes de La Plata sowie den FC Rosario Central angesetzt.
Abenteuer begann schon im Flugzeug
Für einen 20-jährigen Burschen war solch eine Reise zu der damaligen Zeit ein großes Abenteuer. Schon der Hinflug war für mich etwas ganz Besonderes, denn zwischendurch durfte ich nach vorne ins Cockpit, wo mir der Pilot eine kurze Einführung gab. Ich war völlig perplex, als er mich fragte, ob ich es selber einmal ausprobieren wollte. Unter der Anleitung des Piloten saß ich am Steuerknüppel und lenkte die Maschine. Heutzutage wäre so etwas völlig undenkbar. Ich musste lachen, als sich später einige Fluggäste über den etwas unruhigen Flug beschwerten.
Unser erstes Testspiel gegen die A-Mannschaft von Argentinien ist mir persönlich als mein größtes Spiel in Erinnerung geblieben. Am 22. April 1962 standen wir den "Gauchos" vor etwa 25.000 Zuschauern im River-Plate-Stadion gegenüber.
Klarer Elfmeter nicht gegeben
Alle Beobachter rechneten mit einem lockeren Trainingsspiel für die Mannschaft von Nationaltrainer Juan Carlos Lorenzo. Es kam anders. Wir hielten von Beginn an dagegen. Die südamerikanische Spielweise war uns fremd. Die spielten damals nicht hart, aber unfair. Es gab jede Menge Nickeligkeiten von Seiten der Argentinier. Mein Gegenspieler war Martin Pando – ein ganz kleiner, aber untersetzter Spielertyp. Wer gesehen hat, wie er beim anschließenden Bankett sein Kotelett aß, weiß auch, warum.
Unser Linksaußen Winfried Geerken brachte uns vor der Pause mit 1:0 in Führung. Das war eine Sensation! Wenig später ereignete sich die Szene, die ich bis heute nicht vergessen habe: Nach einer schönen Kombination lief ich plötzlich frei auf den argentinischen Torwart zu. Zwar etwas seitlich versetzt, aber trotzdem mit einer sehr guten Chance zum 2:0. Bevor ich allerdings zum Abschluss kommen konnte, zog mir der Argentinier Vladislao Cap von hinten einfach die Beine weg. Er grätschte nicht etwa, nein, er trat mich einfach um. Eigentlich ein klarer Elfmeter, aber der Schiedsrichter wollte anscheinend nicht, dass Argentinien das Spiel verliert und ließ weiterspielen. Trotzdem gingen wir mit der 1:0-Führung in die Pause.
Tolle Erfahrungen
Nach dem Seitenwechsel kamen die Argentinier besser ins Spiel und gewannen schlussendlich noch mit 2:1, aber wir hatten uns teuer verkauft und unserem Verein alle Ehre gemacht. Die ganze Tour und vor allem dieses Spiel werden mir immer in bester Erinnerung bleiben. Solche Erlebnisse prägen einen jungen Menschen."
Abenteuer begann schon im Flugzeug
Für einen 20-jährigen Burschen war solch eine Reise zu der damaligen Zeit ein großes Abenteuer. Schon der Hinflug war für mich etwas ganz Besonderes, denn zwischendurch durfte ich nach vorne ins Cockpit, wo mir der Pilot eine kurze Einführung gab. Ich war völlig perplex, als er mich fragte, ob ich es selber einmal ausprobieren wollte. Unter der Anleitung des Piloten saß ich am Steuerknüppel und lenkte die Maschine. Heutzutage wäre so etwas völlig undenkbar. Ich musste lachen, als sich später einige Fluggäste über den etwas unruhigen Flug beschwerten.
Unser erstes Testspiel gegen die A-Mannschaft von Argentinien ist mir persönlich als mein größtes Spiel in Erinnerung geblieben. Am 22. April 1962 standen wir den "Gauchos" vor etwa 25.000 Zuschauern im River-Plate-Stadion gegenüber.
Klarer Elfmeter nicht gegeben
Alle Beobachter rechneten mit einem lockeren Trainingsspiel für die Mannschaft von Nationaltrainer Juan Carlos Lorenzo. Es kam anders. Wir hielten von Beginn an dagegen. Die südamerikanische Spielweise war uns fremd. Die spielten damals nicht hart, aber unfair. Es gab jede Menge Nickeligkeiten von Seiten der Argentinier. Mein Gegenspieler war Martin Pando – ein ganz kleiner, aber untersetzter Spielertyp. Wer gesehen hat, wie er beim anschließenden Bankett sein Kotelett aß, weiß auch, warum.
Unser Linksaußen Winfried Geerken brachte uns vor der Pause mit 1:0 in Führung. Das war eine Sensation! Wenig später ereignete sich die Szene, die ich bis heute nicht vergessen habe: Nach einer schönen Kombination lief ich plötzlich frei auf den argentinischen Torwart zu. Zwar etwas seitlich versetzt, aber trotzdem mit einer sehr guten Chance zum 2:0. Bevor ich allerdings zum Abschluss kommen konnte, zog mir der Argentinier Vladislao Cap von hinten einfach die Beine weg. Er grätschte nicht etwa, nein, er trat mich einfach um. Eigentlich ein klarer Elfmeter, aber der Schiedsrichter wollte anscheinend nicht, dass Argentinien das Spiel verliert und ließ weiterspielen. Trotzdem gingen wir mit der 1:0-Führung in die Pause.
Tolle Erfahrungen
Nach dem Seitenwechsel kamen die Argentinier besser ins Spiel und gewannen schlussendlich noch mit 2:1, aber wir hatten uns teuer verkauft und unserem Verein alle Ehre gemacht. Die ganze Tour und vor allem dieses Spiel werden mir immer in bester Erinnerung bleiben. Solche Erlebnisse prägen einen jungen Menschen."
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