Historie
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01.02.2009 16:59:24
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2006/07: Triumph der "jungen Wilden"

Riesen Jubel bei Armin Veh nach dem Schlusspfiff gegen Cottbus
Der FC Bayern München, Werder Bremen, Schalke 04 und der Hamburger SV galten vor der Saison 2006/07 als Favoriten auf die Meisterschaft.


Dass am Ende aber der VfB Stuttgart das Rennen machte, damit hatten wohl nur die kühnsten Optimisten unter den VfB-Fans gerechnet.

Umbruch beim VfB

Denn die Schwaben vollzogen vor der Spielzeit einen personellen Umbruch. Allen voran schmerzte das Karriereende vom Routinier und Kapitän Zvonimir Soldo. Mit Andreas Hinkel verließ ein weiterer Leistungsträger den Verein in Richtung Sevilla.

Armin Veh, der in der Rückrunde der Vorsaison Giovanni Trapattoni als Trainer in Stuttgart abgelöst hatte, setzte fortan auf junge Spieler. Unter anderen gehörten Roberto Hilbert (21 Jahre), Sami Khedira und Serdar Tasci (beide 19) zu den neuen "jungen Wilden" beim VfB. Damit stellten die Stuttgarter das jüngste Team der Liga.

Rückschlag bei Schalke

Der Saisonstart verlief aber mäßig. Nach zwei Heimniederlagen in den ersten drei Spielen lagen die Schwaben nur auf dem 15. Rang. Dann ging es allerdings stetig bergauf.

Am 12. Spieltag übernahm das Team sogar für ein Wochenende die Tabellenführung, und fortan tummelten sich die Stuttgarter immer in der Spitzengruppe.

Als es am 26. Spieltag eine knappe 0:1-Pleite beim FC Schalke 04 setzte, schien die Meisterschaft jedoch in weite Ferne gerückt. Acht Spieltage vor Schluss lag der VfB sieben Punkte hinter den "Königsblauen".

Furiose Serie

Doch angetrieben vom kongenialen Sturmduo Mario Gomez und Cacau starteten die Schwaben eine furiose Serie. Bis zum letzten Spieltag sollten sie keine Punkte mehr abgeben.

Dennoch wurde es am Ende im Kampf um den Titel doch noch ein Krimi. Als der Spitzenreiter aus Stuttgart am 34. Spieltag zu Hause mit 0:1 gegen Energie Cottbus zurücklag und die Schalker zeitgleich mit 2:0 gegen Arminia Bielefeld führten, durften sich die "Königsblauen" zumindest für acht Minuten als Deutscher Meister fühlen.

Doch Thomas Hitzlsperger und Sami Khedira drehten die Partie im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion und sorgten somit für die dritte Meisterschaft des VfB seit Bestehen der Bundesliga.

Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 2000er Jahre:

Tabelle und Spieltage der Saison 2006/07

2000/01: Der "Meister der Herzen"

2001/02: "Der Fußball-Gott ist kein Leverkusener"

2002/03: "Mit zwei blauen Augen davongekommen"

2003/04: Titelgewinn in der "Höhle des Löwen"

2004/05: Ein meisterlicher Endspurt

2005/06: Zwei Krimis zum Abschluss

2007/08: Mit "König Franck" zurück an die Spitze

Die 2000er Jahre: DFL, Samba und immer wieder Bayern

Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick