Historie
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21.01.2009 13:46:50
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2006/07: "Scholli" sagt leise Servus
Ein letztes Mal führte Mehmet Scholl (r.) den FC Bayern München als Kapitän aufs Feld
Es war die 57. Minute am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2006/07. Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld signalisierte einen Spieler-Wechsel. Claudio Pizarro sollte den Rasen der Allianz Arena betreten.
Taktische Gründe für einen Tausch gab es eigentlich nicht. Die Bayern führten mit 3:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 und hatten die Partie im Griff.
Titel ohne Ende
Doch mit Mehmet Scholl verließ nicht irgendein Spieler das Feld. Für Scholl bedeutete dieser Wechsel das Ende einer beispiellosen Bundesliga-Karriere. 18 Jahre lang verzückte er die Bundesliga. Erst beim Karlsruher SC, dann von 1992/93 an beim deutschen Rekordmeister.
Weltmeister wurde er nie. Dafür holte er mit dem FCB unter anderem acht Deutsche Meisterschaften und fünf Siege im DFB-Pokal.
Dazu gewann er noch fünf Mal den Liga-Pokal und je ein Mal die Champions League, den Weltpokal, den UEFA-Pokal sowie die Europameisterschaft.
Scholl und seine Haken
In 392 Bundesliga-Spielen schoss "Scholli" 98 Tore. Das letzte in der 33. Minute gegen Mainz.
Mit Martin Demichelis spielte er zwei Mal den Doppelpass, schlug dann einen seiner unnachahmlichen Haken und zog von der Strafraumgrenze trocken mit rechts ab. Der Ball schlug ein - unhaltbar für FSV-Torwart Christian Wetklo.
Typisch, Scholl
Die 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena waren aus dem Häuschen, feierten den scheidenden Bayern-Star. Bei seiner Auswechslung wurde es richtig laut. Es gab stehende Ovationen bei seiner Ehrenrunde.
Scholl standen die Tränen ins Gesicht geschrieben. Auch Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld waren sichtlich gerührt. "Mehmet Scholl ist eine Legende. Er wird immer in den Herzen der Fans bleiben", erklärte Hitzfeld.
Scholl, der mit seinen frechen, witzigen Sprüchen immer wieder für Aufmerksamkeit sorgte, verabschiedete sich standesgemäß: "Wir werden was trinken und dann heulen wir alle. Und dann tauschen wir die Frauen und dann geht's weiter..."
Hier finden Sie weitere Legenden und Geschichten zu den Spielzeiten der 2000er Jahre:
Tabelle und Spieltage der Saison 2006/07
2000/01: "Breisgau-Brasilianer" qualifizieren sich für UEFA-Cup
2001/02: Effenberg - Eine Reizfigur verabschiedet sich
2002/03: 40 Jahre Bundesliga - Hambuger SV immer dabei
2003/04: Meyer sorgt doch noch für ein Happy End
2004/05: Das "Phantom" ballert weiter
2005/06: BVB setzt auf "Jugend-Stil"
2007/08: "Märchenhafter Abschied" für Hitzfeld und Kahn
Die 2000er Jahre: DFL, Samba und immer wieder Bayern
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
Titel ohne Ende
Doch mit Mehmet Scholl verließ nicht irgendein Spieler das Feld. Für Scholl bedeutete dieser Wechsel das Ende einer beispiellosen Bundesliga-Karriere. 18 Jahre lang verzückte er die Bundesliga. Erst beim Karlsruher SC, dann von 1992/93 an beim deutschen Rekordmeister.
Weltmeister wurde er nie. Dafür holte er mit dem FCB unter anderem acht Deutsche Meisterschaften und fünf Siege im DFB-Pokal.
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Mit Martin Demichelis spielte er zwei Mal den Doppelpass, schlug dann einen seiner unnachahmlichen Haken und zog von der Strafraumgrenze trocken mit rechts ab. Der Ball schlug ein - unhaltbar für FSV-Torwart Christian Wetklo.
Typisch, Scholl
Die 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena waren aus dem Häuschen, feierten den scheidenden Bayern-Star. Bei seiner Auswechslung wurde es richtig laut. Es gab stehende Ovationen bei seiner Ehrenrunde.
Scholl standen die Tränen ins Gesicht geschrieben. Auch Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld waren sichtlich gerührt. "Mehmet Scholl ist eine Legende. Er wird immer in den Herzen der Fans bleiben", erklärte Hitzfeld.
Scholl, der mit seinen frechen, witzigen Sprüchen immer wieder für Aufmerksamkeit sorgte, verabschiedete sich standesgemäß: "Wir werden was trinken und dann heulen wir alle. Und dann tauschen wir die Frauen und dann geht's weiter..."
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