Historie
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21.04.2009 19:04:17
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Stark angefangen und stark nachgelassen
Der Einsatz von Hansa Rostock am letzten Spieltag 91/92 half nichts mehr
Nach der deutschen Wiedervereinigung 1989 fanden schnell die ersten Spieler aus der ehemaligen DDR den Weg zu den Spitzenclubs der Bundesliga. Matthias Sammer, Thomas Doll oder Ulf Kirsten machte im "Westen" schon Karriere.
Aber erst in der Saison 1991/92 wurden zwei Clubs aus den neuen Bundesländern in die Bundesliga eingegliedert: Dynamo Dresden und Hansa Rostock. Dafür wurde die Liga auf 20 Vereine aufgestockt, gleichzeitig sollte es aber auch vier Absteiger geben. Für Spannung war also schon im Vorfeld gesorgt.
Der Überraschungseffekt verpuffte
Und das Jahr sollte es wirklich in sich haben. Hansa Rostock legte gleich los wie die Feuerwehr und belegte an den ersten sieben Spieltagen fünf Mal Platz 1. Sollte die Hanse-Kogge etwa gleich in der ersten Bundesliga-Saison zum großen Coup ausholen? Die Antwort ist schlichtweg: nein.
Der Überraschungseffekt verpuffte, Hansa verlor an Boden und fand sich zum Saisonende auf einem Abstiegsplatz wieder. Vor dem letzten Spieltag standen auch der MSV Duisburg, die Stuttgarter Kickers und Fortuna Düsseldorf unterm Strich. Wobei die Fortuna da schon lange nicht mehr den Gang in die Zweitklassigkeit vermeiden konnte.
Richtig eng beieinander
Ganz anders sah die Situation in Duisburg (30 Punkte), Rostock (29) und Stuttgart (29) aus. Die drei Teams mussten auf einen Ausrutscher der SG Wattenscheid (30) im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hoffen.
Schon ein Remis hätte über Wohl und Wehe entscheiden können, da die vier Teams auch in der Tordifferenz ganz dicht beisammen lagen.
Tschiskale der Held
Und Mönchengladbach setzte Wattenscheid schwer zu. Zur Pause führten die "Fohlen" im Lohrheidestadion mit 2:1. Duisburg lag gegen Dortmund mit 0:1 zurück, Rostock hielt ein 0:0 gegen Tabellenführer Franfurt und im Spiel der Kickers gegen Bochum fielen auch keine Tore. Die Spannung blieb erhalten.
Innerhalb von neun Minuten sorgten die Wattenscheider Hans-Werner Moser und Uwe Tschiskale dann aber für Katzenjammer bei den Kontrahenten. Nur Duisburg hätte den Klassenverbleib noch realisieren können, musste gegen Dortmund aber mindestens mit zwei Toren Vorsprung gewinnen.
Ladehemmung bei Tönnies
Aber Michael Tönnies konnte seinen 13 Saisontoren kein weiteres mehr hinzufügen und auch die anderen "Zebras" bissen nicht zu. Es bliebt beim 0:1. So sicherte sich die SG Wattenscheid mit dem 3:2 gegen Gladbach am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Den Kickers half das 2:0 gegen Bochum nicht mehr.
Und für Rostock jubelte nur der neue Deutsche Meister VfB Stuttgart. Denn Hansa besiegte Eintracht Frankfurt mit 2:1 und verdarb den Hessen somit den sicher geglaubten Titel. Am Abstieg in die 2. Bundesliga änderte dieses Ergebnis für Rostock jedoch nichts.
Michael Reis
Hier finden Sie weitere Hintergründe zum Thema:
Abstiegskrimis Teil1: Lauterns Albtraum
Abstiegskrimis Teil2: "Totenstill im Stadion"
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Tore, Titel, Tabellen: Die wichtigsten Statistiken im Überblick
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Und das Jahr sollte es wirklich in sich haben. Hansa Rostock legte gleich los wie die Feuerwehr und belegte an den ersten sieben Spieltagen fünf Mal Platz 1. Sollte die Hanse-Kogge etwa gleich in der ersten Bundesliga-Saison zum großen Coup ausholen? Die Antwort ist schlichtweg: nein.
Der Überraschungseffekt verpuffte, Hansa verlor an Boden und fand sich zum Saisonende auf einem Abstiegsplatz wieder. Vor dem letzten Spieltag standen auch der MSV Duisburg, die Stuttgarter Kickers und Fortuna Düsseldorf unterm Strich. Wobei die Fortuna da schon lange nicht mehr den Gang in die Zweitklassigkeit vermeiden konnte.
Richtig eng beieinander
Ganz anders sah die Situation in Duisburg (30 Punkte), Rostock (29) und Stuttgart (29) aus. Die drei Teams mussten auf einen Ausrutscher der SG Wattenscheid (30) im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hoffen.
Schon ein Remis hätte über Wohl und Wehe entscheiden können, da die vier Teams auch in der Tordifferenz ganz dicht beisammen lagen.
Tschiskale der Held
Und Mönchengladbach setzte Wattenscheid schwer zu. Zur Pause führten die "Fohlen" im Lohrheidestadion mit 2:1. Duisburg lag gegen Dortmund mit 0:1 zurück, Rostock hielt ein 0:0 gegen Tabellenführer Franfurt und im Spiel der Kickers gegen Bochum fielen auch keine Tore. Die Spannung blieb erhalten.
Innerhalb von neun Minuten sorgten die Wattenscheider Hans-Werner Moser und Uwe Tschiskale dann aber für Katzenjammer bei den Kontrahenten. Nur Duisburg hätte den Klassenverbleib noch realisieren können, musste gegen Dortmund aber mindestens mit zwei Toren Vorsprung gewinnen.
Ladehemmung bei Tönnies
Aber Michael Tönnies konnte seinen 13 Saisontoren kein weiteres mehr hinzufügen und auch die anderen "Zebras" bissen nicht zu. Es bliebt beim 0:1. So sicherte sich die SG Wattenscheid mit dem 3:2 gegen Gladbach am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Den Kickers half das 2:0 gegen Bochum nicht mehr.
Und für Rostock jubelte nur der neue Deutsche Meister VfB Stuttgart. Denn Hansa besiegte Eintracht Frankfurt mit 2:1 und verdarb den Hessen somit den sicher geglaubten Titel. Am Abstieg in die 2. Bundesliga änderte dieses Ergebnis für Rostock jedoch nichts.
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