Historie
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22.11.2011 16:34:34
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Unbezwingbar: Das "Zebra" mit den Krakenarmen

Georg Koch (l.) feierte nach dem Frankfurt-Sieg den Aufstieg mit dem MSV
"Das vielleicht größte Erlebnis meiner Fußball-Karriere war der Aufstieg mit dem MSV Duisburg in der Saison 2004/05 und die Euphorie, die wir damit in Duisburg ausgelöst haben. So etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt.


Es war der 9. Mai 2005, ein Montagabend. Wir spielten am drittletzten Spieltag der Saison bei Eintracht Frankfurt. Ein absolutes Spitzenspiel. Vor der Begegnung waren wir Zweiter, die Frankfurter Dritter.

Aber wir wussten, dass wir mit einem Sieg vorzeitig den Aufstieg geschafft hätten, da wir dann acht Punkte Vorsprung bei nur noch zwei ausstehenden Spielen auf den 3. Platz gehabt hätten. Und uns gelang ein Traumstark. In der sehr gut gefüllten Commerzbank-Arena traf unser Goalgetter Abdelaziz Ahanfouf bereits in der achten Minute zum 1:0.

Doch danach spielte nur noch die Eintracht, machte enormen Druck. Ich bekam eine ganze Menge in meinem Kasten zu tun. Dann der Schock: in der 36. Minute foulte Alex Bugera den Frankfurter Benjamin Köhler im Strafraum, Schiri Florian Meyer entschied auf Strafstoß. Doch ich war an diesem Tag unbezwingbar, parierte den Schuss von Alex Meier und hielt die Null - bis zum Ende.

Wir hatten 1:0 gewonnen, waren sogar Tabellenführer vor dem 1. FC Köln und damit vorzeitig aufgestiegen. Ich war unheimlich stolz, weil wir beim MSV etwas aufgebaut hatten. Noch stolzer, vor allem aber überraschter war ich bei unserer Heimkehr nach Duisburg. Denn als wir morgens um 2.30 Uhr am Stadion ankamen, warteten da 10.000 Menschen, um uns zu feiern. Das war unglaublich.

Bei den meisten Heimspielen hatte der MSV damals vielleicht 5.000 Zuschauer - und jetzt standen da 10.000 euphorische Leute. Wir haben bis morgens um 6 Uhr mit unsern Fans gefeiert. Eine einmalige Party."

Georg Koch bestritt von 1991 bis 2007 insgesamt 213 Bundesliga-Spiele sowie 165 Begegnungen der 2. Bundesliga für Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, 1. FC Kaiserslautern, FC Energie Cottbus und den MSV Duisburg. Anschließend spielte er noch eine Saison bei Dinamo Zagreb in Kroatien und bis Anfang 2009 bei Rapid Wien in Österreich. Mit Kaiserslautern erreichte er 2003 das Finale um den DFB-Pokal und wurde 2000 Fünfter in der Bundesliga. Mit Düsseldorf stieg er 1995 in die Bundesliga auf, 1999 schaffte er auch mit Arminia Bielefeld und 2005 mit Duisburg den Aufstieg in die Bundesliga.


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