Historie
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02.07.2010 11:38:01
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2009/10: Mit "Oranje"-Duo zum Titel-"Double"
Kapitän Mark van Bommel, Louis van Gaal und Arjen Robben mit der Meisterschale
Am Ende der Saison war es, wie schon so viele Male zuvor. Tausende säumten die Straßen der Münchner Innenstadt, um ihre Helden des FC Bayern München zu feiern. Und doch war die Spielzeit 2009/10 anders als die anderen, in denen der Rekordmeister den Titel holte.
Zum einen, weil der FC Bayern eine halbe Ewigkeit nicht mehr so holprig in eine Saison gestartet war. Desweiteren, weil die Münchner sie historisch erfolgreich beendeten. Und schlussendlich, weil die neue Trendfarbe der Bayern-Anhänger nicht rot oder weiß, sondern orange ist.
Erst kam van Gaal, dann Robben
Die Niederländer Trainer Louis van Gaal und Superstar Arjen Robben dominierten die Schlagzeilen im deutschen Blätterwald. Und sie dominierten nach und nach auch ihre Gegner auf dem Spielfeld - egal in welchem Wettbewerb. Doch ehe München die 22. Deutsche Meisterschaft, den 15. Erfolg im DFB-Pokal und das Erreichen des Champions-League-Finals feiern konnte, mussten die Bayern und ihre Anhänger auch so manches Tal durchschreiten.
Im Sommer wurde van Gaal als neuer Trainer vorgestellt - jener Mann, der schon den FC Barcelona und Ajax Amsterdam in der "Königsklasse" hat triumphieren lassen. Doch die Saison begann alles andere als vielversprechend und den eigenen Ansprüchen entsprechend. Mit nur zwei Punkten nach drei Spielen legte der Rekordmeister den schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren hin.
Robben, der Torgarant
Erst nach und nach kam die Mannschaft mit dem Stil und der Arbeitsweise des Perfektionisten klar. Nur einer spielte vom ersten Arbeitstag an unter van Gaal wie losgelöst: Robben. Seine Verpflichtung von Real Madrid Ende August war ein echter Paukenschlag.
Und schon bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den Vorjahres-Meister VfL Wolfsburg riss der niederländische Nationalspieler das Ruder beim FC Bayern an sich und schoss zwei Tore. 14 weitere Treffer sollten allein in der Bundesliga folgen. Viele davon enorm wichtig auf dem Weg zur Meisterschaft. Doch auch seine drei Tore im DFB-Pokal und seine vier Treffer in der Champions League waren entscheidend für den Saisonverlauf.
Dominanz nach schwachem Start
Die Bayern-Bosse hatten bei allem Erfolg im Pokal und im internationalen Wettbewerb immer wieder betont, dass die Bundesliga Priorität genießt. Nach dem gescheiterten Experiment Jürgen Klinsmann wollte man unbedingt wieder das Zepter in der Heimat in den Händen halten.
Der unaufhaltsame Lauf der Bayern begann schließlich Mitte der Hinrunde. Nach sieben Spieltagen stand der FCB mit elf Zählern nur auf Rang 7. Doch bis zur Winterpause blieb van Gaals Elf unbesiegt (sechs Siege, vier Remis) und schoss 21:8 Tore. Die Rückrunde eröffneten die Bayern mit fünf Siegen in Serie.
Endlich wieder an der Spitze
Und nach insgesamt 17 ungeschlagenen Liga-Spielen in Folge war es am 24. Spieltag endlich wieder soweit. Erstmals seit dem letzten Spieltag der Saison 2007/08 standen die Bayern wieder an der Tabellenspitze.
Eine kurze Durststrecke von zwei Niederlagen in Serie bei Eintracht Frankfurt und gegen den VfB Stuttgart gestattete es dem überraschend stark aufspielenden FC Schalke 04 am 28. Spieltag kurzzeitig am FC Bayern vorbeizuziehen. Doch in der Folgewoche siegten Robben und Co. auf Schalke mit 2:1, überholten die Gelsenkirchener im Klassement und triumphierten am Ende mit fünf Punkten Vorsprung.
Auch der "Pott" geht nach München
Die Pflicht war geschafft. Souverän und immer wieder mit traumhaftem Fußball. Dass die Bayern zu jener Zeit wie in einem Rausch spielten, musste eine Woche nach dem Saisonfinale Werder Bremen feststellen. Der Titelverteidiger wurde regelrecht demontiert und mit einer 0:4-Niederlage an die Weser zurückgeschickt.
"Das ist eine Saison wie wir sie noch nie hatten", jubilierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und scheute sogar den Vergleich mit der bislang legendärsten Epoche des Rekordmeisters nicht: "Das ist noch nicht einmal der Mannschaft der 70er-Jahre gelungen."
"Triple" bleibt ein Traum
Und die Saison war noch immer nicht vorbei für die Bayern. Während sich der Rest der Fußballwelt auf die Weltmeisterschaft in Südafrika vorbereitete, griffen die Münchner nach der Krone Europas. Das Duell gegen Inter Mailand hatte historische Züge, hatten doch beide Clubs die Chance, das "Triple" zu gewinnen.
