Historie
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29.01.2009 10:44:32
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2003/04: Titelgewinn in der "Höhle des Löwen"
Thomas Schaaf, Ailton und Manager Klaus Allofs (v.l.) lagen sich nach dem Schlusspfiff in München in den Armen
Deutsche Meisterschaften zu feiern, ist immer ein Hochgenuss. Doch wenn der Titel mit einem Sieg beim Erzrivalen gewonnen wird, dann ist die Freude beim Sieger gleich doppelt so groß.
Werder Bremen gelang dieses Kunststück in der Saison 2003/04. Am 32. Spieltag hieß das Duell FC Bayern München gegen Werder Bremen.
Schnell alles klar gemacht
Mit einem Remis beim Rekordmeister hätten sich die "Grün-Weißen" vorzeitig die vierte Deutsche Meisterschaft sichern können. Sechs Punkte betrug der Vorsprung auf den FCB damals.
Und die Hanseaten präsentierten sich, wie schon im gesamten Saisonverlauf, in einer beeindruckenden Verfassung. Bereits nach 35 Minuten stand es 0:3 im Olympiastadion. Nur die Bremer-Fans feierten.
Am Ende konnte der Anschlusstreffer der Hausherren nichts mehr an der ausgelassenen Stimmung des Werder-Trosses ändern.
Ailton wird Torschützenkönig
Dieser souveräne Sieg war keinesfalls ein Zufallsprodukt. Bis zu dieser Partie in München blieben die Bremer schon 22 Mal in Folge ohne Niederlage.
"Es entwickelte sich eine Art Eigendynamik. Die Mannschaft hat einfach an sich geglaubt", erklärte Trainer Thomas Schaaf diese Serie.
Mit ihrem herzerfrischenden Offensiv-Fußball spielten sie sich in die Herzen von ganz Fußball-Deutschland. 79 Tore schossen die Norddeutschen, Höchstwert in der Liga. Der brasilianische Stürmer Ailton wurde mit 28 Treffern Torschützenkönig.
Wahrsager Allofs
Dass die neuformierte Abwehr um die Neuzugänge Andreas Reinke, Valerien Ismael und Ümit Davala auch 38 Gegentreffer zuließ, fiel da nicht weiter ins Gewicht. Denn weniger Tore kassierte in dieser Saison nur der VfB Stuttgart.
Der Erfolg war in erster Linie dem Duo Schaaf und Manager Klaus Allofs zuzuschreiben. Stück für Stück fertigten sie aus den vielen guten Individualisten eine Top-Mannschaft. Dass Werder in der Saison zu großen Taten fähig sein sollte, wusste Allofs schon nach dem 8. Spieltag, als die Bremer erstmal die Tabellenführung übernommen hatten.
"Wir können Meister werden", sagte er. Meister, ein Wort, das in Bremen lange Jahre auf dem Index stand. Am Ende sollte Allofs aber recht behalten.
Hier finden Sie weitere Rückblicke zu den Spielzeiten der 2000er Jahre:
Tabelle und Spieltage der Saison 2003/04
2000/01: Der "Meister der Herzen"
2001/02: "Der Fußball-Gott ist kein Leverkusener"
2002/03: "Mit zwei blauen Augen davongekommen"
2004/05: Ein meisterlicher Endspurt
2005/06: Zwei Krimis zum Abschluss
2006/07: Triumph der "jungen Wilden"
2007/08: Mit "König Franck" zurück an die Spitze
Die 2000er Jahre: DFL, Samba und immer wieder Bayern
Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
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Und die Hanseaten präsentierten sich, wie schon im gesamten Saisonverlauf, in einer beeindruckenden Verfassung. Bereits nach 35 Minuten stand es 0:3 im Olympiastadion. Nur die Bremer-Fans feierten.
Am Ende konnte der Anschlusstreffer der Hausherren nichts mehr an der ausgelassenen Stimmung des Werder-Trosses ändern.
Ailton wird Torschützenkönig
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Mit ihrem herzerfrischenden Offensiv-Fußball spielten sie sich in die Herzen von ganz Fußball-Deutschland. 79 Tore schossen die Norddeutschen, Höchstwert in der Liga. Der brasilianische Stürmer Ailton wurde mit 28 Treffern Torschützenkönig.
Wahrsager Allofs
Dass die neuformierte Abwehr um die Neuzugänge Andreas Reinke, Valerien Ismael und Ümit Davala auch 38 Gegentreffer zuließ, fiel da nicht weiter ins Gewicht. Denn weniger Tore kassierte in dieser Saison nur der VfB Stuttgart.
Der Erfolg war in erster Linie dem Duo Schaaf und Manager Klaus Allofs zuzuschreiben. Stück für Stück fertigten sie aus den vielen guten Individualisten eine Top-Mannschaft. Dass Werder in der Saison zu großen Taten fähig sein sollte, wusste Allofs schon nach dem 8. Spieltag, als die Bremer erstmal die Tabellenführung übernommen hatten.
"Wir können Meister werden", sagte er. Meister, ein Wort, das in Bremen lange Jahre auf dem Index stand. Am Ende sollte Allofs aber recht behalten.
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