Historie
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27.12.2011 16:00:02
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Als die Tore wie reife Früchte fielen...
Michael Rummenigge (l.) spielte 152 Mal in der Bundesliga für den FC Bayern München (44 Tore)
"Das sicherlich ungewöhnlichste Spiel meiner Karriere war eine Pokalschlacht mit Bayern München gegen Schalke 04. Es war der 2. Mai 1984.
Wir fuhren als Topfavorit zu den Schalkern, die in der Saison in der 2. Bundesliga spielten. Doch es sollte ein denkwürdiges Match werden: Ein großes für mich mit zwei Toren und mehreren Torvorlagen - und die fußballerische Geburtsstunde von Olaf Thon.
Einen Tag zuvor hatte Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen sein Halbfinalspiel mit 5:4 nach Verlängerung gewonnen. Alle dachten schon, das wäre nie mehr zu toppen.
Doch wir setzten gleich noch einen drauf. Wir erwischten einen perfekten Start. Bereits nach drei Minuten legte ich meinem Bruder Karl-Heinz den Ball auf, und er erzielte das 1:0. Neun Minuten später erhöhte Reinhold Mathy auf 2:0.
Doch Schalke hielt dagegen, kam in der 13. Minute auf 1:2 durch Thomas Kruse ran, dann schlug der erst 18-jährige Olaf Thon erstmals zu, glich in der 19. Minute zum 2:2 aus. Im Gegenzug brachte ich uns erneut in Führung.
Nach der Pause war es wieder Thon, der für den Ausgleich sorgte, Peter Stichler brachte Schalke schließlich erstmals mit 4:3 in Führung. Mein 4:4 in der 80. Minute bedeutete die Verlängerung.
Und in der ging es dann gleich noch mal so richtig ab. 5:4 Dieter Hoeneß (112.), 5:5 Bernard Dietz (115.), 6:5 Hoeneß (118.). Eigentlich hätte es das sein müssen. Aber Schiedsrichter Wolf-Günther Wiesel wollte einfach nicht abpfeifen. Bis in der gefühlt 128. Minute Thon den Ball aus der Drehung per Seitscherenschlag zum 6:6 in die Maschen knallte. Danach stürmten 30.000 Menschen den Platz und trugen den Kleinen auf ihren Schultern.
Damals gab es im DFB-Pokal noch kein Elfmeterschießen in den normalen Runden. Deshalb traten wir eine Woche später zum Wiederholungsspiel in München an. Es wurde wieder eng, aber am Ende gewannen wir dank zweier Treffer von meinem Bruder und einem von Dieter Hoeneß mit 3:2.
So zogen wir ins DFB-Pokalendspiel gegen Gladbach ein. Jenes Finale, in dem Lothar Matthäus seinen Elfer verschoss - und anschließend zu Bayern wechselte.
Ich war an diesem Tag noch einmal der Held. Ich war gar nicht als Elferschütze vorgesehen. Doch nach 14 Elfern war noch immer keine Entscheidung gefallen. Hoeneß sollte unsern achten Elfer schießen.
Aber plötzlich kam mein Bruder zu mir und sagte, "wenn der Ringels jetzt verschießt, haust du das Ding rein." Es war Kalles letztes Spiel für die Bayern bevor er zu Inter Mailand ging. Unserem Trainer Udo Lattek hatte er von seiner Entscheidung nichts gesagt. Norbert Ringels traf nicht, ich rannte nach vorne und verwandelte zum Sieg."
