Historie
Historie
|
27.03.2012 16:56:33
Weiterempfehlen
Drucken
schliessen x
Name des Absenders
E-Mail Adresse
Name des Empfängers
E-Mail Adresse
Galavorstellung vorm Sekundentod
Nach der Niederlage gegen Manchester lief Mario Basler ungläubig über den Platz
"Das größte Spiel meines Lebens war gleichzeitig auch der bitterste Moment in meiner Karriere: Das Champions-League-Finale mit dem FC Bayern München gegen Manchester United 1999.
Es war der 26. Mai 1999. Im ausverkauften Camp Nou in Barcelona wollten wir uns unseren großen Traum erfüllen. Klar war ‚ManU‘ der Favorit, aber wir brauchten uns vor niemandem verstecken. Immerhin hatten wir in der Gruppenphase zweimal gegen den FC Barcelona gewonnen. Und gegen Manchester hatte es zwei Unentschieden gegeben.
Ich war an diesem Abend außergewöhnlich gut drauf, habe die Engländer ganz schön aufgemischt. Und wäre ja auch beinahe der Held des FCB gewesen. Mein Freistoßtor in der sechsten Minute brachte das 1:0 für uns. Aus gut 18 Metern schoss ich flach rechts an der Mauer vorbei ins Torwarteck - keine Chance für ‚ManU‘-Keeper Peter Schmeichel.
In der zweiten Halbzeit bereitete ich nach einem tollen Solo über die rechte Außenbahn eine Riesenchance von Mehmet Scholl vor, der den Ball über Schmeichel lupfte, aber nur den Pfosten traf.
Auch an der nächsten Riesenchance war ich beteiligt: Meine Ecke kam über Umwege zu Carsten Jancker, der den Ball per Fallrückzieher an die Latte hämmerte. Da hätte die Begegnung schon entschieden sein müssen.
Ich bin in diesem Spiel soviel gelaufen, wie sonst in drei Spielen zusammen nicht. Eine Minute vor Schluss der regulären Spielzeit nahm unser Trainer Ottmar Hitzfeld mich dann vom Feld. Es war ein taktischer Wechsel, um Zeit zu gewinnen. Aber ich muss auch zugeben, dass ich froh war, draußen zu sein. Ich war platt.
Wir hatten das Spiel bis dahin fast 90 Minuten im Griff gehabt, waren die klar bessere Mannschaft und der verdiente Sieger.
Doch dann passierte kurz nach meinem Abgang, was eigentlich unmöglich erscheint, aber leider Realität wurde. Ecke David Beckham, der Ball wird zum Sechzehner abgewehrt, von da schießt Ryan Giggs, und Teddy Sheringham trifft aus zwei Metern zum Ausgleich.
Nur eine Minute später: Wieder Ecke Beckham, Sheringham verlängert per Kopf, und Ole Gunnar Solskjaer trifft aus einem Meter unter die Latte. 1:2, der Sekundentod des FC Bayern, Finale verloren.
Bei der anschließenden Siegerehrung habe ich mir die Silbermedaille gar nicht erst abgeholt. Ich wollte sie nicht. Wahrscheinlich hätte ich sie auch sofort weggeworfen. Leider blieb mir der ganz große Triumph in meiner Karriere auf diese Art verwehrt."
Mario Basler bestritt zwischen 1989 bis 2003 insgesamt 262 Bundesliga-Spiele, erzielte 62 Tore, und 128 Begegnungen der 2. Bundesliga (23 Tore) für den 1. FC Kaiserslautern, Rot-Weiss Essen, Hertha BSC Berlin, Werder Bremen und den FC Bayern München. Danach war er eine Saison bei Al-Rayyan in Katar. Er wurde mit den Bayern zwei Mal Deutscher Meister und mit Bremen und Bayern je ein Mal DFB-Pokalsieger. 1999 stand er mit den Münchnern im Finale der Champions League. 1995 wurde er Bundesliga-Torschützenkönig mit 20 Toren. Außerdem machte Basler 30 Länderspiele (zwei Tore) für die deutsche Nationalmannschaft und wurde 1996 Europameister.
Hier finden Sie weitere Meldungen zum Thema:
"Meine Top10": Alle Bestenlisten auf einen Blick
"Mein größtes Spiel": Stars erinnern sich
Ich war an diesem Abend außergewöhnlich gut drauf, habe die Engländer ganz schön aufgemischt. Und wäre ja auch beinahe der Held des FCB gewesen. Mein Freistoßtor in der sechsten Minute brachte das 1:0 für uns. Aus gut 18 Metern schoss ich flach rechts an der Mauer vorbei ins Torwarteck - keine Chance für ‚ManU‘-Keeper Peter Schmeichel.
In der zweiten Halbzeit bereitete ich nach einem tollen Solo über die rechte Außenbahn eine Riesenchance von Mehmet Scholl vor, der den Ball über Schmeichel lupfte, aber nur den Pfosten traf.
Auch an der nächsten Riesenchance war ich beteiligt: Meine Ecke kam über Umwege zu Carsten Jancker, der den Ball per Fallrückzieher an die Latte hämmerte. Da hätte die Begegnung schon entschieden sein müssen.
Ich bin in diesem Spiel soviel gelaufen, wie sonst in drei Spielen zusammen nicht. Eine Minute vor Schluss der regulären Spielzeit nahm unser Trainer Ottmar Hitzfeld mich dann vom Feld. Es war ein taktischer Wechsel, um Zeit zu gewinnen. Aber ich muss auch zugeben, dass ich froh war, draußen zu sein. Ich war platt.
Wir hatten das Spiel bis dahin fast 90 Minuten im Griff gehabt, waren die klar bessere Mannschaft und der verdiente Sieger.
Doch dann passierte kurz nach meinem Abgang, was eigentlich unmöglich erscheint, aber leider Realität wurde. Ecke David Beckham, der Ball wird zum Sechzehner abgewehrt, von da schießt Ryan Giggs, und Teddy Sheringham trifft aus zwei Metern zum Ausgleich.
Nur eine Minute später: Wieder Ecke Beckham, Sheringham verlängert per Kopf, und Ole Gunnar Solskjaer trifft aus einem Meter unter die Latte. 1:2, der Sekundentod des FC Bayern, Finale verloren.
Bei der anschließenden Siegerehrung habe ich mir die Silbermedaille gar nicht erst abgeholt. Ich wollte sie nicht. Wahrscheinlich hätte ich sie auch sofort weggeworfen. Leider blieb mir der ganz große Triumph in meiner Karriere auf diese Art verwehrt."
Mario Basler bestritt zwischen 1989 bis 2003 insgesamt 262 Bundesliga-Spiele, erzielte 62 Tore, und 128 Begegnungen der 2. Bundesliga (23 Tore) für den 1. FC Kaiserslautern, Rot-Weiss Essen, Hertha BSC Berlin, Werder Bremen und den FC Bayern München. Danach war er eine Saison bei Al-Rayyan in Katar. Er wurde mit den Bayern zwei Mal Deutscher Meister und mit Bremen und Bayern je ein Mal DFB-Pokalsieger. 1999 stand er mit den Münchnern im Finale der Champions League. 1995 wurde er Bundesliga-Torschützenkönig mit 20 Toren. Außerdem machte Basler 30 Länderspiele (zwei Tore) für die deutsche Nationalmannschaft und wurde 1996 Europameister.
Hier finden Sie weitere Meldungen zum Thema:
"Meine Top10": Alle Bestenlisten auf einen Blick
"Mein größtes Spiel": Stars erinnern sich
Die besten Videos!
Fakten, Fak- ten, Fakten
Elf des Spieltags