Dem Team von van Gaal blieb der dritte Titel der Saison jedoch verwehrt. 0:2 unterlagen die Bayern im Finale der Champions League einer abgebrüht spielenden italienischen Mannschaft. Die Trauer über das nicht gewonnene "Triple" wich aber schnell der Freude über das gewonnene "Double".
Das konnte dann endlich in der Münchner City mit den treuen Anhängern gebührend gefeiert werden. Und was nicht ist, das kann - und soll - ja noch werden...
Erst kam van Gaal, dann Robben
Die Niederländer Trainer Louis van Gaal und Superstar Arjen Robben dominierten die Schlagzeilen im deutschen Blätterwald. Und sie dominierten nach und nach auch ihre Gegner auf dem Spielfeld - egal in welchem Wettbewerb. Doch ehe München die 22. Deutsche Meisterschaft, den 15. Erfolg im DFB-Pokal und das Erreichen des Champions-League-Finals feiern konnte, mussten die Bayern und ihre Anhänger auch so manches Tal durchschreiten.
Im Sommer wurde van Gaal als neuer Trainer vorgestellt - jener Mann, der schon den FC Barcelona und Ajax Amsterdam in der "Königsklasse" hat triumphieren lassen. Doch die Saison begann alles andere als vielversprechend und den eigenen Ansprüchen entsprechend. Mit nur zwei Punkten nach drei Spielen legte der Rekordmeister den schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren hin.
Robben, der Torgarant
Erst nach und nach kam die Mannschaft mit dem Stil und der Arbeitsweise des Perfektionisten klar. Nur einer spielte vom ersten Arbeitstag an unter van Gaal wie losgelöst: Robben. Seine Verpflichtung von Real Madrid Ende August war ein echter Paukenschlag.
Und schon bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den Vorjahres-Meister VfL Wolfsburg riss der niederländische Nationalspieler das Ruder beim FC Bayern an sich und schoss zwei Tore. 14 weitere Treffer sollten allein in der Bundesliga folgen. Viele davon enorm wichtig auf dem Weg zur Meisterschaft. Doch auch seine drei Tore im DFB-Pokal und seine vier Treffer in der Champions League waren entscheidend für den Saisonverlauf.
Dominanz nach schwachem Start
Die Bayern-Bosse hatten bei allem Erfolg im Pokal und im internationalen Wettbewerb immer wieder betont, dass die Bundesliga Priorität genießt. Nach dem gescheiterten Experiment Jürgen Klinsmann wollte man unbedingt wieder das Zepter in der Heimat in den Händen halten.
Der unaufhaltsame Lauf der Bayern begann schließlich Mitte der Hinrunde. Nach sieben Spieltagen stand der FCB mit elf Zählern nur auf Rang 7. Doch bis zur Winterpause blieb van Gaals Elf unbesiegt (sechs Siege, vier Remis) und schoss 21:8 Tore. Die Rückrunde eröffneten die Bayern mit fünf Siegen in Serie.
Endlich wieder an der Spitze
Und nach insgesamt 17 ungeschlagenen Liga-Spielen in Folge war es am 24. Spieltag endlich wieder soweit. Erstmals seit dem letzten Spieltag der Saison 2007/08 standen die Bayern wieder an der Tabellenspitze.
Eine kurze Durststrecke von zwei Niederlagen in Serie bei Eintracht Frankfurt und gegen den VfB Stuttgart gestattete es dem überraschend stark aufspielenden FC Schalke 04 am 28. Spieltag kurzzeitig am FC Bayern vorbeizuziehen. Doch in der Folgewoche siegten Robben und Co. auf Schalke mit 2:1, überholten die Gelsenkirchener im Klassement und triumphierten am Ende mit fünf Punkten Vorsprung.
Auch der "Pott" geht nach München
Die Pflicht war geschafft. Souverän und immer wieder mit traumhaftem Fußball. Dass die Bayern zu jener Zeit wie in einem Rausch spielten, musste eine Woche nach dem Saisonfinale Werder Bremen feststellen. Der Titelverteidiger wurde regelrecht demontiert und mit einer 0:4-Niederlage an die Weser zurückgeschickt.
"Das ist eine Saison wie wir sie noch nie hatten", jubilierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und scheute sogar den Vergleich mit der bislang legendärsten Epoche des Rekordmeisters nicht: "Das ist noch nicht einmal der Mannschaft der 70er-Jahre gelungen."
"Triple" bleibt ein Traum
Und die Saison war noch immer nicht vorbei für die Bayern. Während sich der Rest der Fußballwelt auf die Weltmeisterschaft in Südafrika vorbereitete, griffen die Münchner nach der Krone Europas. Das Duell gegen Inter Mailand hatte historische Züge, hatten doch beide Clubs die Chance, das "Triple" zu gewinnen.
Dem Team von van Gaal blieb der dritte Titel der Saison jedoch verwehrt. 0:2 unterlagen die Bayern im Finale der Champions League einer abgebrüht spielenden italienischen Mannschaft. Die Trauer über das nicht gewonnene "Triple" wich aber schnell der Freude über das gewonnene "Double".
Das konnte dann endlich in der Münchner City mit den treuen Anhängern gebührend gefeiert werden. Und was nicht ist, das kann - und soll - ja noch werden...
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