Michael Rummenigge bestritt zwischen 1982 und 1993 insgesamt 309 Bundesliga-Spiele und erzielte 80 Tore für den FC Bayern München und Borussia Dortmund. Danach spielte der Stürmer bis 1995 noch zwei Jahre für Red Diamonds Urawa in Japan. Mit den Bayern wurde er drei Mal Deutscher Meister sowie ein Mal Vize-Meister, mit Dortmund kam 1992 eine weitere Vize-Meisterschaft hinzu. Den DFB-Pokal gewann er zwei Mal mit den Münchnern und ein Mal mit Dortmund. Mit den Bayern erreichte er 1987 zudem das Finale des Europapokals der Landesmeister, mit dem BVB stand er 1993 im Finale des UEFA-Cups. Für die Deutsche Nationalmannschaft machte Rummenigge zwei Länderspiele.
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Doch wir setzten gleich noch einen drauf. Wir erwischten einen perfekten Start. Bereits nach drei Minuten legte ich meinem Bruder Karl-Heinz den Ball auf, und er erzielte das 1:0. Neun Minuten später erhöhte Reinhold Mathy auf 2:0.
Doch Schalke hielt dagegen, kam in der 13. Minute auf 1:2 durch Thomas Kruse ran, dann schlug der erst 18-jährige Olaf Thon erstmals zu, glich in der 19. Minute zum 2:2 aus. Im Gegenzug brachte ich uns erneut in Führung.
Nach der Pause war es wieder Thon, der für den Ausgleich sorgte, Peter Stichler brachte Schalke schließlich erstmals mit 4:3 in Führung. Mein 4:4 in der 80. Minute bedeutete die Verlängerung.
Und in der ging es dann gleich noch mal so richtig ab. 5:4 Dieter Hoeneß (112.), 5:5 Bernard Dietz (115.), 6:5 Hoeneß (118.). Eigentlich hätte es das sein müssen. Aber Schiedsrichter Wolf-Günther Wiesel wollte einfach nicht abpfeifen. Bis in der gefühlt 128. Minute Thon den Ball aus der Drehung per Seitscherenschlag zum 6:6 in die Maschen knallte. Danach stürmten 30.000 Menschen den Platz und trugen den Kleinen auf ihren Schultern.
Damals gab es im DFB-Pokal noch kein Elfmeterschießen in den normalen Runden. Deshalb traten wir eine Woche später zum Wiederholungsspiel in München an. Es wurde wieder eng, aber am Ende gewannen wir dank zweier Treffer von meinem Bruder und einem von Dieter Hoeneß mit 3:2.
So zogen wir ins DFB-Pokalendspiel gegen Gladbach ein. Jenes Finale, in dem Lothar Matthäus seinen Elfer verschoss - und anschließend zu Bayern wechselte.
Ich war an diesem Tag noch einmal der Held. Ich war gar nicht als Elferschütze vorgesehen. Doch nach 14 Elfern war noch immer keine Entscheidung gefallen. Hoeneß sollte unsern achten Elfer schießen.
Aber plötzlich kam mein Bruder zu mir und sagte, "wenn der Ringels jetzt verschießt, haust du das Ding rein." Es war Kalles letztes Spiel für die Bayern bevor er zu Inter Mailand ging. Unserem Trainer Udo Lattek hatte er von seiner Entscheidung nichts gesagt. Norbert Ringels traf nicht, ich rannte nach vorne und verwandelte zum Sieg."
Michael Rummenigge bestritt zwischen 1982 und 1993 insgesamt 309 Bundesliga-Spiele und erzielte 80 Tore für den FC Bayern München und Borussia Dortmund. Danach spielte der Stürmer bis 1995 noch zwei Jahre für Red Diamonds Urawa in Japan. Mit den Bayern wurde er drei Mal Deutscher Meister sowie ein Mal Vize-Meister, mit Dortmund kam 1992 eine weitere Vize-Meisterschaft hinzu. Den DFB-Pokal gewann er zwei Mal mit den Münchnern und ein Mal mit Dortmund. Mit den Bayern erreichte er 1987 zudem das Finale des Europapokals der Landesmeister, mit dem BVB stand er 1993 im Finale des UEFA-Cups. Für die Deutsche Nationalmannschaft machte Rummenigge zwei Länderspiele.
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