Historie
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27.04.2011 08:38:35
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"Bulle" Roth wird 65
FCB-Legende Franz "Bulle" Roth (r.) im Gespräch mit Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger
München - Der Blick auf die aktuelle Bundesliga-Tabelle trübt bei Franz "Bulle" Roth auch an seinem 65. Geburtstag die Stimmung.
Platz 4, noch dazu hinter den Emporkömmlingen von Hannover 96, die Qualifikation zur Champions League in Gefahr - damit, sagt der frühere "Mister Europacup" des FC Bayern München, "können wir nicht zufrieden sein". Deshalb wünscht er sich zu seinem Geburtstag am Mittwoch "vor allem, dass wir noch Dritter werden. Irgendwie."
Zahlreiche Erfolge
Als Roth selbst noch für die Bayern spielte, in der Bundesliga von 1966 bis 1978, war der Rekordmeister auch nur in vier von zwölf Jahren im Europapokal der Landesmeister aktiv. Drei Mal aber gewannen Roth und Co. den Henkelpott - und fast immer spielte "Bulle" eine Hauptrolle. Beim zweiten Coup 1975 gegen Leeds United schoss er das wichtige 1:0, das den Weg zum 2:0-Sieg ebnete. Und 1976 glückte ihm gegen St. Etienne sogar das goldene Tor beim 1:0-Erfolg.
"Grandios" nennt Roth diese Erfahrungen. Sein wichtigstes Spiel aber, das betont er gerne, war das 1:0 im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger am 31. Mai 1967 in Nürnberg gegen die Glasgow Rangers. "Für uns war dieser Titel der Durchbruch", sagt er. Die Bayern waren damals erst ein Mal Meister, und der Titelgewinn von 1932 lag auch schon eine Generation zurück. Mit dem Cup-Gewinn legte der Club den Grundstein zu einer Ära, die den Fußball bis heute prägt.
"Es war eine wunderschöne Zeit mit einer großen Mannschaft", sagt Roth über seine Jahre bei den Bayern, für die er in 322 Bundesligaspielen 72 Mal traf. Vier Länderspiele hat er bestritten, dem FCB blieb er trotz lukrativer Angebote vom AC Mailand oder Grasshopper Zürich bis in den Spätherbst seiner Karriere treu - und auch danach verbunden. Noch heute sitzt er in der Arena neben all den Größen auf der Tribüne. "Der Franz, der Uli, Karl-Heinz, Gerd... ", zählt Roth auf, "wir sind eine große Familie."
Harter Hund auf dem Platz
Auf dem Platz kannte Roth jedoch keine Verwandten. "Ich habe mir früher im Training Schienbeinschützer angezogen, weil ich wusste: Wenn der Franz Roth sauer auf mich ist, fegt er mich auf die Aschenbahn. Das Training war für mich Überlebenskampf - und ich habe mich dabei wunderbar entwickelt", sagte Hoeneß einmal.
Roth ist ein freundlicher, fröhlicher Mensch - als Fußballer aber war er ein harter Hund, zweikampfstark und schussgewaltig. Hoeneß oder Beckenbauer können viele Geschichten von zerschossenen Tornetzen erzählen, einmal soll er im Stadion an der Grünwalder Straße sogar die Stadionuhr abgeschossen haben.
"Franz hat Kraft wie eine Muh"
Eine Anekdote, die der Sohn eines Landwirts aus Amendingen im Allgäu selbst immer wieder erzählen muss, ist die um seinen Spitznamen "Bulle". Trainer Zlatko "Tschik" Cajkovski habe "ja nicht so richtig Deutsch gekonnt", berichtet Roth. "Deshalb sagte der immer: 'Franz hat Kraft wie eine Muh." Der Maier Sepp sagte dann: 'Das heißt bei uns Bulle.' Und dabei ist es dann geblieben."
Allzu lange will Roth sich mit der Vergangenheit aber nicht aufhalten, er blickt gerne in die Zukunft. Auf seinen 66. Geburtstag etwa. "Dann", sagt er mit Bayern-typischem Selbstbewusstsein, "stehen wir wieder oben. Ganz klar!"
Zahlreiche Erfolge
Als Roth selbst noch für die Bayern spielte, in der Bundesliga von 1966 bis 1978, war der Rekordmeister auch nur in vier von zwölf Jahren im Europapokal der Landesmeister aktiv. Drei Mal aber gewannen Roth und Co. den Henkelpott - und fast immer spielte "Bulle" eine Hauptrolle. Beim zweiten Coup 1975 gegen Leeds United schoss er das wichtige 1:0, das den Weg zum 2:0-Sieg ebnete. Und 1976 glückte ihm gegen St. Etienne sogar das goldene Tor beim 1:0-Erfolg.
"Grandios" nennt Roth diese Erfahrungen. Sein wichtigstes Spiel aber, das betont er gerne, war das 1:0 im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger am 31. Mai 1967 in Nürnberg gegen die Glasgow Rangers. "Für uns war dieser Titel der Durchbruch", sagt er. Die Bayern waren damals erst ein Mal Meister, und der Titelgewinn von 1932 lag auch schon eine Generation zurück. Mit dem Cup-Gewinn legte der Club den Grundstein zu einer Ära, die den Fußball bis heute prägt.
"Es war eine wunderschöne Zeit mit einer großen Mannschaft", sagt Roth über seine Jahre bei den Bayern, für die er in 322 Bundesligaspielen 72 Mal traf. Vier Länderspiele hat er bestritten, dem FCB blieb er trotz lukrativer Angebote vom AC Mailand oder Grasshopper Zürich bis in den Spätherbst seiner Karriere treu - und auch danach verbunden. Noch heute sitzt er in der Arena neben all den Größen auf der Tribüne. "Der Franz, der Uli, Karl-Heinz, Gerd... ", zählt Roth auf, "wir sind eine große Familie."
Harter Hund auf dem Platz
Auf dem Platz kannte Roth jedoch keine Verwandten. "Ich habe mir früher im Training Schienbeinschützer angezogen, weil ich wusste: Wenn der Franz Roth sauer auf mich ist, fegt er mich auf die Aschenbahn. Das Training war für mich Überlebenskampf - und ich habe mich dabei wunderbar entwickelt", sagte Hoeneß einmal.
Roth ist ein freundlicher, fröhlicher Mensch - als Fußballer aber war er ein harter Hund, zweikampfstark und schussgewaltig. Hoeneß oder Beckenbauer können viele Geschichten von zerschossenen Tornetzen erzählen, einmal soll er im Stadion an der Grünwalder Straße sogar die Stadionuhr abgeschossen haben.
"Franz hat Kraft wie eine Muh"
Eine Anekdote, die der Sohn eines Landwirts aus Amendingen im Allgäu selbst immer wieder erzählen muss, ist die um seinen Spitznamen "Bulle". Trainer Zlatko "Tschik" Cajkovski habe "ja nicht so richtig Deutsch gekonnt", berichtet Roth. "Deshalb sagte der immer: 'Franz hat Kraft wie eine Muh." Der Maier Sepp sagte dann: 'Das heißt bei uns Bulle.' Und dabei ist es dann geblieben."
Allzu lange will Roth sich mit der Vergangenheit aber nicht aufhalten, er blickt gerne in die Zukunft. Auf seinen 66. Geburtstag etwa. "Dann", sagt er mit Bayern-typischem Selbstbewusstsein, "stehen wir wieder oben. Ganz klar!"
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