Historie
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21.01.2009 15:07:35
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2001/02: Reizfigur Effenberg verabschiedet sich

Der Tiger auf dem Hinterkopf: Stefan Effenberg im September 1994
Zum Abschluss seiner vier Jahre beim FC Bayern München ließ Stefan Effenberg seinen Ruf als Reizfigur des deutschen Fußballs wieder einmal aufleben.


Gegen Ende der Saison wurde er für zwei Spiele auf die Bank verbannt. Das geplante Abschiedsspiel vor heimischem Publikum gegen Hansa Rostock musste er wenig später wegen einer Verletzung absagen.

Licht und Schatten

Dabei hätte er einen würdigen Abgang allemal verdient gehabt. Zwar war Effenberg auch in München kein Kind von Traurigkeit. Doch bis auf wenige Eskapaden überwogen vor allem die sportlichen Erfolge.

"Stefan war Kapitän einer der erfolgreichsten Mannschaften, die der FC Bayern je hatte. Wir haben mit ihm alles gewonnen. Das allein steht für sich", würdigte deshalb auch Nationalkeeper Oliver Kahn seinen Kollegen.

Positive Bilanz seiner Zeit bei den Bayern

Die Bilanz von Effenberg über seine Zeit in München fiel denn auch absolut positiv aus: "Das waren vier wunderbare Jahre. Da hat von A bis Z in dieser Zeit alles zusammengepasst. Diese Mannschaft, die seit fast vier Jahren zusammen ist, hat sich unglaublich gut akzeptiert, respektiert und harmoniert."

Auch seine Ausbootung durch Ottmar Hitzfeld wollte Effenberg nicht überbewerten. "Es gab auch negative Dinge, aber die schiebt man dann weg", sagte er versöhnlich und fügte an: "Die Mannschaft und ich haben etwas geschaffen, was schwer zu toppen sein wird - wenn überhaupt."

Schon in Gladbach "auffällig"

Eines stand ohnehin fest: "Der Champions-League-Titel steht über allen Dingen!" Und an diesem Erfolg hatte "Effe" mit seinem Treffer zum 1:1 und einem verwandelten Strafstoß im Elfmeterschießen maßgeblichen Anteil.

Effenberg polarisierte - schon zu seinen Zeiten bei Borussia Mönchengladbach, wo er von 1987-1990 und 1994-1998 spielte. Mit den "Fohlen" gewann er 1995 den DFB-Pokal. Doch schon zu seinen Gladbacher Zeiten konnte Effenberg "auffallen". Unvergessen ist sein Mittelfinger, den er den unzufriedenen Fans der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 1994 in den USA zeigte und die außergewöhnlichste Frisur der Bundesliga-Geschichte. Passend zu seinem Spitznamen "Tiger".

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