Historie
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17.01.2012 17:05:48
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Beschäftigungslos zum Titel

Franz Wohlfahrt (l.) avanacierte auf dem Weg ins DFB-Pokalfinale 1997 in Freiburg zum Elfmeterhelden
"Mein größtes Spiel war sicherlich das leichteste Match aller Zeiten für mich: Das Finale um den DFB-Pokal 1997 mit dem VfB Stuttgart.


Da habe ich 90 Minuten praktisch nichts zu tun bekommen und war am Ende Pokal-Sieger. Nach sechs Meisterschaften und vier Cuperfolgen mit Austria Wien war dies mein erster Titel in Deutschland. Etwas ganz Besonderes in meiner Karriere.

Es war der 14. Juni 1997. Vor 76.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion trafen wir auf den FC Energie Cottbus. Die Lausitzer hatten gerade in der Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft und waren natürlich das Überraschungsteam des Wettbewerbs. Immerhin hatten sie mit dem MSV Duisburg, dem FC St. Pauli und dem Karlsruher SC drei Bundesliga-Clubs ausgeschaltet.

Doch im Finale hatten wir sie vollkommen im Griff. Ich glaube, ich habe in dem Spiel einen Ball an den Kopf geschossen bekommen. Das war´s. Und vorne hat Giovane Elber zweimal abgedrückt, schon stand es 2:0.

Auf dem Weg ins Finale hatte ich allerdings einen nicht gerade geringen Anteil. Denn gleich dreimal mussten wir ins Elfmeterschießen. Schon in der ersten Runde gegen Fortuna Köln, dann gegen Hertha BSC Berlin und schließlich gegen den SC Freiburg im Viertelfinale. Ich habe in den drei Spielen fünf Elfmeter abgewehrt und zwei selbst verwandelt.

Nach dem Finale haben wir dann gefeiert wie nie zuvor. Ich war in acht Stunden drei Mal betrunken. Ein Riesenerlebnis."

Franz Wohlfahrt bestritt zwischen 1996 und 2000 insgesamt 118 Bundesliga-Spiele für den VfB Stuttgart. 1997 gewann er mit dem VfB den DFB-Pokal und erreichte 1998 das Europacupfinale der Pokalsieger. Er bestritt 59 Länderspiele für Österreich, nahm 1998 an der WM in Frankreich teil und wurde sechs Mal österreichischer Meister mit Austria Wien.


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