Historie
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07.05.2010 21:40:53
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"Fohlen" jubeln bei Kölner Premiere
Stefan Effenberg war bei Borussia Mönchengladbach Kapitän, Antreiber und Kopf der Mannschaft
Die Saison 1997/98 stand ganz im Zeichen des 1. FC Kaiserslautern, der alle Favoriten hinter sich ließ und am Ende zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte als Aufsteiger die Deutsche Meisterschaft feierte.
Genauso ausgelassen wie auf dem Betzenberg in Kaiserslautern über den vierten Titel der Vereinsgeschichte gejubelt wurde, genauso ausgelassen fierte Borussia Mönchengladbach den Klassenerhalt. Denn den Verbleib in der Bundesliga sicherten sich die "Fohlen" erst am letzten Spieltag.
Talente sollen es richten
Dabei war schon zum Saisonstart klar, dass es nach einem personellen Schnitt nicht einfach werden würde. Gleich neun Spieler verließen den Club. Darunter Spielmacher Peter Nielsen und Jörg Neun. Mit Marcel Witeczek (Bayern) und Morten Pedersen (Bergen) kamen nur zwei gestandene Profis dazu. Ansonsten wurde der Kader überwiegend mit jungen Talenten aufgefüllt.
Der Saisonverlauf der Elf vom Niederrhein glich dem Verlauf einer Sinuskurve. Es war ein auf und ab. Gleich zwei Trainer mussten vorzeitig gehen. Hannes Bongartz wurde von Norbert Meier ersetzt. Und der wiederum von Friedel Rausch.
Hoffen auf ein Wunder
Zwei Spieltage vor Schluss sah die Lage für die Borussia fast aussichtslos aus. Mit 32 Punkten lag das Team auf Rang 17. Der 1. FC Köln und der Karlsruher SC waren mit je 35 Zählern die beiden Konkurrenten in Sichtweite. Zwei Siege mussten wohl her.
Gladbach schickte am 33. Spieltag Rostock mit 5:2 auf die Heimreise. Aber auch der KSC bewahrte die Nerven und schlug den VfB Stuttgart im Derby mit 4:2. Lediglich die Kölner patzten und ließen nach einer 1:0 Führung die Punkte beim Tabellenletzten Bielefeld mit 1:2 liegen.
Entscheidung am 34. Spieltag
Es sollte also alles auf ein Fernduell am letzten Spieltag ankommen. Dem ausgeglichenen Torverhältnis sei Dank, standen gleich vier Mannschaften auf der Kippe: Gladbach, Köln (beide 35 Punkte), Karlsruhe und auch der VfL Bochum (beide 38).
Die Bochumer retteten gegen den TSV 1860 München das 1:0 durch Olaf Schreiber über die Zeit. Die Kölner hatten lange Zeit Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Denn im rheinischen Derby gegen Bayer Leverkusen führten sie bis zur 83. Minute durch Tore von Dorinel Munteanu und Uwe Scherr. Doch Markus Feldhoff und Dirk Lottner glichen das Spiel noch aus.
KSC geht in Rostock unter
Für den KSC ließ es sich in Rostock gut an. Thomas Häßler brachte die Karlsruher in der 30. Minute in Führung. Die Rostocker schlugen aber umgehend zurück. Ein Schock für die Gäste. Die Hausherren spielten danach groß auf und gewannen mit 4:2.
Gladbach benötigte zum Klassenerhalt also dringend einen Sieg. Und die Borussia sollte die mitgereisten Fans in Wolfsburg nicht enttäuschen. Schon im ersten Durchgang trafen Stefan Effenberg und Peter Wynhoff zum 2:0 Endstand.
Riesen Jubel bei den "Fohlen". Katzenjammer bei Köln und Karlsruhe. Für den FC war es der erste Abstieg aus der Bundesliga.
Michael Reis
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Hoffen auf ein Wunder
Zwei Spieltage vor Schluss sah die Lage für die Borussia fast aussichtslos aus. Mit 32 Punkten lag das Team auf Rang 17. Der 1. FC Köln und der Karlsruher SC waren mit je 35 Zählern die beiden Konkurrenten in Sichtweite. Zwei Siege mussten wohl her.
Gladbach schickte am 33. Spieltag Rostock mit 5:2 auf die Heimreise. Aber auch der KSC bewahrte die Nerven und schlug den VfB Stuttgart im Derby mit 4:2. Lediglich die Kölner patzten und ließen nach einer 1:0 Führung die Punkte beim Tabellenletzten Bielefeld mit 1:2 liegen.
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Es sollte also alles auf ein Fernduell am letzten Spieltag ankommen. Dem ausgeglichenen Torverhältnis sei Dank, standen gleich vier Mannschaften auf der Kippe: Gladbach, Köln (beide 35 Punkte), Karlsruhe und auch der VfL Bochum (beide 38).
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